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Blindgänger entschärft

Bombenfund im Schatten der Kirche

AHAUS Eine Bombe ist am Dienstagvormittag auf einem Baugrundstück an der Wessumer Gartenstraße gefunden worden. Häuser im Umkreis von 50 Metern mussten evakuiert werden. Gegen 14.30 Uhr war die Fliegerbombe entschärft, die Sperrung konnte aufgehoben werden.

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Die Bombe in der Baugrube

Die Baugrube mit der Bombe ist mit Flatterband abgesperrt, die Häuser müssen evakuiert werden.

Der Bereich rund um den Bombenfund ist mit Flatterband abgesperrt, die umliegenden Häuser müssen noch evakuiert werden.

Die entschärfte Bombe

Dienstagmorgen, 10 Uhr: Dem Baggerfahrer einer Wessumer Baufirma rollt bei Arbeiten auf einem Gelände an der Gartenstraße ein Blindgänger aus der Schaufel. Die Fläche diente früher als Spiel- und Bolzplatz. Jetzt soll sie bebaut werden, die Versorgungsleitungen wurden schon gelegt. Der Baggerfahrer informiert das städtische Ordnungsamt. Die Stadt teilt den Fund dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe mit.

Schlagempfindlich

Kurz vor 12 Uhr trifft deren Mitarbeiter Uwe Pawlowski mit einem Kollegen an der Fundstelle ein. Der 54-Jährige arbeitet seit 2007 als Feuerwerker bei der Bezirksregierung. Der Blindgänger in Wessum ist die 198. Bombe, die er entschärfen soll. „Eine 50 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe mit Heckzünder“, stellt Pawlowski nach einer ersten Untersuchung fest. Die Bombe aus dem 2. Weltkrieg ist extrem verrostet. Pawlowski benötigt längere Zeit, um den mechanischen Langzeitzünder freizulegen. Die Gefahr: Es können sich am Zünder über die Jahrzehnte Metallsalze gebildet haben, die sehr schlagempfindlich reagieren. Dann die Entscheidung: „Wir evakuieren“. Die Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes gehen auf Nummer sicher. In einem Umkreis von 50 Metern um den Fundort sollen die Anlieger ihre Häuser verlassen. Darum kümmern sich Mitarbeiter des Ordnungsamtes und Polizeibeamte.

Evakuierung

Mehrere Wessumer kommentieren hinter der Absperrung den Bombenfund: „Da stand früher ein Bunker“, sagt einer. „Da bin ich ja ein Leben lang auf dem Spielplatz drüber hergelaufen“, sagt ein anderer zu der Angabe des Baggerführers, die Bombe habe weniger als einen Meter unter der Erde gelegen. „50 Kilogramm? Die Russen hatten so was als Handgranate“, relativiert ein Senior. 13.45 Uhr: Mitarbeiter des Ordnungsamtes und Polizeibeamte informieren die Bewohner in 15 betroffenen Häusern. Gut eine Viertelstunde, dann sind die Wohnungen geräumt. Nur die Wenigsten waren am Vormittag zu Hause.

"Jede Bombe ist anders"

14.03 Uhr: Uwe Pawlowski beginnt mit der Entschärfung, um 14.27 Uhr gibt er Entwarnung, der Zünder ist entfernt. „Routine darf dabei nicht aufkommen“, sagt der Feuerwerker. „Der Sprengstoff verliert nichts an Kraft.“ Den in Wessum gefundenen Typ hat der Fachmann schon ein paar Mal entschärft. „Aber jede Bombe ist anders.“ Das Grundstück an der Gartenstraße war übrigens vor Baubeginn auf Blindgänger untersucht worden. Theo Witte vom Ordnungsamt: „Die Luftbildauswertung war negativ.“

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Die Bombe in der Baugrube

Die Baugrube mit der Bombe ist mit Flatterband abgesperrt, die Häuser müssen evakuiert werden.

Der Bereich rund um den Bombenfund ist mit Flatterband abgesperrt, die umliegenden Häuser müssen noch evakuiert werden.

Die entschärfte Bombe

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