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Fortschritte beim Neubau

Kaufhaus Berken: Eine Decke für die Tiefgarage

Ahaus Der Bau des Kaufhauses Berken in Ahaus macht sichtbare Fortschritte. Die Tiefgarage ist inzwischen unter einer Decke verschwunden. Investor Hans-Georg Berken-Schirmeisen äußert sich auch zum Eröffnungstermin.

Kaufhaus Berken: Eine Decke für die Tiefgarage

Investor Hans-Georg Berken-Schirmeisen auf der Baustelle in der Ahauser City. Foto: FOTO: Christian Boedding

Zehn Millionen Euro investiert Hans-Georg Berken-Schirmeisen in den Bau seines Kaufhauses in der Ahauser Innenstadt. Allein drei Millionen Euro kostet die 3000 Quadratmeter große Tiefgarage mit 110 Stellplätzen. Wohin die Millionen fließen, darüber informiert sich der Inhaber der Firma Berken aus Selm regelmäßig bei Baubesprechungen vor Ort, so wie am Dienstagmorgen.

Baustelle ist problemfrei

Aktuell zieht eine Firma Dutzende Stahlträger und Stahlplatten aus der Erde. Das Metall sorgte als sogenannter Berliner Verbau dafür, dass das Erdreich nicht in die Baugrube rutschte. „Die Baustelle ist für mich jetzt problemfrei“, sagt Hans-Georg Berken-Schirmeisen. „Wenn sie mit dem Bau aus dem Boden raus sind, sind die Unwägbarkeiten weg.“ Dabei ging es zum Beispiel um den Guss der Sohlplatte. Allein dafür flossen 2800 Kubikmeter Beton aus den Betonmischern. „Teilweise fuhren bis zu 80 Lastwagen am Tag.“

Großer Kran

Auch die Wasserhaltung war ein Thema, ebenso die Beschaffenheit des Untergrunds. „Ein Teil des Areals gehörte früher zu einer Baustoffhandlung. Wir mussten 400 Quadratmeter ölverseuchten Boden abfahren.“ Die Kosten: 30.000 Euro. Wer die Baustelle das erste Mal sieht, der schaut sofort auf den riesigen Kran in der Mitte. „Der war schwierig zu bekommen“, erklärt der Investor. „Solche Kräne sind auf Jahre ausgebucht. Der Bauunternehmer hätte auch lieber drei kleinere Kräne aufgestellt, weil er vieles dann gleichzeitig machen kann.“ Aber die schweren Betonelemente für die Tiefgarage machten das Stahlungetüm erforderlich. Nur für den Kran war unter der 80 Zentimeter dicken Sohlplatte ein eigenes Fundament erforderlich – 1,20 Meter dick und sieben mal sieben Meter groß.

Technik und Ladenbau

Die Tiefgarage ist unter einer Decke verschwunden, die nächste Decke fürs Erdgeschoss soll bis Weihnachten fertig sein. „Dann noch eine fürs Obergeschoss und dann fehlt nur noch der Dachstuhl und wir bekommen den Bau trocken.“ Bis zur Eröffnung des Kaufhauses ist aber noch etliches an Technik und Ladenbau erforderlich. „So ein Projekt ist nicht in einem Jahr Bauzeit zu schaffen.“

Seit August ist Leben auf der Baustelle. Aktuell sind täglich rund 15 Bauarbeiter vor Ort. Vielleicht könne das Kaufhaus im Herbst 2018 eröffnen, vielleicht auch erst im Frühjahr 2019. „Je nachdem, ob es einen harten Winter gibt.“

Hart wird es auch für die drei Platanen, die vor dem künftigen Eingang des Kaufhauses am Rathausplatz stehen. „Zwei davon sind wohl kaputt“, sagt Hans-Georg Berken-Schirmeisen und blickt auf die Bäume. Aber das ist eine andere Baustelle.

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