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Vier Monate Gefängnis

Richterin zeigte keine Gnade

Ahaus 6,2 Gramm Amphetamin, gekauft für 20 Euro, brachten einen Ahauser vor Gericht. Ihn traf am Montag die volle Härte des Gesetzes.

Richterin zeigte keine Gnade

Damit hatte der Angeklagte, der sich am Montag im Amtsgericht verantworten musste, nun wirklich nicht gerechnet. Es war der 24. März 2017, als um 11.40 Uhr plötzlich ein Auto ziemlich scharf vor dem 34-Jährigen bremste. Der Ahauser stand zu der Zeit vor einem Supermarkt an der Bahnhofstraße und dachte zuerst, bei dem Autofahrer handele es sich um einen Komplizen eines Ladendiebs. Doch der vermeintliche Mittäter stellte sich als Polizist heraus. „Der sagte mir dann, ich solle die illegalen Sachen rausrücken.“ Was der Ahauser auch tat. Er händigte dem Beamten 6,2 Gramm Amphetamin aus, die er kurz zuvor für 20 Euro gekauft hatte. Die Polizei war auf ihn aufmerksam geworden, weil sie die Adresse des Verkäufers observiert hatte. Es war nicht das erste Mal, dass der Ahauser vor Gericht stand. Sein Vorstrafenregister reicht bis 2002 zurück. Mit dem Drogendelikt verstieß der Angeklagte gleich gegen drei laufende Bewährungen.

Schon zwei Therapien absolviert

Zur Sache äußerte der Angeklagte, dass er dafür bekannt sei, Drogen zu konsumieren. Zwei Therapien habe er hinter sich, um davon loszukommen. „Sie haben mit dem Drogenkonsum endgültig aufgehört?“ fragte die Richterin. Die Antwort des Angeklagten: „Endgültig, das hört sich so lange an.“ Zwischen 2014 und Anfang 2017 habe er fast immer unter Drogen gestanden. „Ich konsumiere, weil es mir im Umgang mit meinen Gedanken hilft.“ Zumeist seien es schlechte Gedanken. So berichtete die Bewährungshelferin von familiären Problemen des 34-Jährigen. „Seine Ex-Freundin lebt mit den gemeinsamen Kindern bei seinem Vater. Das belastet ihn sehr.“ Seit 2010 stehe der Angeklagte unter Bewährungsaufsicht. „Zwischendurch gab es Schwierigkeiten mit der Ableistung der auferlegten Sozialstunden.“ Aktuell müsste er eine ambulante Therapie absolvieren. Das sei zeitlich nicht so einfach. „Er hat eine Arbeit aufgenommen, aber noch kein geregeltes Schichtsystem.“

Prognose nicht positiv

Die Staatsanwältin forderte für den Ahauser eine Freiheitsstrafe von vier Monaten – ohne Bewährung. Die Sozialprognose erscheine aufgrund der Bewährungsverstöße nicht positiv. Sein Mandant habe einen Job und liege dem Staat nicht auf der Tasche, erklärte der Verteidiger. „Demnächst zahlt er Unterhalt für seine Kinder.“ Der Verteidiger berichtete, dass sich die Ex-Freundin und der Vater des Angeklagten gerade getrennt hätten. „Da sind keine Risiken mehr zu erwarten“, bat er für seinen Mandanten um eine Bewährungsstrafe. Vor der Urteilsverkündung hatte der Ahauser das letzte Wort: „Zwei Personen hatten sich auf eklige Art und Weise zusammengetan und ich musste das jeden Tag so hinnehmen.“ Jetzt sei sein Problem weg.

Das wirkte sich jedoch nicht strafmildernd aus. Die Richterin verurteilte den 34-Jährigen wie von der Staatsanwältin gefordert. „Sie sind ein Bewährungsversager.“ Eine neue Freundin, ein Job und die Kinder seien Anreiz, ein Leben in Freiheit zu verbringen. „Aber Sie haben gezeigt, dass Bewährungen Sie nicht von der Begehung von Straftaten abhalten. Sie können keinen Schlussstrich ziehen.“

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