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Drei Euro am Tag

St.-Marien-Krankenhaus macht das Parken teurer

15 Jahre lang blieben die Parkgebühren am Ahauser Krankenhaus stabil. Jetzt gab es eine Anhebung um bis zu 300 Prozent.

St.-Marien-Krankenhaus macht das Parken teurer

Wer am Krankenhaus parkt, muss jetzt mehr Kleingeld mitnehmen. Die Tageshöchstgebühr liegt neuerdings bei drei Euro, vorher war für das Tagesparken lediglich ein Euro zu bezahlen. Foto: FOTO: Christian Boedding

Das St. Marien-Krankenhaus in Ahaus hat 15 Jahre lang die Parkgebühren nicht erhöht. Jetzt gab es eine Steigerung um gleich 300 Prozent bei der Tages-Höchstgebühr. Statt wie früher einen Euro müssen Parkplatzbenutzer jetzt drei Euro in einen der insgesamt sechs Parkscheinautomaten werfen. Seit dem 25. Oktober gilt die neue Gebührenregelung, auf die im Krankenhaus per Aushang hingewiesen wurde.

An Werktagen zwischen 8 und 18 Uhr sowie samstags zwischen 9 und 13 Uhr kostet die erste Stunde Parken jetzt 50 Cent und jede weitere halbe Stunde ebenfalls 50 Cent. Bis zu einer Parkdauer von drei Stunden sind 2,50 Euro zu zahlen. Einen Tag Parken kostet 3 Euro. Sonn- und feiertags ist das Parken kostenlos. Vormals wurde das Parkentgelt folgendermaßen abgerechnet: Je angefangene zwölf Minuten waren fünf Cent zu zahlen, für eine Parkdauer bis drei Stunden 75 Cent und für das ganztägige Parken war ein Euro fällig.

Wirtschaftliche Gründe

Es seien wirtschaftliche Gründe gewesen, die zur Anhebung geführt hätten, erklärte Regionalleiter Werner Lentfort am Mittwoch im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. „Wir haben allein in der jüngsten Zeit 50 neue Parkplätze geschaffen. Das ist eine Investition, die refinanziert werden muss. Der Unterhalt der Flächen ist teurer geworden. Wir kümmern uns um den Winterdienst und die Pflege der Grünanlagen.“

Auch wenn die Parkgebühren erhöht worden seien, „wir sind damit immer noch im unteren Bereich im Vergleich zu anderen Krankenhäusern in der Region“, sagte Tobias Rodig, Pressesprecher des Klinikums Westmünsterland, zu dem auch das St. Marien-Krankenhaus gehört. In Gronau liege der Tagessatz seines Wissens bei acht Euro, in Borken bei fünf Euro und in Bocholt bei sechs Euro.

Ein sensibles Thema

Gleichwohl weiß Regionalleiter Werner Lentfort, wie sensibel das Thema Parkgebühren ist. Er bat für das Vorgehen der Krankenhausleitung um Verständnis. „Die Entscheidung, die Gebühren anzuheben, ist uns schwergefallen.“ Große Sprünge könne das Krankenhaus mit den Mehreinnahmen nicht machen. Werner Lentfort: „Damit ist kein Krankenhaus zu finanzieren.“ Mit den Gebühren könnten die Parkplätze auskömmlich bewirtschaftet werden. „Viel mehr sitzt nicht drin.“

Werner Lentfort erklärte, dass in den vergangenen Jahren am Ahauser Krankenhaus immer wieder zusätzlicher Parkraum geschaffen worden sei. „Die Frequenz auf dem Gelände ist stetig gestiegen.“ Das betreffe nicht nur die Anzahl der parkenden Autos, das gelte auch für die Zahl der Patienten und die Zahl der Mitarbeiter. Was nicht zuletzt damit zu tun habe, dass das Leistungsspektrum des Krankenhauses stetig erweitert worden sei. Vor allem zwischen 8 und 12 Uhr sei der Parkraum begehrt, berichtete Lentfort, dann herrsche der größte Andrang. „Nachmittags ist es kein Problem, einen Parkplatz zu bekommen.“ Aktuell verfügt das St.-Marien-Krankenhaus über 763 Parkplätze. Neben den 419 Parkplätzen für die Besucher und Patienten stehen 344 Parkplätze für die Mitarbeiter zur Verfügung. 224 davon sind fest vergeben, 120 Mitarbeiterparkplätze befinden sich auf einem beschrankten Bereich.

254 Parkplätze betroffen
Von der Gebührenerhöhung sind die 254 bewirtschafteten Parkplätze betroffen. Gebührenfrei bleibt der vordere Parkbereich in der Nähe der Wüllener Straße. Dort gibt es 165 kostenfreie Parkplätze. Dauerparker können vergünstigte Mehrtagestickets ziehen. Laut Werner Lentfort gebe es Überlegungen, das Parkraumangebot zu erweitern. „Wir prüfen verschiedene Optionen.“ Eine Erweiterung auf eigenem Grund und Boden sei derzeit nicht mehr möglich. Unterschiedlich sehen die Krankenhausbesucher die Gebührenerhöhung. Im Gespräch mit der Münsterland Zeitung zeigten am Mittwoch etliche Autofahrer Verständnis für die Anhebung, andere sprachen von „Abzocke“ und einem kleinen Teil der Befragten war die Gebührenanhebung schlichtweg egal.

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