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Keine Umstellungsprobleme

Stambouli profitiert von Tedescos neuen Anreizen

Gelsenkirchen Benjamin Stambouli hatte kein leichtes erstes Jahr auf Schalke. In der zweiten Saison bei den Königsblauen sieht jedoch alles danach aus, als könnte der 27-Jährige deutlich mehr Spielzeit erhalten, als im Blau-Weißen Debütjahr unter Trainer Markus Weinzierl. Der Franzose profitiert dabei von der Experementierfreudigkeit seines neuen Coaches Domenico Tedesco.

Stambouli profitiert von Tedescos neuen Anreizen

Neue Position, mehr Spielzeit - so einfach könnte die Formel für Benjamin Stambouli unter dem neuen Trainer Domenico Tedesco in dieser Saison lauten.

Als der FC Schalke 04 Mitte Juli sein erstes Testspiel am Erkenschwicker Stimberg absolvierte, machte Domenico Tedesco sofort wahr, was er bei seiner Präsentation angekündigt hatte. Er wolle, so der Schalker Trainer sinngemäß, neue Reize setzen und Spieler auch mal auf anderen Positionen einsetzen.

Stambouli überzeugt in der Dreierkette

Wie zum Beispiel Benjamin Stambouli, der in seinem ersten, sportlich eher enttäuschenden Schalke-Jahr, vorwiegend im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kam. Tedesco probierte in Erkenschwick den Franzosen erstmals als Verteidiger in der Dreierkette aus. Dort überzeugte der 27-Jährige seinen neuen Trainer offenbar so sehr, dass er ihn fortan immer dort spielen ließ.

Gelsenkirchen Zwei Spieler konnten das Schalker Training am Mittwochvormittag nicht mitmachen. Im Hinblick auf die kommenden Englischen Wochen wird eine gute Personallage bei den Königsblauen wichtig werden. Der Fokus der Blau-Weißen richtet sich zunächst dennoch auf das Gastspiel bei Werder Bremen im Weserstadion.mehr...

Auch Stambouli hat Gefallen an seiner neuen Position gefunden. "Dort habe ich mehr Ballbesitz und nehme aktiver Einfluss auf das Spielgeschehen", erklärte der Franzose. Umstellungsprobleme hatte er keine. "Ich habe bereits in der Jugend als Innenverteidiger gespielt. Die neue Position ist also kein Problem für mich", so der Rechtsfuß.

Sofortige Rückkehr in die Startelf

Bei Tedesco genießt er offenbar einen höheren sportlichen Stellenwert als bei Vorgänger Markus Weinzierl. Unter ihm kam Stambouli in der Bundesliga nur auf 16 Einsätze und insgesamt 839 Spielminuten. Bei Tedesco kehrte der gebürtige Marseiller nach seiner Bundesligasperre in den ersten beiden Partien gegen den VfB Stuttgart sofort in die Startformation zurück. Zuvor hatte er bei einem Freundschaftsspiel in Gütersloh sogar die Kapitänsbinde tragen dürfen. "Das war eine große Ehre für mich, auch wenn es nur eine Testbegegnung war", freute sich der Franzose.

GELSENKIRCHEN Nach dem Spiel tat er so, als könne er es selbst nicht glauben. "Was? Schon 35?", gab sich Naldo erstaunt, als ihn ein Journalist auf seinen Geburtstag ansprach und - unhöflicherweise - das Alter gleich mit erwähnte. Dem Brasilianer merkt man die 35 Jahre eben nicht an.mehr...

Deshalb hofft Stambouli, dass er in seinem zweiten Schalke-Jahr auf mehr Einsätze kommt. Seine sportlichen Ziele sind unverändert hoch. "Es tut weh, wenn man Mitte der Woche auf der Couch liegt und die internationalen Wettbewerbe verfolgt. In der nächsten Saison wollen wir mit Schalke wieder international spielen. Am liebsten natürlich in der Champions League", so der Franzose, der bei den Königsblauen noch bis zum Jahr 2020 unter Vertrag steht.

Fleißiger Zeitgenosse

Stambouli gilt außerhalb des Fußballplatzes als fleißiger Zeitgenosse. Während einige seiner Mannschaftskameraden, obwohl schon viel länger auf Schalke, kaum ein Wort Deutsch verstehen geschweige denn sprechen, kann sich Stambouli schon gut in der für ihn fremden Sprache verständigen. Da Trainer Domenico Tedesco viel Wert auf Kommunikation legt, ist das gewiss kein Nachteil.

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Stambouli kommt aus einer fußballverrückten Familie. Sein Vater Henry war Spieler, Trainer und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Olympique Marseille, sein Großvater Gerard Banade und sein Onkel Laurent Trainer beim AS Monaco. Kein Wunder also, dass der Fußball im familiären Kreis immer ein beliebtes Gesprächsthema ist. Aber nicht nach Niederlagen, dann, so Stambouli mit einem Lächeln, "sollte man mich zwei, drei Stunden besser nicht ansprechen." Er hofft, dass ihm solcher Frust in dieser Saison möglichst oft erspart bleibt.

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