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Medienhaus Lensing Hilfswerk fördert zwei Projekte

Glück statt Voting

AHAUS/HEEK/LEGDEN/STADTLOHN Das Medienhaus Lensing Hilfswerk fördert in diesem Jahr zwei lokale Projekte mit jeweils 2500 Euro. Eine Jury hatte aus vielen Vorschläge aus den Bereichen Bildung, soziales Engagement und Ehrenamt fünf Projekte ausgewählt und im Internet zur Abstimmung gestellt. Doch leider ist unsere Abstimmung manipuliert worden und wir haben entschieden, sie zu stoppen.

Glück statt Voting

Es gab zu viele Sprünge innerhalb kürzester Zeit bei unserem Voting. Dies lässt kein ehrliches Ergebnis zu. Foto: picture alliance / Nicolas Armer

Dass das Voting manipuliert wurde, können wir an der Anzahl der Stimmen - über 43.000 und an den Sprüngen innerhalb kurzer Zeit - erkennen. "Damit ist das Ergebnis eindeutig falsch und leider nicht mehr das ehrliche Ergebnis der Leserinnen und Leser der Münsterland Zeitung. Deswegen haben wir die Abstimmung gestoppt. Das Los wird nun entscheiden, wer gewinnt. Die Gewinner werden wir zeitnah ziehen und informieren", sagt Stephanie Süper, Geschäftsführerin des Medienhaus Lensing Hilfswerks.

Eines der Projekte hatte während des laufenden Votings seine Teilnahme zurückgezogen. So bleiben für das Glückslos vier Bewerber aus den Ahaus, Legden, Heek und Stadtlohn übrig. Diese Projekte stellen wir hier in alphabetischer Reihenfolge vor. Eigentlich sollte es an unseren Lesern liegen, per Online-Voting zu entscheiden, welche beiden Projekte die Förderung erhalten sollen. Nun wird Fortuna entscheiden. Hier die vier Projekte im Überblick:

Glück statt Voting

Rektorin Bärbel Fleer und Konrektor Ansgar Voss halten ein Bild Anne Franks in Händen. Die Anne-Frank-Realschule in Ahaus bewirbt sich, um die Vorbereitungen zum 40-jährigen bestehen der Schule zu unterstützen. Foto: Lena Beneke

Anne-Frank-Realschule hat viele Ideen für die 40-Jahr-Feier

40 Jahre besteht die Anne-Frank-Realschule in diesem Jahr. Um den Geburtstag zu feiern, organisiert die Schule von Rektorin Bärbel Fleer im Juni 2018 eine ganze Festwoche, an der teils auch die Öffentlichkeit teilnehmen kann. Genau für diese Festwoche und die damit einhergehenden Projekte, von denen einige auch nach der Woche noch Bestand haben sollen, brauche die Realschule die Spende, sagt Fleer.

„Bleibt alles anders?“ ist das Thema, an dem die Schüler ihre Projekte ausrichten. Rund 40 sollen es werden. Sie beschäftigen sich mit der Schule, der Gemeinde, dem, was Schüler bewegt, fragen sich: Was bleibt? Was hat sich verändert? Was brauchen wir für unsere Zukunft?

Doch nicht nur Schülerprojekte begleiten das 40-jährige Bestehen der Schule, es soll auch anderweitig Ausdruck finden. „Vorstellen könnten wir uns ein Mosaikbild von Anne Frank an der Schulwand. Dieses Bild wäre nicht nur für die Schule, alle könnten es sehen“, sagt Bärbel Fleer. Dieses Bild solle über dem Schullogo und Namen entstehen, die unter dem Sturm Herwart ein wenig gelitten haben und noch repariert werden müssen. Bei dieser Idee überlege die Schule, mit der Ahauser Künstlerin Almut Laux zusammenzuarbeiten. „Kunst wird in der Schule einen neuen Stellenwert bekommen“, sagt Fleer.

