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Fußball Landesliga

FC Frohlinde bei 0:7-Pleite: Vorne und hinten Probleme

Frohlinde Mit einer deutlichen 0:7-Niederlage musste der FC Frohlinde vom SC Obersprockhövel heimkehren. Wir haben die Leistung der einzelnen Frohlinder Mannschaftsteile in der Nachbetrachtung analysiert.

FC Frohlinde bei 0:7-Pleite: Vorne und hinten Probleme

Die Frohlinder, hier Spielertrainer Stefan Hoffmann (M., blaues Trikot) und Kapitän Stefan Tiedke (r.), waren in den Zweikämpfen meist einen Schritt zu spät. Auf engem Raum spielten sich die Sprockhöveler leicht mit wenigen Doppelpässen durch die Frohlinder Abwehrkette. Foto: Marcel Witte

Bei einer 0:7-Niederlage gibt es im Grunde zwei Dinge, die einem direkt einfallen könnten: Die Defensive agierte sehr schwach und von der Offensive ging keine Gefahr aus. So war es auch beim FC Frohlinde am Sonntag. Eine Erklärung anhand der vier Mannschaftsteile.

Torhüter: Stammkeeper Daniel Schultz hatte vergangene Woche einen Arbeitsunfall und saß daher nur auf der Bank Tim Lüchtemeier hütete in Sprockhövel den Kasten. Er machte seine Sache gut, rettete den FCF vor allem im zweiten Durchgang vor einer noch höheren Niederlage. In der 45. Minute unterlief ihm allerdings auch ein Fehler, als er den SCO-Spieler Serkan Aydin anschoss, der schließlich zum 5:0 ins leere Tor traf.

Verteidigung: Wie sagte es Kapitän und Rechtsverteidiger Stefan Tiedke nach der Partie: „Bereits nach dem 0:2 spielen wir hinten wie vogelwild. Wir haben total die Ordnung verloren.“ Und mit dieser Einschätzung hat er recht. Das 0:1 nach 15 Sekunden war ein Schock. Aufrappeln konnten sich die Frohlinder nicht mehr. Stattdessen entstanden von Angriff zu Angriff des SC Obersprockhövel immer größere Lücken. Gegen Ende des Spiels wurde selbst von den Mittelfeldspielern des FC Frohlinde die Rückwärtsbewegung komplett eingestellt. Eine Gegenwehr fand kaum noch statt, das Ergebnis hätte noch viel höher ausfallen können – bis hin zur Zweistelligkeit.

Mittelfeld: Zu viele Fehlpässe. Das war das Hauptmanko der Frohlinder. So wie vor dem 0:3, als Mario Djordic den Ball 30 Meter vor dem eigenen Kasten verlor. Meist kamen die Angriffe der Gäste nicht über die Mittellinie hinaus. Gefahr entstand lediglich über Außen, meist über die linke Seite von Djordic. Dietrich Liskunov kam auf der linken Außenbahn kaum an Nico Jahnke vorbei und verlor des Öfteren den Ball. „Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt, und zwar das Zentrum zu schließen“, sagte SCO-Coach Sascha Höhle. Im Zentrum kam erst durch die Einwechslung von Dennis Lauth, der für den verletzten Innenverteidiger Marc Flaczek in der 25. Minute kam, etwas Stabilität rein. Da stand es aber schon 0:3.

Sturm: Yannik Tielker fand als einzige Spitze überhaupt nicht ins Spiel. Als ihm in Durchgang zwei ein Ball bei der Annahme weit versprang, rollten die Frohlinder Fans nur mit den Augen. Es passte zur gesamten Leistung des FCF, dass Tielker fast keinen Zweikampf gegen die Sprockhöveler Innenverteidigung gewann. War doch mal eine Art Kombinationsspiel zu sehen, war es meist Tielker, der den Doppelpass nicht an den Mann brachte. In der zweiten Halbzeit tauchte der Angreifer gar drei Mal vor SCO-Keeper Patrick Knieps auf, konnte den ihn aber nicht bezwingen.

Fazit: Die Frohlinder sollten sich am Sonntag, 12. November, gegen das Schlusslicht SV Zweckel vor allem in der Defensive steigern, die Abstimmung muss künftig wieder besser funktionieren. Zudem sollte die Einstellung, selbst bei einem frühen hohen Rückstand, deutlich besser werden. Die Verteidigung sowie Keeper Tim Lüchtemeier waren weite Teile der zweiten Halbzeit auf sich alleine gestellt. Nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage sollte nun aber nach einem verlorenen Spiel nicht alles hinterfragt werden. So sagte auch Obersprockhövels Trainer Sascha Höhle nach der Partie: „Man hat trotzdem gesehen, dass Frohlinde guten Fußball spielen kann.“

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