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Bessere Berufsvorbereitung ist das Ziel

Gesamtschule soll zur Modellschule werden

Ahaus Viele Jugendliche wissen nicht, was sie einmal werden wollen. Erschreckend viele brechen Ausbildung oder Studium ab. Dem soll schon früh entgegengewirkt werden. Die Gesamtschule wird dafür zur „Modellschule Ahaus“.

Gesamtschule soll zur Modellschule werden

Die Leiterin der Gesamtschule, Margot Brügger (links), und ihre Stellvertreterin Patricia Cürlis, Foto: Ronny von Wangenheim

GLIF – hinter dieser Abkürzung verbirgt sich das Projekt „Gemeinsam lernen, individuell fördern“, über das jetzt die Politiker entscheiden werden. Stimmen Schulausschuss und Rat in diesem Monat zu, könnte es im kommenden Jahr losgehen. Stadt und Gesamtschule bereiten mit weiteren Partnern seit zwei Jahren das Modell vor.

Es ist ein Leader-Projekt. 142.000 Euro sind für die ersten beiden Jahre vorgesehen. Während über den Leader-Anteil die notwendige Stelle eines Projektkoordinators geschaffen werden soll, will die Stadt Ahaus mit ihrem 35-prozentigen Anteil bei den Berufsbildungsstätten (BBS) eine Werkstatt einrichten.

Verschiedene Berufsfelder

Hier werden die Schüler dann schon sehr früh mit verschiedenen Berufsfeldern vertraut gemacht. Neben dem Handwerk sind auch andere Bereiche wie etwa Dienstleistungen Thema. Dazu könnten Vertreter von Versicherungen, aus dem Handel oder aus Baken in die Schule kommen. Das Interesse der Firmen ist da. „Wir werden täglich von Unternehmen angerufen, die ihre Ideen einbringen wollen“, sagt Margot Brügger, Leiterin der Gesamtschule Ahaus.

Vielleicht das Wichtigste an dem Modellprojekt: Nicht erst im achten Schuljahr mit Potenzialanalyse und Praktika soll es mit der Berufsfindung losgehen, sondern bereits in der fünften Klasse. „In Mathematik, Deutsch und Motorik wird es Diagnostik geben“, so Margot Brügger. Wo sind die Stärken, wo ist Förderbedarf – mit diesen Erkenntnissen können Neigungen und Stärken verknüpft und so die individuelle Schullaufbahn jedes Schülers bewusster gestaltet werden.

Zunehmende Verunsicherung der Schüler

Zum Hintergrund des Projekts sagt Beigeordneter Werner Leuker: „Die Gesellschaft verändert sich. Die Berufsorientierung ist nicht mehr so stark wie früher im Elternhaus verhaftet.“ Margot Brügger beobachtet eine zunehmende Verunsicherung bei Schülern, was die berufliche Zukunft angeht. „Man kann zuschauen, wie sich neue Berufe entwickeln“, sagt sie und ist überzeugt, dass mit der Digitalisierung noch ganz andere Dimensionen erreicht werden. Sie betont: „Es geht nicht nur darum, Abbrüche zu vermeiden. Die Jugendlichen sollen einen Beruf finden, den sie gerne machen, der ihnen Zufriedenheit gibt.“

Nach zwei Jahren, in der es vor allem um den Aufbau der Strukturen geht, soll das Projekt in einer weiteren Phase vom Land finanziert werden. Es wird wissenschaftlich begleitet. Denn das Ziel ist, dass dieses landesweit erste Projekt dieser Art von anderen Schulen übernommen werden kann – in Ahaus und darüber hinaus.

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