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Jugendliche im Ausschuss

Wunsch nach einem Unterstand

Ahaus Schüler der Canisiusschule wollen nicht mehr länger im Regen stehen. Bis zwei überdachte Bushaltestellen aufgebaut werden, kann es allerdings noch ein bisschen dauern.

Wunsch nach einem Unterstand

Schüler der Canisiusschule wünschen sich an der Hindenburgallee überdachte Unterstände. Foto: Markus Gehring

Mülleimer, Bushaltestellen und Ladestationen für Handys – diese drei Projekte liegen Ahauser Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen. Im Frühjahr beschloss der Jugendhilfeausschuss, diese Projekte weiter zu verfolgen. Am Montagabend berichteten die jungen Projektmitarbeiter im Ausschuss über den Stand der Dinge.

Bei „Pimp your City“ geht es um das Aufstellen von Müllkörben. Sechs Standorte im Stadtgebiet hat die Projektgruppe ausfindig gemacht; unter anderem an der Ridderstraße, an der Wüllener Straße und am Ottensteiner Weg. Die roten Körbe sollen mit verschiedenen Sprüchen bedruckt werden. Hier eine Auswahl: „Der Dreck muss weg“, „Gib mir den Rest“ und „Bleib sauber, mein Ahaus“. Jeder Müllkorb kostet etwa 1000 Euro. Einige Exemplare werden von Sponsoren finanziert.

Mittel aus dem Etat

Ausschussvorsitzender Alfons Gerick brachte ins Spiel, die noch fehlende Summe aus dem städtischen Etat zu nehmen. Möglicherweise komme noch das ein oder andere Unternehmen als Sponsor dazu, erklärte Bürgermeisterin Karola Voß. Sollte noch Geld fehlen, werde die Realisierung des Vorhabens mit Blick auf den Haushalt nicht scheitern.

„Lasst uns nicht im Regen stehen“, so hatte die zweite Projektgruppe ihr Vorhaben überschrieben. Es geht um zwei Unterstände an der Hindenburgallee für Schüler. Die Jugendlichen wünschen sich einen Unterstand an der Canisiusschule, neben dem Eingang zum Schlosspark. Ein zweiter Unterstand soll am Canisiusstift (Schultor) aufgestellt werden. Die Begründung der Jugendlichen: „Viele Schüler fahren mit dem Bus zur Schule und wir haben in Ahaus relativ viele Regentage.“ Die Schulleitung der Canisiusschule sei von dem Vorhaben begeistert gewesen, erklärten die Schüler im Ausschuss. Die Schulleitung des Canisiusstiftes sei kooperationsbereit. Beatrix Wantia (CDU) wies darauf hin, dass es sich um eine förderfähige Maßnahme handele. Der Nachteil: Die Umsetzung des Vorhabens werde einen etwas längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Warum, das erklärte Beigeordneter Werner Leuker: „Wir müssen warten, bis die Genehmigung vorliegt.“ Zur Höhe der Kosten konnte die Verwaltung noch keine Angaben machen.

Strom-Tankstelle für Handys

Das dritte Vorhaben ist eine geplante „Strom-Tankstelle für Handys“. Ein Projekt, das sich gar nicht so einfach realisieren lässt, wie die Jugendlichen erfahren mussten. Möglich wäre das Aufstellen von sogenannten Docking-Stations (Ladestationen) oder eine Ausgabestelle für Powerbanks (Ladegeräte), die gegen Pfand abgegeben werden. Allerdings ist es noch nicht gelungen, einen geeigneten Platz zu finden und eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen. Etliche Fragen kamen auf: Wie kann Diebstahl verhindert werden? Wer übernimmt die Wartung? Gibt es an der Ladestation eine Schließfunktion? Welche Adapter sind nötig? Alles Fragen, die noch geklärt werden müssen.

Der Jugendhilfeausschuss sprach sich dafür aus, dass alle drei Vorhaben weiter verfolgt werden.

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