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Vorsicht bei Blaulicht

Schneller Einsatz birgt Risiken

AHAUS An der viel befahrenen Fuistingstraße soll ein Feuerwehrgerätehaus gebaut werden. Das könnte zu Problemen zwischen Einsatzkräften und Radfahrern führen.

Schneller Einsatz birgt Risiken

Schnell raus zum Einsatz und dann am Kreisverkehr abgebremst werden. Bei Blaulicht-Fahrten sollte es zügiger vonstatten gehen. Foto Gehring Foto: Markus Gehring

Über die Fuistingstraße rein, über die Hocksstraße raus, das ist der Plan. Wenn das neue Feuerwehrgerätehaus an der Fuistingstraße steht, sollen die Einsatzkräfte über die Fuistingstraße anfahren und über die sogenannte Alarmausfahrt an der Hocksstraße zum Einsatzort ausrücken. Soweit die Theorie.

Doch wie soll das praktisch aussehen? Diese Frage stellten am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtentwicklung gleich mehrere Lokalpolitiker. Andreas Beckers (UWG) wollte wissen, ob für die Einsatzkräfte eine Ampel-Sonderschaltung an der Fuistingstraße vorgesehen sei. So ist es möglich, dass per Funktechnik am Einsatzwagen die Ampeln auf dem Weg zum Einsatzort freigeschaltet werden. „Über eine Priorisierung der Ampelschaltung kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen“, antwortete Erster Beigeordneter Hans-Georg Althoff. „Ich gehe davon aus, dass es besprochen wird.“

Radfahrer unterwegs

Thomas Vortkamp (CDU) hakte nach, wie bei Einsätzen auf die an der Fuistingstraße fahrenden Radfahrer – tagsüber zumeist Schüler – reagiert werde. „Müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, wenn die Fahrzeuge ausrücken?“ Beigeordneter Georg Beckmann: „Das sind Details, die noch zu bearbeiten sind. Uns ging es darum, heute die Entwurfsplanung vorzustellen.“ Diesen Part hatte zuvor Tobias Fleuth vom Ahauser Architekturbüro Weitkamp und Partner übernommen. Für rund eine Million Euro – ohne Inventar – baut die Stadt auf dem 2500 Quadratmeter großen Grundstück das neue Gerätehaus.

Geplant ist ein eingeschossiges Bauwerk (Flachdach) in Massivbauweise. „Das passt am besten zum Standort“, erklärte Fleuth. „Wir möchten gerne ortstypische Materialien verbauen.“ Vorrangig werde Verblendmauerwerk verwendet, um das Gebäude soll sich ein Lichtband schlängeln. Der überdachte Eingangsbereich wird eine Alu-Paneele in verschiedenen Rot-Nuancen erhalten, im Gebäude selbst gibt es einen Funk- und Technikraum, eine Teeküche, ein Lager, einen Besprechungsraum sowie einen Umkleide- und Sozialbereich für Feuerwehrmänner und -frauen. Der Zugang in die Fahrzeughalle, die über zwei Sektionaltore verfügt, ist über eine Schleuse vorgesehen. „Kurze Wege im Einsatzfall“, erklärte Tobias Fleuth zur Gesamtplanung.

Summe umstritten

Zwar hatte der Planer erklärt, dass die Kosten „konservativ“ ermittelt worden seien, doch hielt Andreas Beckers die Summe für zu hoch. „Eine Million Euro nur für Platz für zwei Autos und einige Feuerwehrmänner und -frauen.“ Er regte an, über alternative Baumaterialien nachzudenken. Thomas Fleuth dazu: „Wir haben an dieser Stelle Wert auf die Optik gelegt.“ Was Ludwig Niestegge (SPD) gut gefiel. „Das Gebäude passt ins Umfeld.“ Bestätigung habe es auch von der Ahauser Feuerwehrführung gegeben, erklärte Hans-Georg Althoff. „Wir haben die Planung in mehreren Gesprächen abgestimmt. Es gab breite Zustimmung.“ Reinhard Horst (FDP) kritisierte denn auch nicht den Planentwurf, allerdings die Standortwahl – wie schon häufiger. Die Liberalen hätten das neue Gerätehaus lieber an der Fürstenkämpe gesehen.

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