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Afghane in Castrop-Rauxel

Flüchtling Arian (15) wird erstmal nicht abgeschoben

CASTROP-RAUXEL Gute Nachrichten für den 15-jährigen Arian, der aus Castrop-Rauxel nach Afghanistan abgeschoben werden soll: Er bleibt im normalen Asylverfahren, bis ein Gericht entschieden hat, ob der Abschiebebescheid rechtskräftig ist - und das kann lange dauern.

Flüchtling Arian (15) wird erstmal nicht abgeschoben

Der 15-jährige Arian ist vor zwei Jahren aus Afghanistan geflohen, weil die Taliban seinen Vater getötet hatten. Jetzt soll er abgeschoben werden.

Dass der 15-jährige Arian wie befürchtet nach Afghanistan abgeschoben wird, wird immer unwahrscheinlicher. Linken-Chef Ingo Boxhammer hat jetzt auch die Stadtverwaltung mit dem Thema konfrontiert und auf Arians Schicksal aufmerksam gemacht.

Die Stadt, die auch Arians Vormund stellt, hat den Fall jetzt auch auf dem Schirm, sieht aber momentan keine akute Gefahr der Abschiebung für Arian. Er bleibe erst mal im normalen Asylverfahren – bis ein Gericht entschieden hat, ob der Abschiebebescheid rechtskräftig ist oder nicht. Das dauere aus Erfahrung etwa 1,5 bis 2 Jahre. So lange ist Arian hier erst mal sicher, kann zur Schule gehen und seinen Abschluss machen.

Nach Flucht aus Afghanistan

Castrop-Rauxeler (15) soll abgeschoben werden

CASTROP-RAUXEL Arian (15) ist in Afghanistan aufgewachsen, die Taliban töteten seinen Vater, er selbst konnte fliehen. Nun wohnt er seit zwei Jahren in Castrop-Rauxel. Ende Mai bekam er einen Abschiebebescheid. Doch seine Klasse und seine Lehrerin stehen hinter ihm und versuchen alles, damit Arian in Deutschland bleiben kann.mehr...

Fällt die Entscheidung gegen Arian aus, will die Stadt sich natürlich einschalten. „Wir werden dann mit Augenmaß und Menschlichkeit reagieren“, sagte Sozialdezernentin Regina Kleff. Und menschlich sei es nicht, einen 15-Jährigen alleine zurück nach Afghanistan zu schicken. Die Stadt könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht in das Asylverfahren eingreifen.

Boxhammer: "Erste Gefahr der Abschiebung gebannt"

„Wir sind erst mal zufrieden, dass die erste Gefahr der Abschiebung für Arian gebannt ist“, sagt Ingo Boxhammer im Gespräch mit unserer Redaktion. „Dennoch ist die grundsätzliche Frage, ob Afghanistan als sicheres Herkunftsland gilt, oder nicht, noch nicht geklärt.“ Die Bundesregierung müsse entscheiden – und das noch vor der Bundestagswahl im September.

„Wir brauchen eine Lösung, denn Arian steht sonst in zwei Jahren wieder vor dem Problem“, so Boxhammer weiter. Die Abschiebung schwebe immer wie ein Schwert über Arian – und vielen anderen Geflüchteten.

CASTROP-RAUXEL Seit zwei Jahren lebt der 15-jährige Arian in Castrop-Rauxel. Jetzt soll er nach Afghanistan abgeschoben werden. Linke, SPD, FDP und Grüne reagieren betroffen, empört und suchen nach Möglichkeiten, die Abschiebung abzuwenden. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe wiederum sieht die Situation etwas anders.mehr...

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