Neben den genannten Ideen habe die Schule auch einen Afrikatag ins Auge gefasst. „Wir organisieren den Metarica-Lauf für Schulen in Afrika inzwischen das dritte Mal“, sagt Konrektor Ansgar Voss. Neben dem Sponsorenlauf in der Festwoche im kommenden Jahr wolle die Schule, so Voss, einen Tag mit Workshops zum Thema Afrika, Nachhaltigkeit und Fairtrade für 300 Schüler organisieren. „Da kostet ein Tag schon 1300 Euro insgesamt, durch die Spende würde das möglich“, sagt Voss und Rektorin Bärbel Fleer ergänzt: „Es wäre schön, den Schülern in diesem für uns besonderen Jahr die Projekte und Ideen zu ermöglichen.“


Glück statt Voting

Der Förderverein der Heeker Kreuzschule bewirbt sich um die Spende, damit die Schule ihre Porjektidee eines eigenen Radiosenders umsetzen kann. Foto: Foto: Lena Beneke

Heeker Schüler wollen selbst auf Sendung gehen

Einen Radiosender von Schülern für Schüler will die Kreuzschule einrichten. Deswegen hat sich der Förderkreis der Schule beim Hilfswerk des Medienhauses Lensing um das ausgesetzte Spendengeld beworben.

Von dem Geld will der Förderkreis das Radio-Projekt vor allem materiell unterstützen. „Es fehlt an Equipment“, sagt Kai Grosskopf, Lehrer an der Kreuzschule und Mitorganisator der „Radio AG“. Seit den Sommerferien arbeiten die elf teilnehmenden Schüler mit geliehener Ausrüstung, über die sie nicht immer verfügen können. Daher muss die Schule für das Vorhaben noch einiges Anschaffen – dazu zählen Aufnahmegeräte, Kabel, Kopfhörer, Mikrofone und einiges mehr. Zusammengerechnet braucht die Radio AG für ihr Equipment etwas mehr als 2500 Euro. „Diese Summe können wir als Förderkreis nicht stemmen“, sagt Britta Dapper, 2. Vorsitzende des Förderkreises.

Viermal im Jahr will die AG für 30 Minuten auf Sendung gehen, ausgestrahlt über einen Internetstream. Der Sendestart ist für Mai 2018 vorgesehen. Auch eine Kooperation mit Schulen in den Niederlanden, Polen und Frankreich ist geplant.

Die Themen, mit denen sich die Schüler befassen, sollen lokal, politisch und in jedem Fall schülernah sein. So entstehen gerade erste Beiträge zum Thema Berufswahl, ein Thema, das alle Schüler beschäftigt.

Es ist ein ambitioniertes Projekt, das Lehrer wie Schüler zielstrebig verfolgen. Da allerdings weder die Schüler noch die Lehrer je Radio gemacht haben, lernen sie nun gemeinsam alles von Grund auf. Dazu gehören ein Moderationstraining, ein Technikworkshop und ein Kurs, in dem allen beigebracht wird, wie sie einen Radiobeitrag produzieren und Interviews führen.

Durch die Arbeit beim eigenen Schulradio sollen die Schüler lernen, eigenständig zu arbeiten und auch einmal aus der Komfortzone auszubrechen und Neues zu wagen. „Das ist eine große Chance für die Schüler, sie erwerben durch diese Arbeit viele Kompetenzen“, sagt Martina John, Leiterin der Kreuzschule in Heek.



Glück statt Voting

Das Kinderparadies Pusteblume möchte mit der Spende in die musikalische Erziehung der jungen Schützlinge investieren. Jennifer Gerwing (v.l.), Linda Hoven, Silvia Farwick, Vanessa Wehner und Sofia Frannkemölle fangen an, den Klanggarten zu bauen. Foto: Foto: Lena Beneke

Legdener Kinder sollen einen Klanggarten bekommen

Das Kinderparadies Pusteblume bewirbt sich mit dem Ziel, die musikalische Früherziehung voranzutreiben. Von dem Geld möchte die kommissarische Leiterin Silvia Farwick nicht nur den neuen Klanggarten im Außenbereich der Kita einrichten, sondern auch Instrumente kaufen.

38 Kinder besuchen derzeit den Kindergarten Pusteblume. Sie werden von acht Erzieherinnen durch die musikalische Erziehung in der Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.

