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Der Schalke-Kommentar

Mannschaft und Fans rücken noch enger zusammen

GELSENKIRCHEN Nervenstärke bewiesen, Moral gezeigt und noch mehr Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben getankt: Schalke hat durch das historische 4:4 in Dortmund jede Menge Erkenntnisse gewonnen, die das Team weiterbringen werden.

Mannschaft und Fans rücken noch enger zusammen

Schalker Jubel nach dem "Sieg" in Dortmund. Foto: imago

Trainer Domenico Tedesco hat es in kurzer Zeit verstanden, aus den Möglichkeiten seiner Mannschaft das nahezu Optimale herauszuholen. Acht Pflichtspiele ohne Niederlage können nicht nur mit Glück und Zufall erklärt werden. Schalke hat endlich zur Leistungskonstanz zurückgefunden, die in der vergangenen Saison verloren gegangen ist.

Art der Kommunikation überzeugt

Verblüffend war auch, mit welcher Geduld die Schalker Spieler ihre Chancen in Dortmund nutzten, ein verloren geglaubtes Spiel noch zu drehen. Psychologisch gewinnt das Unentschieden vor allem deshalb an Bedeutung, weil die Spieler mehr und mehr das Gefühl haben, ihrem Trainer in taktischen Dingen blind vertrauen zu können. Tedesco tritt dabei beileibe nicht als "allwissender Taktikguru" auf, sondern er vermittelt den Spielern in unzähligen Gesprächen Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.


Damit hilft ihm eine Qualität offenbar ganz entscheidend: Die Art seiner Kommunikation. Der 32-Jährige bezieht seine Spieler in seine taktischen Überlegungen mit ein. Naldo sprach kürzlich vom "demokratischen Chef", den Tedesco mit seiner Art der Menschenführung verkörpere.

Parallelen sind deutlich erkennbar

Von seinem Vorgänger Markus Weinzierl war dagegen bekannt, dass er mit manchen Spielern nur das Notwendigste sprach, was bei der heutigen Spielergeneration schnell zum Problem wird, wenn sportliche Erfolge ausbleiben.

Bei Tedesco darf man gespannt sein, wie er reagieren wird, wenn Schalke mal mehrere Spiele inSerie nicht gewinnt. Momentan deutet hingegen alles darauf hin, dass seine Mannschaft in der Lage ist, ihren Platz im oberen Tabellendrittel bis zur Winterpause zu festigen.

DORTMUND Für die Schalker gibt es nach dem epischen Comeback im Revierderby zwei freie Tage. Trainer Tedesco, der Architekt der königsblauen Glückseligkeit, benötigt hingegen keine Auszeit - und tüftelt am nächsten Schritt für eine glorreiche Zukunft.mehr...

Das Unentschieden in Dortmund wird dabei sicherlich beflügelnd wirken. Noch verbietet sich ein Vergleich mit den legendären Schalker "Eurofightern", die 1997 sensationell den UEFA-Cup gewannen. Aber einige Parallelen sind deutlich. Wie zu Beispiel die Tatsache, dass die aktuelle Mannschaft ähnlich wie die "Eurofighter" ein Team ist, das seine Erfolge hauptsächlich über Kampf und Einsatzbereitschaft erreicht.

Mehr spielerische Elemente

Dies zu verändern und noch mehr spielerische Elemente zum Tragen zu bringen, daran wird Tedesco mit der ihm eigenen Akribie arbeiten. Helfen kann bei diesem Vorhaben eine erfolgreiche Transferpolitik. Auf diesem Gebiet darf man gespannt sein, ob die positive Leistungsentwicklung der Mannschaft Auswirkungen auf die Personalpläne von Leon Goretzka und Max Meyer haben wird. Kommen die beiden Nationalspieler jetzt ins Grübeln, ob es sinnvoll für sie ist, Schalke zu verlassen?

Das sind spannende Fragen, die sich bald entscheiden werden. Der Feiertag für Königsblau, den Verlauf und Ausgang des Derbys darstellen, könnte damit noch an Bedeutung gewinnen. Emotional sind Mannschaft und Fans nach diesem 25. November 2017 noch enger zusammengerückt. Das ist für Schalke eine sehr gute Entwicklung.

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