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Mit Fotostrecke

So sehen die neuen OP-Säle im Rochus-Hospital aus

CASTROP-RAUXEL Fünf Operationen gleichzeitig - das ist seit dieser Woche am St.-Rochus-Hospital in Castrop-Rauxel möglich. Die neuen OP-Säle sind fertig und top ausgestattet. Wir haben uns die OPs angesehen, Fotos mitgebracht und erklären, wie der Weg eines Patienten dort nun aussieht.

So sehen die neuen OP-Säle im Rochus-Hospital aus

OP-Saal 4: Tageslicht von der Parkplatzseite strömt hier herein. Mehr als 70 Quadratmeter Platz haben die Chirurgen und ihre Teams.

Als er 1995 ins Rochus kam, hieß es: „Wir bauen neue OP-Säle.“ Chefarzt Dr. Michael Glaßmeyer musste 22 Jahre warten. Jetzt nicht mehr: Die neuen Säle sind fertig und betriebsbereit. Sie sind hochmodern ausgestattet. So ist im Saal 1 auch 3D-Technik verbaut. Hier haben die Operateure die Möglichkeit, bei sogenannten minimalinvasiven Verfahren Kameratechnik einzusetzen, die das dreidimensionale Sehen berücksichtigt. 

Bei diesen Verfahren wird zum Beispiel bei einer Gelenks-Operation nicht die ganze Haut aufgeschnitten, um an die erkrankte Stelle zu gelangen, sondern nur ein kleiner Schnitt gesetzt, durch den der Chirurg einen dünnen Schlauch schiebt. Im Schlauch sind kleinste Gerätschaften und eine Kamera eingelassen, die ein Live-Bild aus dem Inneren des Körpers auf drei große Bildschirme in den OP-Saal wirft.

3D-Bilder ermöglichen präziseres Arbeiten

Der Clou an der neuen Technik: Die Bilder sind in 3D. Dr. Uwe Klapper, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, vergleicht das mit einem 3D-Film im Kino, bei dem man eine spezielle Brille aufsetzt. Vorteil ist, dass der Chirurg und die Kollegen durch das „Tiefensehen“ damit Abstände besser einschätzen können. Am Ende führe das zu einer geringeren Fehlerquote, so Klapper am Mittwoch am Rande der Einsegnung der Räume.

Der Aufwachraum, in den die Patienten nach der OP geschoben werden, ist nun auch für die Patienten ansprechender gestaltet als vorher. Vier der fünf OP-Säle haben reichlich Tageslicht mit Blick über den Parkplatz vor dem Krankenhaus. Während in den drei alten OP-Sälen maximal 36 Quadratmeter Platz war, sind die Säle nun deutlich geräumiger mit bis zu 75 Quadratmetern. „Es ist, als wenn wir bisher einen Golf 1 gefahren haben und jetzt einen Golf 6“, sagte ein leitender Mitarbeiter am Mittwoch.

Über 6 Millionen Euro investierte die St.-Lukas-Gesellschaft in den neuen Zentral-OP-Trakt. Die fünf Säle lösen die alten drei Säle im Rochus ab.

