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Verbindung gebaut

Kürzerer Weg zum Friedhof

AHAUS Plötzlich tun sich ganz neue Wege auf: Seit Ende vergangener Woche gibt es die vor allem von älteren Ahausern geforderte direkte Verbindung vom Friedhofsparkplatz (Zum Rotering) zum Gräberfeld. Die Stadt habe das Dilemma "pragmatisch gelöst", hieß es am Montag dazu auf Anfrage aus dem Büro der Bürgermeisterin. 6000 Euro werden für diese pragmatische Lösung fällig.

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Mitarbeiter eines Garten- und Landschaftsbau-Unternehmens erstellen einen Fußweg am städtischen Friedhof.

Abkürzung: Der neue Fußweg zwischen dem Friedhofs-Parkplatz und dem Gräberfeld.

Unsere Zeitung griff Anfang Mai den Hinweis eines Lesers auf. Er und weitere Ahauser monierten, dass es keinen direkten Zugang von den neuen Stellplätzen zu den Gräbern gebe. Erst müsse man umständlich um den Zaun am Parkplatz herum und eine Rampe hochgehen. Auf das Problem angesprochen, erklärte die Verwaltung: "Die Politik ist gefordert."

Aus den Reihen der Lokalpolitiker wurde alsdann Unmut über "offenkundige Fehlplanungen" geäußert. Die CDU-Fraktion beantragte einen Ortstermin, um zu beurteilen, was zu tun sei. Doch die Verwaltung war schneller.

Vorgehen abgesprochen

"Wir haben die Vergabe für die Wegearbeiten selber vorgenommen", erklärte Fabian Wellers von der Stadtverwaltung. "Die für die Pflasterarbeiten am vorhandenen Weg zuständige Firma war wegen anderer Arbeiten noch vor Ort". Dabei sei der geforderte Weg angelegt und gepflastert worden. Die Stadt habe ihr Vorgehen mit dem Planungsausschuss-Vorsitzenden Andreas Dönnebrink (SPD) besprochen. Fabian Wellers: "Warum so gehandelt wurde, wird der Ausschussvorsitzende bei einem Ortstermin vor der nächsten Sitzung des Planungsausschusses bekannt geben."

Etwas bekannt zu geben hat auch Heinrich Kettler, seines Zeichens Fachplaner für Friedhöfe bei der Firma Cemterra in Münster. Ihn ärgert, dass der Firmenname eventuell bei der Diskussion um die Parkplätze ins Spiel gebracht wurde oder noch werde. Kettler: "Wir haben den Parkplatz und die Zuwegung zum Friedhof nicht geplant. Unser Planungsauftrag endete an der Friedhofsgrenze." Die Cemterra erhielt seinerzeit den Auftrag für die Friedhofsentwicklung "Neue Mitte". Zu den Maßnahmen zählen neue Grabarten wie Schlicht-, Urnen-, Erd- und Baumgräber sowie eine Sarggemeinschaftsgrabanlage.

Stadt plante Parkflächen

Heinrich Kettler: "Den Friedhofs-Parkplatz hat die Stadt selber geplant." Das bestätigte Fabian Wellers und nannte den Grund: "Es handelt sich nicht um einen reinen Friedhofsparkplatz, sondern um einen öffentlichen Parkplatz. Die Stadt hat ihn im Rahmen der Parkraumbewirtschaftung geplant."

Das allerdings nach den von der Politik gemachten Vorgaben - so steht es in einer E-Mail von Bürgermeisterin Karola Voß an den Planungsausschuss. Von "offenkundigen Fehlplanungen" könne dennoch nicht gesprochen werden.

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Mitarbeiter eines Garten- und Landschaftsbau-Unternehmens erstellen einen Fußweg am städtischen Friedhof.

Abkürzung: Der neue Fußweg zwischen dem Friedhofs-Parkplatz und dem Gräberfeld.

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