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Einsatz beendet

Bombe in der Castroper Innenstadt ist erfolgreich entschärft

CASTROP-RAUXEL Es ist vollbracht: Die Weltkriegsbombe, die in der Castroper Innenstadt gefunden worden war, ist am Sonntagmittag erfolgreich entschärft worden. Um 12.40 Uhr kam die Entwarnung der Feuerwehr. Die Evakuierten durften damit wieder in ihre Häuser zurück, die gesperrten Straßen, auch die B 235 werden wieder freigegeben.

Bombe in der Castroper Innenstadt ist erfolgreich entschärft

An der Kemnade in der südlichen Innenstadt ist am Sonntag eine 5-Zentner-Bombe entschärft worden.. Foto: Volker Engel

Stand 11.45 Uhr: Die Bombenentschärfung in der südlichen Innenstadt kann kommen. Das Sperrgebiet ist bereits komplett evakuiert, letzte Sicherungsmaßnahmen laufen. Ab 12 Uhr soll entschärft werden. „Dabei wird es zwei gewollte Detonationen geben“, so Spezialist Dieter Gerth von der Feuerwehr. Einmal, um den Zünder aus der 5-Zentner-Bombe zu lösen und einmal, um den Zünder kontrolliert zu vernichten.

Bislang läuft der Einsatz in Castrop reibungslos. Das Evakuierungsgebiet ist leer. Einsatzkräfte von Polizei und anderen Hilfsdiensten kontrollieren jetzt noch einmal, ob sich auch wirklich kein Mensch im Gelände aufhält. Dann kann ab 12 Uhr der Kampfmittelräumer Volker Lenz von der Bezirksregierung an die Arbeit gehen und die Bombe entschärfen, die einen Aufschlagzünder hat. „Wenn alles normal läuft, sind wir mit dem Einsatz gegen 13 Uhr durch und können Entwarnung geben“, so Gerth. Dann können die Menschen wieder in ihre Häuser und die Straßen werden wieder freigegeben. Denn derzeit ist auch die B235, eine der wichtigsten Durchgangsstraßen der Stadt, in Castrop gesperrt.

Stand 10:32 Uhr: Jetzt ist es amtlich: In der südlichen Innenstadt ist tatsächlich eine britische 5-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder gefunden worden. Wie Dieter Gerth von der Feuerwehr um 10.40 Uhr am Telefon bestätigte, wird der Bereich rund um den Bombenfundort ab 11 Uhr evakuiert. „Und um 12 Uhr soll entschärft werden“, so Gerth. Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst sind schon vor Ort.

Stand um 9.38 Uhr: Ab 11 Uhr werden am Sonntag wegen eines möglichen Bombenfunds in der Straße In der Kemnade 2000 Menschen in der südlichen Innenstadt evakuiert. „Alles deutet auf eine Bombe hin, genauere Aufschlüsse haben wir erst gegen 10.30 Uhr“, so Spezialist Dieter Gerth von der Feuerwehr. Polizei, Feuerwehr, THW, Ordnungsamt und der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung stehen bereit, um Evakuierung und Entschärfung ab 11 Uhr vorzunehmen. Gegen 10 Uhr soll an der Stelle, an der eine Bombe vermutet wird, mit der Freilegung des Blindgängers begonnen werden, gegen 10.30 Uhr wird man dann Klarheit haben, ob es tatsächlich eine Bombe ist. „Alles deutet darauf hin“, so Gerth. Ab 11 Uhr wird dann evakuiert, gegen 12 Uhr mit der Entschärfung begonnen, Die Einsatzzentrale der Feuerwehr ist auf dem Lidl-Parkplatz an der Wittener Straße eingerichtet, von dort aus wird jetzt der Einsatz koordiniert.

Wenn es sich um eine Bombe handelt, müsste auch die Wittener Straße gesperrt werden. Ortskundige Autofahrer sollten den Bereich am Sonntagvormittag und -mittag also meiden.

Alle Hintergründe:

Bombenentschärfungen sind in unserer Stadt keine Seltenheit. Aber dass Sonntag, 12. November, die südliche Innenstadt mit dem Rochus möglicherweise evakuiert werden muss, weil höchstwahrscheinlich eine Bombe entschärft werden muss, dürfte es noch nicht gegeben haben. Betroffen von der Evakuierung ab 11 Uhr wären rund 160 Häuser mit etwa 600 Haushalten und 2000 Menschen.

Und wenn sich der Fund tatsächlich als Bombe herausstellt, die entschärft werden muss, sind jetziger OP-Bereich und Zentrale Aufnahme im Rochus tabu. Patienten und Mitarbeiter verbleiben im Krankenhaus. Weil aber nur die Frontalseite vom Rochus betroffen wäre, würde im Bedarfsfall der alte OP aktiviert. „Und die Leute gehen durch den alten Eingang, da wo er 30 Jahre lang war“, sagte Dr. Michael Glaßmeyer, Chefarzt der Frauenklinik, auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Evakuierung würde 250 Meter um den Verdachtspunkt gelten. Der ist schon lange bekannt, liegt In der Kemnade, wo Investor Kosta Boulbos gerade baut, und wurde bei einer weiteren Untersuchung noch mal bestätigt. Das mögliche Sperrgebiet reicht vom Rochus im Norden bis leicht über die Tiergartenstraße hinweg im Süden. Westlich würde es an der Grenze zum Stadtgarten und östlich auf dem ehemaligen Rennbahngelände enden.

Erdwall wurde bereits errichtet

Vorsichtshalber wurde an der Richard-Wagner-Straße schon mal ein vier Meter hoher und 15 Meter langer Erdwall errichtet. „Im Falle einer ungewollten Detonation würde er Druckwellen abfangen und Splitter abschirmen“, sagt Dieter Gerth von der Feuerwehr. Und ergänzt: „Nach ersten Bohrungen und Messungen deutet Vieles darauf hin, dass wir es tatsächlich mit einem Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zu tun haben.“ Im Einsatz sind Kampfmittelräumdienst, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und Polizei. Alle betroffenen Anwohner werden am Samstag mit Handzetteln informiert. Für die Evakuierung stünde Anwohnern das Bürgerhaus an der Leonhardstraße 4 zur Verfügung.

Betroffen wären auch die Bahnlinie zwischen Dortmunder Straße und Regerstraße, Edeka Gronemann, die ehemalige Rennbahn inklusive Spielplatz, die B 235/Wittener Straße zwischen Kreuzung Beethovenstraße und Lidl, sowie den Hausnummern 105, 53a und 44, die Feldmark zwischen Tiergartenstraße und den Hausnummern 3/4, die Regerstraße Nr. 7 und die Glückaufstraße zwischen Stadtgarten und Beethovenstraße.

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