Das sind die neuen OP-Säle im St.-Rochus-Hospital

Dr. Martin Bauer und einige andere Mitarbeiter der St.-Lukas-Gesellschaft im neuen OP-Trakt. Unserer Redaktion hat Bauer, Chefarzt der Anästhesie, die neuen Räume erklärt.
Diese Zugangstür sehen sonst nur Mitarbeiter: Von der Schleuse, in der das Personal sich von der Straßenkleidung trennt und in die OP-Hemdchen schlüpft, geht es hier mit Chefarzt Dr. Uwe Klapper durch die ZOP-Tür in den großen neuen Operations-Trakt des Rochus-Hospitals.
Diese Zugangstür sehen sonst nur Mitarbeiter: Von der Schleuse, in der das Personal sich von der Straßenkleidung trennt und in die OP-Hemdchen schlüpft, geht es hier mit Chefarzt Dr. Uwe Klapper durch die ZOP-Tür in den großen neuen Operations-Trakt des Rochus-Hospitals.
Dr. Martin Bauer, Chefarzt der Anästhesie, zeigt Saal 5: Das ist der einzige OP ohne Tageslicht - aber dennoch top ausgestattet.
Gottesdienst in grünen OP-Hemdchen: Pastor Winfried Grohsmann von St. Lambertus segnete auf den neuen Fluren des OP-Traktes die Räume. Gemeinsam sprachen die Mitarbeiter der Klinik ein "Vater unser" und ein "Ave Maria".
Gottesdienst in grünen OP-Hemdchen: Pastor Winfried Grohsmann von St. Lambertus segnete auf den neuen Fluren des OP-Traktes die Räume. Gemeinsam sprachen die Mitarbeiter der Klinik ein "Vater unser" und ein "Ave Maria".
Gottesdienst in grünen OP-Hemdchen: Pastor Winfried Grohsmann von St. Lambertus segnete auf den neuen Fluren des OP-Traktes die Räume. Gemeinsam sprachen die Mitarbeiter der Klinik ein "Vater unser" und ein "Ave Maria".
Gottesdienst in grünen OP-Hemdchen: Pastor Winfried Grohsmann von St. Lambertus segnete auf den neuen Fluren des OP-Traktes die Räume. Gemeinsam sprachen die Mitarbeiter der Klinik ein "Vater unser" und ein "Ave Maria".
Gottesdienst in grünen OP-Hemdchen: Pastor Winfried Grohsmann von St. Lambertus segnete auf den neuen Fluren des OP-Traktes die Räume. Gemeinsam sprachen die Mitarbeiter der Klinik ein "Vater unser" und ein "Ave Maria".
Gottesdienst in grünen OP-Hemdchen: Pastor Winfried Grohsmann von St. Lambertus segnete auf den neuen Fluren des OP-Traktes die Räume. Gemeinsam sprachen die Mitarbeiter der Klinik ein "Vater unser" und ein "Ave Maria".
Gottesdienst in grünen OP-Hemdchen: Pastor Winfried Grohsmann von St. Lambertus segnete auf den neuen Fluren des OP-Traktes die Räume. Gemeinsam sprachen die Mitarbeiter der Klinik ein "Vater unser" und ein "Ave Maria".
Von der Umbettung aus geht es über diesen Flur in Richtung Aufwachraum. An einer Seite des Aufwachraums sind nämlich auch die Stationen, an denen die Patienten Venenzugänge gelegt bekommen und an andere Geräte angeschlossen werden, um für die OP vorbereitet zu sein.
Gottesdienst in grünen OP-Hemdchen: Pastor Winfried Grohsmann von St. Lambertus segnete auf den neuen Fluren des OP-Traktes die Räume. Gemeinsam sprachen die Mitarbeiter der Klinik ein "Vater unser" und ein "Ave Maria".
Gottesdienst in grünen OP-Hemdchen: Pastor Winfried Grohsmann von St. Lambertus segnete auf den neuen Fluren des OP-Traktes die Räume. Gemeinsam sprachen die Mitarbeiter der Klinik ein "Vater unser" und ein "Ave Maria".
Der Blick von der sogenannten "Kanzel" in den Aufwachraum: Nach Operationen haben es die Patienten hier relativ gemütlich bei dezenterem indirekten Licht, während das Pflegepersonal in dieser Kanzel die Überwachungstechnik haben, die stetig einen Überblick über die Vitalwerte der Patienten auswerfen.
Die Umbettung: Hier werden Patienten mit einem elektronischen Fließband vom Bett auf die OP-Liege gehoben.
Auf diesem Rollband werden die Patienten vom Bett auf die OP-Liege verschoben. Und nach der Operation geht es hier zurück ins Klinikbett. Automatisch.
Dr. Martin Bauer ist Chefarzt der Anästhesie. Für ihn, der erst seit einem halben Jahr am Rochus tätig ist, geht mit dem neuen OP-Trakt auch ein Traum in Erfüllung.
Die Ärzte und Pfleger im Rochus sind begeistert vom neuen OP-Trakt. Die vorherigen drei Säle, die schon 1995 als Provisorium bezeichnet worden waren, sind fünf neuen Räumen und Fluren gewichen, die viel geräumiger sind und moderne Technik haben.
OP-Saal 4: Tageslicht von der Parkplatzseite strömt hier herein. Mehr als 70 Quadratmeter Platz haben die Chirurgen und ihre Teams.
Saal 1 ist der am besten ausgestattete: Er hat 3D-Kameras und -Bildschirme.
Operationssaal 1 im Rochus: Hier gibt es eine 3D-Kameratechnik, die ihresgleichen sucht. Damit kann man bei minimalinvasiven Eingriffen auf dem Bildschirm dreidimensional gucken - und damit Abstände und Entfernungen besser einschätzen.

