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Lesung mit Jürgen Kehrer

Der Mann hinter Wilsberg

Ahaus Jürgen Kehrer las aus seinem aktuellen Krimi „Ein bisschen Mord muss sein“ und verriet wie seine Romane und die Fernsehserie zusammenhängen.

Der Mann hinter Wilsberg

Jürgen Kehrer las in der Ahauser Stadthalle aus „Ein bisschen Mord muss sein“. Dabei nutzte er zwischendurch auch die Technik, um passende Musik abzuspielen. Foto: Julius Schenkel Foto: Christiane Nitsche

Nicht nur mit dem Buch in der Hand, sondern auch mit Laptop und Lautsprecher bewaffnet, las am vergangenen Mittwoch Jürgen Kehrer vor einem „kleinen, aber feinen“ Publikum aus seinem aktuellsten „Wilsberg“ vor. Vor knapp 30 Zuhörern trat der Krimiautor in der Ahauser Stadthalle auf. Eingeladen hatte der Seniorenkreis „Treff 55+“.

Kehrer, der wie seine Romanfigur Georg Wilsberg in Münster lebt, spielte während seiner Lesung immer wieder Musik und stimmungsvolle Hintergrundgeräusche ab, die die Lesung spannend gestalteten. So ertönte mehrmals das Lied „Goldstück“ in den von Kehrer gewählten Pausen. Den Schlager hatte Kehrer extra für sein neuestes Werk aufnehmen lassen.

Ein neuer Fall

Im Laufe der Lesung stellte sich heraus, dass der Hit nicht nur die Lesung auflockerte, sondern für den Fall eine zentrale Bedeutung hat. Mit „Ein bisschen Mord muss sein“ kehrte Kehrer im Jahr 2015 nach langjähriger Wilsberg-Pause mit einem neuen Fall für den gescheiterten Anwalt und trotzigen Privatdetektiv zurück. Wilsbergs alter Freund und Schlagerstar Wolfram Schniederbecke, genannt Wolf Schatz, bittet seinen ehemaligen Studienfreund darum, ihm beim Begleichen seiner Spielschulden zu helfen. Die Geschichte nimmt daraufhin einige spannende und im wahrsten Sinne des Wortes explosive Wendungen. Kehrer las aus mehreren Kapiteln vor, hielt es aber offen, wie der Fall endet und wer hinter der Erpressung von Wolfgang Schatz steckt.

Der Autor verlieh durch Stimmänderungen seinen Figuren eine eigene Note. Man merkte, dass Kehrer sein Handwerk beherrscht. Am Ende gab es viel Beifall und zahlreiche Fragen an den Autoren. Viele der Zuhörer interessierten sich für die Beziehung Kehrers zur beliebten Fernsehsendung. Kehrer, welcher zusammen mit seiner Frau Sandra Lüpkes auch an Drehbüchern für die ZDF-Fernsehserie arbeitet, erklärte, dass sich die Romane mittlerweile stark von der Fernsehserie unterscheiden.

Anders entwickelt

So sei es zum Beispiel für die Filme aus pragmatischen Gründen notwendig, die gleiche Ausgangslage beizubehalten. Auch viele der bekannten Nebendarsteller der Serie basierten zwar auf Romanfiguren, hätten sich aber zu eigenständigen Charakteren entwickelt. Auf die Frage, ob er Probleme mit einigen Folgen hätte, antwortete er diplomatisch: „Mir gefallen manche Filme besser als andere. Das ist ja ganz normal.“

Kehrer ließ durchblicken, dass seine Romane oft im Schatten der Serie und er selber im Schatten seiner Figur stehen würde. Er habe schon miterlebt, wie Leute den Saal verließen, weil sie nicht mit ihm, sondern dem Hauptdarsteller Leonard Lansink gerechnet hatten. Schade eigentlich. Denn die Lesung ließ erahnen, dass der Romane ebenfalls ein wahres „Goldstück“ ist.

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