Der Kindergarten verfügt bereits über einen Grundstock an Instrumenten, sodass die Kinder Xylophon und Trommel spielen können. „Die Instrumente, die wir haben, sind teilweise bereits 25 Jahre alt. Da gibt es viel Verschleiß“, begründet Siliva Farwick die Bewerbung des Kindergartens um eine Förderung. „Eine Trommel kostet schon 500 Euro. Und auch eine Gitarre fehlt derzeit.“

Die Planung für den Klanggarten des Legdener Kindergartens steht, jetzt geht es an die Umsetzung. Beteiligt sind an diesem Teil der Projektidee auch vier angehende Erzieherinnen. Linda Hoven, Sofia Frankemölle, Jennifer Gerwing und Vanessa Wehner besuchen das Ahauser Berufskolleg Lise Meitner und setzen im Kindergarten mit dem Klanggarten ihr Schulprojekt um. Bis Weihnachten wollen sie fertig sein, sagen sie. Drei Stationen soll der Klanggarten bieten. Die Kinder können an den Geräten – wie einer Kipprassel – durch die Berührung unterschiedliche Klänge erzeugen. Die Kleinen lernen so verschiedene Töne, Tonlängen und Intensitäten kennen. Das soll zur musikalischen Früherziehung beitragen. „Unsere Kinder nehmen so etwas sehr gut an“, weiß Leiterin Silvia Farwick.

Ohne die Förderung könne der Klanggarten im Außenbereich nicht so umfangreich gebaut werden wie bisher geplant. „Für die Kinder wäre es schön, wenn man etwas Nachhaltiges schaffen könnte“, sagt Silvia Farwick. Auch auf die neuen Instrumente müsste das Kinderparadies Pusteblume ohne Spendengeld erst einmal verzichten, sagt sie.


Glück statt Voting

Berthold te Vrügt (v.l.), Prof. Heinrich Greving und Karl-Heinz Levers vom Vorstand der Jugendkulturwerkstatt arbeiten derzeit an der Projektidee „Skulptürchen“. Foto: Foto: Lena Beneke

Kultur allen Stadtlohner Jugendlichen zugänglich machen

Die Jugendkulturwerkstatt Stadtlohn bewirbt sich mit einer künstlerischen Projektidee: Berthold te Vrügt, Prof. Heinrich Greving und Karl-Heinz Levers vom Vorstand der Werkstatt arbeiten derzeit an der Projektidee „Skulptürchen“.

Aussehen soll das Ganze so: Die Stadtlohner Schulen stellen je eine Skulptur her. Thema, Material und Ausstellungsort der jeweiligen Skulptur werden von der Jugendkulturwerkstatt nicht vorgegeben. „Wir wollen es so offen halten wie möglich“, sagt Berthold te Vrügt. Die Schüler haben mindestens ein Jahr Zeit, die Skulptur zu fertigen. „Heute denken wir oft kurzfristig und haben wenig Zeit. Beim Projekt ist das Gegenteil der Fall“, erklärt te Vrügt. Die Schüler sollen Zeit haben, für das Projekt, für Kreativität. Es gehe darum, durch dieses kulturelle Projekt Netzwerke zwischen den unterschiedlichen Schulen zu schaffen. Kunst soll vereinen. Außerdem wolle man soziale Kompetenzen vermitteln, sagt Karl-Heinz Levers. Bildung im kulturellen Bereich werde oft vernachlässigt, finden die Ehrenamtlichen von der Jugendkulturwerkstatt. „Daher hätte die Unterstützung durch die Spende einen hohen symbolischen Wert.“

Vorerst ist das Projekt nur für die weiterführenden Schulen in Stadtlohn vorgesehen. „Das Interesse der Schulen ist da“, sagen die Ehrenamtlichen. Ob es mehr als eine Skulptur pro Schule geben kann und ob auch Grundschulen in das Projekt eingebunden werden können, sei eine Ressourcenfrage, sagt Heinrich Greving. Umsetzen wolle die Jugendkulturwerkstatt das Kunst-Projekt aber auf jeden Fall. „Das Geld ginge zu 100 Prozent in das Projekt, es gibt keine Verwaltungskosten“, sagt te Vrügt. Die Jugendkulturwerkstatt will – vor allem sozial schwachen – Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kultur ermöglichen.

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