Der Weg eines Patienten zur Operation und zurück:

  • Aus der Umkleide-Schleuse geht es für die Ärzte und das Pflegepersonal durch eine Tür, auf der Zentral-OP steht. Diesen Bereich sieht der Patient aber nicht. Er wird von der Krankenstation durch die Aufnahme geschleust und gerät in den Auffang, die sogenannte „Holding“, erklärt Chef-Anästhesist Dr. Martin Bauer bei unserem Rundgang. Den Raum teilt man sich mit dem Aufwachraum, in den es nach der OP zurückgeht. Hier werden die Patienten „verkabelt“: mit dem EKG-Monitor verbunden, ein venöser Zugang wird gelegt, an Blutdruck-Messgerät angeschlossen und so für die Narkose vorbereitet.  
  • Nach der Vorbereitung an einer der drei Stationen in der „Holding“ wird das Bett durch einen Lichttunnel in den Umbettungsraum geschoben. Dort ist ein großes Förderband verbaut, auf das der Patient von seinem Krankenbett auf die OP-Liege umgebettet wird – und das so schonend wie möglich. „Und hierher gelangt der Patient nach der OP wieder zurück“, so Bauer – vom OP-Tisch, dann noch im Narkose-Zustand, zurück ins Krankenbett. Aber dazu später mehr.  
  • Von dort wird die OP-Liege mit dem Patienten in die sogenannte zentrale Einleitung geschoben. Dort stehen wieder drei Plätze zur Verfügung, an denen den Patienten die Narkosemittel verabreicht werden. „Wir können hier mit der Narkose beginnen, ohne dass der Patient schon im OP-Saal ist“, so Martin Bauer. Bei manch einer Operation werde ein Schmerz-Katheter gelegt oder andere Vorkehrungen getroffen – „mit Bedacht und Vorsicht, nicht in aller Hektik, weil ein OP-Saal zu lange belegt wird, kann man das hier vorbereiten“, sagt der Anästhesie-Chefarzt. Vorher machte man das – wie in vielen anderen Krankenhäusern – im OP-Saal direkt; so erreiche man einen besseren „Patienten-Durchfluss“, so Bauer.  
  • Von der zentralen Einleitung, die halboffen direkt an einem Hauptflur liegt, geht es in einen der fünf OP-Säle. Vier zeigen zur Parkplatz-Seite und haben eine große Fensterfront und damit viel Tageslicht. Saal 1 ist der mit der 3D-Technik. Der größte Saal 4 hat über 70 Quadratmeter Raum. Nur Saal 5 hat kein Tageslicht.  
  • Wenn die OP beendet ist, geht es über die Umbettung zurück ins Krankenbett und dann in den Aufwachraum. Derweil putzt der Reinigungsdienst den Saal. Zwei bis drei Personen arbeiten für den Gesamt-OP. Pro Saal benötigen sie fünf bis zehn Minuten. In der Zeit kann der nächste Patient in der Einleitung vorbereitet werden.  
  • Am Rande des Aufwachraumes, der in relativ ansprechendem Lichtklima durch eine indirekte Wandbeleuchtung gehalten ist, ist die sogenannte Kanzel. Hier ist das Pflegepersonal über Bildschirme über die Vitalwerte – also den Blutdruck, Puls und andere Dinge – jedes einzelnen Patienten, der hier bis zum Aufwachen „geparkt“ wird, informiert„Hier sitzt in der Regel die Narkose-Schwester“, sagt Anästhesist Martin Bauer. Sie organisiert dann auch den Rücktransport des Patienten auf die jeweilig zuständige Station der Klinik, auf der er sich von der Operation erholen kann.

