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Solidarität gegen Rechts

150 Menschen demonstrieren gegen Kundgebung

INNENSTADT Der Husemannplatz bot am Samstagnachmittag, 3. Mai, ein bizarres Bild. Wo sonst die Passanten flanieren oder in der Sonne einen Kaffee trinken, waren Absperrungen aufgebaut. Die rechtsextreme Partei "Pro NRW" hatte sich zu einer Kundgebung angemeldet und wurde von lautstarken Gegendemonstranten empfangen.

150 Menschen demonstrieren gegen Kundgebung

Die Aktivisten von Pro NRW sahen sich einer Wand aus Gegendemonstranten gegenüber.

„Flüchtlinge bleiben, Nazis vertreiben“, skandierten die rund 150 Gegendemonstranten. Darunter waren verschiedene politische Gruppierungen, wie die Jusos, die Linke und die Föderation Demokratischer Arbeitervereine. Bereits eine Stunde vor dem Eintreffen von "Pro NRW" hatte sich an der Ecke Kortumstraße/Huestraße das Bündnis gegen Rechts versammelt. Mit Redebeiträgen sprachen sich die Aktivisten gegen die Parolen der Rechten aus. „Wir werden nicht zulassen, dass rassistische Parteien wie die "Pro NRW" ihre menschenverachtende Politik ungehindert verbreiten können“, sagte Antonia Kreul vom Flüchtlingsrat NRW. „Wir sehen es als unsere Pflicht an, rechter Propaganda entgegenzutreten.“Polizei meldete keine Auffälligkeiten Wolfgang Dominik von der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes verglich "Pro NRW" gar mit der NS-Ideologie von 1933. „Pro NRW hetzt mit Angst und Panik produzierenden Begriffen wie Überflutung, Überfremdung, Eroberung“, sagte er. Zudem erinnerte Dominik daran, dass der Namensgeber des Husemannplatzes, der Gewerkschafter Fritz Husemann, von den Nazis getötet wurde. Er forderte, dass rechte Versammlungen nicht mehr stattfinden dürfen. Nach einer guten Stunde bauten die knapp 20 Aktivisten von "Pro NRW" ihren Stand und den schwarz-rot-goldenen Fahnen wieder ab und verließen die Innenstadt. Die Polizei meldete keine Auffälligkeiten.

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