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Pro & Kontra

Sollte der BVB Ousmane Dembele verkaufen?

DORTMUND Der FC Barcelona sucht nach einem Nachfolger für Rekord-Transfer Neymar. Auf Barcelonas Wunschzettel prangt auch der Name Ousmane Dembele. Barcelona soll bereit sein, für den jungen Franzosen 100 Millionen Euro an den BVB zu zahlen. 100 Millionen Euro - sollte der BVB Dembele bei einem solchen Angebot verkaufen?

Sollte der BVB Ousmane Dembele verkaufen?

Fussball, 1. Bundesliga, Saison 2017/2018, Teamvorstellung von Borussia Dortmund mit anschließendem Training am 04.08.2017 im Signal Iduna Park in Dortmund. Dortmunds Ousmane Dembele kommt bei der Teampräsentation aus dem Spielertunnel.

Ja, der BVB sollte Dembele bei einem solchen Angebot verkaufen - Lustlos in Dortmund?

Auch wenn Borussia Dortmund die Zeiten lange hinter sich hat, wo man auf jeden Euro dieser gigantischen Ablösesumme angewiesen war, gibt es dennoch nur eine vernünftige Entscheidung: Sollte der FC Barcelona wirklich bereit sein, für Ousmane Dembele 100 Millionen Euro oder sogar noch mehr in Richtung Dortmund zu überweisen, darf der BVB dieses Angebot nicht ablehnen.

DORTMUND Der erste Dominostein ist mit dem Wechsel von Neymar nach Paris gefallen, das Transferkarussell dürfte nun rasant an Fahrt aufnehmen. Mittendrin im Strudel ist plötzlich auch Borussia Dortmund: Der FC Barcelona, ohne Neymar extrem unter Zugzwang und finanziell quasi mit unbegrenzten Möglichkeiten, soll sich ernsthaft um Ousmane Dembele bemühen.mehr...

Lassen wir einmal beiseite, dass natürlich kein Spieler der Welt diese Summe wert sein kann, geschweige denn, wie im Fall Neymar, das Doppelte, ergäbe auch rein sportlich betrachtet eine Zustimmung zu diesem Transfer Sinn. Mit der generierten Ablöse könnte Borussia Dortmund sein Team in der Spitze und in der Breite deutlich stärken - viel mehr, als es ein Verbleib Dembeles garantieren könnte. Dazu kommt: Im Fall Henrikh Mkhitaryan musste Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im vergangenen Jahr schmerzhaft erkennen, wie schwierig es ist, einen Spieler mit noch laufendem Vertrag gegen seinen Willen zum Bleiben zu bewegen.

Auch gefährlich

Nun ist zwar nur schwer abzuschätzen, wie sich Dembele verhalten würde, wenn Borussia Dortmund ihm den Weg zu seinem Traumverein verbaut - die Gefahr, einen lustlosen Spieler zu beschäftigen, dessen Marktwert bei ausbleibenden Leistungen sehr schnell auch wieder deutlich sinken würde, ist aber nicht von der Hand zu weisen.

Von Dirk Krampe

Nein, der BVB sollte Dembele auch bei einem solchen Angebot nicht verkaufen - Reifen statt kassieren

Schwach zu werden in diesen Tagen des verrückten Transfermarktes, das liegt ja so nahe. Klar, mehr als 100 Millionen Euro zu kassieren für den Verkauf nur eines einzigen Spielers, da kann man doch nicht Nein sagen. Das muss man doch machen. Stopp, Quatsch, muss man nicht!

Der BVB ist keine Bank

Borussia Dortmund ist keine Bank, ist nicht auf maximalen monetären Gewinn ausgerichtet. Borussia Dortmund ist ein Fußball-Unternehmen, das sportlich möglichst erfolgreich sein will, flankiert von einer gesunden Finanzlage. Also muss der Klub genau abwägen, wie wertvoll Ousmane Dembele für die sportliche Entwicklung ist. Die Essenz kann nur lauten: Dembele ist ein unverzichtbarer Eckpfeiler des neuen BVB, mit ihm ist die Chance auf Meistertitel oder gar einen Coup in der Champions League deutlich größer als mit viel Geld auf dem Konto. Klar könnte sich der Klub einen teuren Nachfolger leisten - aber die Garantie, dass dieser so gut einschlägt wie Dembele, die gibt es nicht.

Die 25 teuersten Fußballer aller Zeiten

Leroy Sané wechselte 2016 für rund 50 Millionen Euro vom FC Schalke 04 zu Manchester City.
Anthony Martial wechselte 2015 für rund 50 Millionen Euro von AS Monaco zu Manchester United.
Alex Teixeira wechselte 2015 für rund 50 Millionen Euro von Schachtar Donezk  zu JS Suning nach China.
Gianluigi Buffon wechselte 2001 für 52,88 Millionen Euro von Parma Calcia zu Juventus Turin.
Hulk wechselte 2012 für rund 55 Millionen Euro vom FC Porto zu Zenit St. Petersburg.
Hernan Crespo wechselte 2000 für rund 55 Millionen Euro von Parma Calcio zu Lazio Rom.
Hulk wechselte 2016 für 55,8 Millionen Euro von Zenit St. Petersburg zu Shanghai SIPG nach China.
Fernando Torres wechselte 2010 für 58,5 Millionen Euro vom FC Liverpool zum FC Chelsea.
John Stones wechselte 2016 für rund 59 Millionen Euro vom FC Everton zu Manchester City.
Luis Figo wechselte 2000 für rund 60 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Real Madrid.
Raheem Sterling wechselte 2015 für 62,5 Millionen Euro vom FC Liverpool zum FC Chelsea.
Angel di Maria wechselte 2015 für rund 63 Millionen Euro von Manchester United zu Paris St. Germain.
Edinson Cavani wechselte 2013 für 64,5 Millionen Euro vom SSC Neapel zu Paris St. Germain.
Kaka wechselte 2009 für rund 65 Millionen Euro vom AC Mailand zu Real Madrid.
Zlatan Ibrahimovic wechselte 2009 für 69,5 Millionen Euro von Inter Mailand zum FC Barcelona.
Zinedine Zidane wechselte 2001 für 73,5 Millionen Euro von Juventus Turin zu Real Madrid.
Kevin De Bruyne wechselte 2015 für rund 74 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg zu Manchester City.
James Rodriguez wechselte 2014 für rund 75 Millionen Euro vom AS Monaco zu Real Madrid.
Angel Di Maria wechselte 2014 für rund 75 Millionen Euro von Real Madrid zu Manchester United.
Luis Suarez wechselte 2014 für 81,72 Millionen Euro vom FC Liverpool zum FC Barcelona.
Neymar wechselte 2013 für 88,2 Millionen Euro vom FC Santos zum FC Barcelona.
Gonzalo Higuain wechselte 2016 für rund 90 Millionen Euro vom SSC Neapel zu Juventus Turin.
Cristiano Ronaldo wechselte 2009 für rund 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real Madrid.
Gareth Bale wechselte 2013 für rund 101 Millionen Euro von Tottenham Hotspur zu Real Madrid.
Paul Pogba wechselte 2016 für rund 105 Millionen Euro von Juventus Turin zu Manchester United.

Will die Borussia den nächsten Schritt hin zur ersten Riege der europäischen Topklubs machen, dann sollte sie Dembele halten. Einen Spieler mit dieser Strahlkraft und Fähigkeit zu binden, wäre ein klares Signal an die Konkurrenz und die eigene Mannschaft, angreifen zu wollen. Dembele sollte in Dortmund zum Weltstar reifen. Das macht Sinn.

Von Sascha Klaverkamp

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