Auf der zweiten Seite lesen Sie unser Interview mit den zwei Chefärzten Dr. Martin Bauer und Dr. Hinrich Böhner  über die neuen OP-Säle 

Warum braucht das Rochus fünf Säle?

„Wir haben vier Fachdisziplinen, die je einen Saal beanspruchen“, so Chefarzt Dr. Martin Bauer. Auch Augenärzte operieren zweimal in der Woche. Überall habe man Patientenzufluss. „So brauchen wir mehr als vier Säle.“

Müssten sich dann nicht auch die Bettenkapazitäten erhöhen?

„Es wird mehr ambulant gemacht, auf der anderen Seite erhöhen wir die Bettenanzahl“, so Bauer. Chefarzt Dr. Hinrich Böhner sagt: „Wir hatten eine Station, die noch nicht genutzt wurde. Die haben wir mit Betten aufgestockt. Eine zweite, die noch nicht mit Betten belegt wurde, wird mittelfristig hergestellt.“ Das sei ein Prozess über Jahre: „Mit der steigenden Anzahl an Patienten, die wir behandeln wollen, brauchen wir mehr Betten“, so Böhner. Genauso verhalte sich das mit dem Personal.

Wie viele Operationen können parallel laufen?

Zurzeit vier, sagt Hinrich Böhner – von 8 bis 16 Uhr. Bisher gingen OPs im Regelprogramm bis 20, 21 Uhr. Das werde nun vermieden, so Böhner. „Wir können nun zwischen den OPs Zeit einsparen“, sagt er: Man könne in acht Stunden mehr OPs unterbringen als bisher.

Kliniken wird oft unterstellt, man operiere zu schnell, statt konservative Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Stimmt das?

Dr. Hinrich Böhner sagt: „Wir stellen die Indikationen sicher und sauber. Aber wir können uns auch nicht dem Gesundheitssystem entziehen. Wir wissen, dass wir als kleines Krankenhaus wachsen und uns entwickeln müssen, um am Gesundheitsmarkt bestehen zu können. Die Zahl der Krankenhäuser hat abgenommen, wir wollen aber gute Medizin in Castrop-Rauxel anbieten.“ Bauer ergänzt: „Die neuen Operateure haben ein großes Einzugsgebiet. Wir ziehen Patienten aus ganz Deutschland an.“

Was bedeutet das für Castrop-Rauxeler?

Böhner: „Sie profitieren in zweierlei Hinsicht. Erstens: Das Rochus wird sicher. Die Versorgung bleibt hier erhalten. Zweitens: Das Angebot wird deutlich breiter.“ 

Interview mit Geschäftsführer

Deshalb wird das St.-Rochus-Hospital ausgebaut

CASTROP Clemens Galuschka startet seine Amtszeit als Geschätsführer am St.-Rochus-Hospital in Castrop-Rauxel mit einem Großprojekt: Fünf neue Operationssäle lösen drei alte ab. Wir haben ihn gefragt, wofür die zusätzlichen Säle gebraucht werden - und ihn mit sechs teils provokanten Thesen zur Krankenhausversorgung konfrontiert.mehr...

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