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Satzung beschlossen

Im Tierschutzverein scheint Ruhe einzukehren

Castrop-Rauxel Gestritten haben sie – immer wieder und heftig. Am Dienstag bei der inzwischen xten Mitgliederversammlung im Saal der Habinghorster Gaststätte Mythos war das anders: Der Tierschutzverein hat wie ein normaler Verein getagt. Konzentriert, in Ruhe und einig. Probleme gibt‘s trotzdem genug für die Zukunft.

Im Tierschutzverein scheint Ruhe einzukehren

Rund 2500 Quadratmeter Fläche hat der Tierschutzverein Castrop-Rauxel rund ums Tierheim ab Januar zusätzlich zur Verfügung. Es soll Auslauffläche für Hunde her. Foto: Foto: Tobias Weckenbrock

Es war jahrelang der am heißesten diskutierte Verein. Dienstagabend aber war alles anders: Der Tierschutzverein hatte die erste Versammlung seit Jahren, bei der Vorstand und Mitgliedschaft einvernehmlich und konstruktiv miteinander umgingen. Protestführer gab es keine mehr.

Dabei ist nicht alles gut rund um den Verein, der in Deininghausen das Tierheim für die Städte Castrop-Rauxel und Waltrop betreibt. Denn es gibt Finanzprobleme. Zwar verfügt der Verein laut dem Vorsitzenden Johannes Beisenherz über eine Rücklage in Höhe von 128.000 Euro – „aber das wird nicht lange reichen“.

Mehr Ausgaben als Einnahmen

Die Lage sei „sehr kritisch, aber nicht dramatisch“, so Beisenherz am Dienstagabend im Mythos. Man habe sich vorgenommen, das „Delta“, wie er sagt, zwischen Einnahmen und Ausgaben auf monatlich 1500 Euro zu verringern. (Archiv: 2016 war die Rede von rund 3000 Euro monatlich) „Das wird uns insbesondere wegen der gewachsenen tiermedizinischen Kosten nicht gelingen.“ Dabei hatten er und seine Vorstandskollegen Kristina Rummeld und Frank Feller alle Kosten hinterfragt, mit beiden Städten einen höheren Zuschuss ausgehandelt und Dienstleisterverträge gekündigt. Über mehr Mitglieder – der Verein hat aktuell 323 – und zusätzliche Tierpatenschaften, eine weitere kontinuierliche Einnahmequelle, die 2017 bisher 6700 Euro einbrachte, könne man eine Wende schaffen.

Umbau des Tierheims soll kommen

Umgebaut wird das Tierheim allemal – nur wann, ist noch nicht klar. Kristina Rummeld erläuterte, dass man die geplante Quarantänestation zur Erfüllung der Normen des Tierschutzgesetzes brauche und nur bei Einhaltung Fördermittel bekommen könne. Nun habe sie eine vorläufige Genehmigung ausgehandelt, um so doch schon an Fördertöpfe zum Beispiel beim Land zu kommen. Die sollen den Eigenanteil an Baukosten von geschätzt 60.000 bis 70.000 Euro für den Verein dämpfen.

Neben der Quarantänestation soll der Dachboden ausgebaut werden. Zudem sollen zwei Container, einer als Sozialraum, auf dem Hof aufgestellt werden. 3000 Euro von der Sparkasse werden für den Ausbau der Hundeküche verwendet. Für die Bau- und Förderanträge brauche es aber noch etwas Zeit. Ab Januar schon pachtet der Verein rund 2500 Quadratmeter Fläche (das ist etwa noch mal genauso viel, wie er aktuell hat) im Umfeld des Tierheims. Darauf soll Hunden Auslauf gegeben werden. Die Pacht des Nutzlandes sei kein wesentlicher Kostenfaktor, so Beisenherz.

Einstimmiges Votum

Die 36 anwesenden Mitglieder entlasteten den Vorstand einstimmig. Und stimmten in Tagesordnungspunkt 11, kurz vor Schluss der 100-minütigen Versammlung, bei zwei Enthaltungen geschlossen für eine Neufassung der Satzung. Die war inhaltlich schon zweimal beschlossen worden, aber stets gab es Formfehler, auf die Protestführer das zuständige Dortmunder Amtsgericht hingewiesen hatten. Nun entspricht die über 30 Jahre alte Satzung bald wieder dem aktuellen Standard. Wenn sie eingetragen ist, angepeilt ist Frühjahr 2018, soll es wieder reguläre Vorstandswahlen geben.

Streit-Historie: So war es einst im Tierschutzverein

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