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CAS-Sounds - Folge 15

Markus spielt andere Songs als Marlow

Castrop-Rauxel Markus Malchow hat zwei sehr unterschiedliche musikalische Linien. Als Markus spielt er für Patienten und Heimbewohner. Unter dem Pseudonym Marlow hat er ganz andere Titel im Repertoire. Wir haben ihn im Proberaum besucht und stellen ihn in Folge 15 unserer Serie „CAS Sounds“ vor.

Markus spielt  andere Songs als Marlow

Markus Malchow alias Marlow Callahan setzt in seiner Musik auf die akustische Gitarre. Foto: Christian Püls

Markus Malchow alias Marlow Callahan spielt als Musiker zumeist vor einem speziellen Publikum. Er tritt in Alten- und Pflegeheimen sowie in der Tagespflege oder in Demenz-Wohngemeinschaften auf. Damit verdient der 39-Jährige mittlerweile seinen Lebensunterhalt.

„Auf dem Klavier rumgeklimpert“

Musikalisch kann man Markus Malchow oder Marlow Callahan getrost als Spätstarter bezeichnen. Mit 26 Jahren bekam er die Gitarre eines Freundes in die Hände. „Vorher habe ich zu Hause nur mal auf dem Klavier meiner Eltern rumgeklimpert“, erklärt Markus Malchow, „die Musik mal zum Beruf zu machen, schien damals undenkbar.“ Stattdessen begann er im Josefshaus Habinghorst eine Ausbildung zum Altenpfleger. „Es gibt kaum einen Beruf, in dem man mehr Dankbarkeit erfährt.“

2009 dann der erste Auftritt in der Bahia de Cochinos an der Wittener Straße. Damals musste er sich für die Acoustic-Session ein passendes Instrument leihen, er hatte bloß eine E-Gitarre. Inzwischen sind akustische Gitarren ständige Begleiter. Markus Malchow hat mittlerweile rund 200 Lieder im Programm und beschäftigt zwei Mitarbeiter, um die 70 bis 80 Auftritte pro Monat überhaupt bewältigen zu können.

Er spielt auch schon mal „Mein kleiner, grüner Kaktus“

Dabei spielen Markus Malchow und Kollegen auch alte Lieder, meist 70 Jahre oder älter. Zum Beispiel Lilli Marleen (Lale Andersen) oder Mein kleiner, grüner Kaktus (Comedian Harmonists). „Das sind Sachen, die viele ältere Leute kennen“, sagt Markus Malchow. Auch Volks- und Wanderlieder gehören zum Repertoire. „Früher wurde viel öfter und selbstverständlicher gesungen“, erläutert er.

Seit fünf Jahren zieht er durch Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, wenn er nicht gerade auf Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen spielt – im sakralen Zusammenhang, nicht als Party-Musiker. Während sich so Auftritt an Auftritt reiht, versucht er, seine eigenen musikalischen Wurzeln nicht aus den Augen zu verlieren. Die liegen nun mal im Irish Folk. So hat er sich einst das irisch klingende Pseudonym Marlow Callahan zugelegt. „Bei meinen beruflichen Auftritten ist das aber manchmal irritierend, weshalb ich mich dort schlicht Markus nenne“, so der 39-Jährige.

Jetzt arbeitet er an seiner zweiten CD – mit ausschließlich eigenen Stücken

Derzeit arbeitet er an seiner zweiten CD, darauf sollen sich ausschließlich Eigenkompositionen finden. Bei seinen englischsprachigen Stücken gehe es ihm fast ausschließlich um die Melodie, um die musikalische Wirkung; der Text muss sich meist hinten anstellen. „Neulich saß ein britischer Gastschüler im Publikum“, erzählt Markus Malchow, „da habe ich mich schon gefragt, ob ich das alles eigentlich grammatikalisch richtig gemacht habe.“

Aber er singt auch auf Deutsch. Alles in allem eine gemischte Tüte Musik. „Dadurch, dass es zwei verschiedene Sprachen sind, variiert auch mein Stil.“ Eines dieser Lieder stellt er bei uns im Video vor: „Wenn Tanzen dein einziger Gang ist“ handelt von Spaß und Lebensfreude.

Alle 15 Folgen der Serie: RuhrNachrichten.de/CASsounds

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