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Fussball-Landesliga

FC Frohlinde: Sechs Gründe für Sieg

Frohlinde .Nach der 0:7-Klatsche in der Vorwoche gegen SC Obersprockhövel, hat der FC Frohlinde zuhause beim 5:2 gegen den SV Zweckel ein Zeichen gesetzt. Wir haben uns die Taktik der Frohlinder genauer angeschaut.

FC Frohlinde: Sechs Gründe für Sieg

Dietrich Liskunov vom FC Frohlinde dringt von der rechten Seite in den Strafraum ein. Foto: Volker Engel

FCF-Trainer Michael Wurst fasste nach der Partie zusammen: „Wir haben gezeigt, dass wir eine gute Landesliga-Mannschaft sind, die im oberen Tabellendrittel mitspielt.“ Zurecht konnte er stolz auf seine Elf sein. Sie spielte äußerst diszipliniert ihren Stiefel herunter. Unsere Taktikanalyse.

Spielsystem: Wie schon in Obersprockhövel ließ FCF-Trainer Michael Wurst auch gegen Zweckel in einem klassischen 4-3-3-System spielen. Beim Personal nahm er allerdings drei Wechsel vor: Daniel Schultz hütete für Tim Lüchtemeier das Frohlinder Tor; Dennis Lauth kam für Eren Ayaz und Ahmet Caki ersetzte Yannik Tielker als Mittelstürmer.

Wenig Raum: Kernstück des Frohlinder Spiels war am Sonntag das äußerst kompakt stehende Mittelfeld, welches im Verbund mit der Abwehrreihe kaum Möglichkeiten für Zweckel zugelassen hat. Bei gegnerischem Ballbesitz standen Stefan Hoffmann, Timo Erdmann und Dennis Lauth nur wenige Meter vor der Viererkette. Im Zwischenraum, völlig von seinen Teamkameraden abgeschirmt, agierte Kevin Imasua als einzige Sturmspitze der Gladbecker. Durch geschicktes Zustellen des FCF-Defensivverbundes bekam er kaum einen Ball. Gäste-Trainer Mike Theis reagierte darauf bereits nach 32 Minuten und brachte mit Kevin Klein eine zweite Sturmspitze, opferte damit aber defensive Stabilität.

Über die Flügel: Besonders Rechtsverteidiger Stefan Tiedke interpretierte seine Rolle äußerst offensiv. Als der linke Innenverteidiger Marc Flaczek den Ball an der Strafraumgrenze hatte, stand Tiedke auf der rechten Außenbahn auf einer Höhe mit Stürmer Dietrich Liskunov. Dank zweier schneller Pässe, um die Seiten zu wechseln, kreierte der FCF auf dem Flügel immer wieder Überzahlsituationen. Liskunov und Djordic nutzten zusätzlich die Breite des Spielfeldes bis auf den letzten Zentimeter aus, um Räume zu schaffen.

Variable Formation: In fast ständiger Verschiebung befand sich das Mittelfeldtrio Hoffmann, Erdmann und Lauth. In Durchgang eins attackierte Erdmann in der Mitte etwas früher als seine Mitspieler. Die schräg dahinter positionierten Kollegen kamen dann beim Pressen hinzu. Bei Ballgewinn ging es im Höchsttempo nach vorne.

In der zweiten Halbzeit spielten die Frohlinder die Kopfballvorteile des großgewachsenen Dennis Lauth aus. Lange Bälle aus der Abwehr oder von Torwart Schultz konnte er mühelos an das Offensivtrio Caki, Djordic und Liskunov weiterleiten.

Missmatches: Dieser Begriff stammt aus dem US-Sport und bezeichnet die taktische Variante, den Ball extra zu einem bestimmten Akteur zu passen, der etwa seine Geschwindigkeit oder Dribbelstärke zum Vorteil gegenüber dem in dieser Hinsicht benachteiligten Gegenspieler ausnutzen kann. Und er traf vor allem auf Mario Djordic zu, der in Eins-gegen-Eins-Situationen völlig überlegen war. Fast jeder Pass aus der eigenen Verteidigung oder von seinen Sturmkollegen wurde gefährlich. Drei Treffer sprechen eindeutig für sich. Dabei hätten es gut und gerne noch ein paar mehr werden können.

Einwechselungen: Über 75 Minuten bearbeitete Dietrich Liskunov den rechten Flügel. Gefährlich wurde es immer dann, wenn er sich bis zur Grundlinie durchkämpfte und den Ball vor das Zweckel-Tor brachte. Von der gegenüberliegenden Seite stießen seine Mitspieler ebenfalls in den Sechzehner. Dies klappte auf beiden Seiten. Anschließend kam der eingewechselte Rimon Haji (Foto), der die zunehmend entkräftete und demoralisierte Defensive der Gäste vor die nächsten Probleme stellte. Werbung in eigener Sache machte er mit seinen Vorlagen zum 4:1 und 5:1.

Fazit: Aus einem kompakten Zentrum zog der FC Frohlinde sein eigenes Spiel sehr breit auf; funktionierte als Kollektiv auch so gut, weil die Einzelspieler ihre Stärken – seien es Cakis Übersicht oder Djordics Technik und Tempo – optimal einbringen konnten. Sobald der Landesliga-Aufsteiger die Abwehrreihe von Zweckel überspielt hatte, wurde es dank der individuellen Klasse der Offensiv-Akteure brandgefährlich.

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