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Elektrische Poller und Zäune

Stadt will möglichen Schlussstrich an ASG und Leoplatz

Castrop Die Fotos erinnern an einen Horrorfilm aus einem verlassen Dorf. Doch sie zeigen, was mitten in unserer Altstadt los ist, rund um Adalbert-Stifter-Gymnasium und Kulturplatz Leo. Die Stadt kommt nun wieder mit Plänen aus dem Spätsommer. Wir erklären sie auf einer Skizze. Was spricht dafür, was dagegen?

Stadt will möglichen Schlussstrich an ASG und Leoplatz

Bilder vom Zustand am ASG und Kulturplatz Leo vom 4./5. November. Auf dieser Basis soll der Ausschuss und der Rat in der vorletzten und letzten Novemberwoche diskutieren. Foto: Stadt

Zu schweren Beschädigungen und Verunreinigungen kam es am ersten Novemberwochenende, wie die Stadt jetzt in ihrem Bürgerinformationssystem im Internet einer vermutlich sehr begrenzten Öffentlichkeit preisgab. Mit fünf vernebelten Fotos, aufgenommen am 4./5. November, die die Sauereien dokumentieren, nimmt sie nun wieder das Thema „Sicherungsmaßnahmen zur Vermeidung von Vandalismusschäden“ am ASG und Kulturplatz Leo wieder auf die politische Tagesordnung.

Hitzige Debatte kurz nach der Sommerpause

Das stand schon fest, als der Rat und die Ausschüsse aus der Sommerpause kamen. Denn im September rasselten Politiker mit der Verwaltung zusammen: Die hatte es als ihre Aufgabe und reines Verwaltungshandeln angesehen, sofort gegen die Schäden tätig zu werden und Kostenkalkulationen für verschiedene Maßnahmen einzuholen: zwei Zäune mit Toren an den Zugängen zum Hinterhof des ASG an der Sporthalle und von der Viktoriastraße für rund 35.000 Euro; Schließung des Tores hinter der alten Mädchenschule; neue Strahler und mehr Licht für Leoplatz und ASG-Fassade; eine Video-Überwachungsanlage; vor allem aber zwei elektronisch steuerbare Polleranlagen an den beiden Enden der Leonhardstraße für vorberechnete 45.000 Euro Investitionskosten. Standpunkt der Verwaltung: 92.000 Euro stünden im Haushalt zur Verfügung.

Politiker auch aus der Koalition empfanden das als Vorpreschen und zu teuer. Abstimmungen ergaben, dass die große Lösung (Investitionen) noch mal diskutiert werden müsse, während die Verwaltung die kleine (Sicherheitsdienst, mehr Licht, Tor schließen) direkt umsetzen könne.

Mit einem neuen Beschlussvorschlag geht es nun in der kommenden Woche im B1 (22. November, 17 Uhr), B3 (23. November, 17 Uhr) und dann im Stadtrat (30. November, 16 Uhr) weiter: Darin will die Verwaltung wieder die Sperrung der Zufahrten über zwei elektrische Polleranlagen von 22 bis 6 Uhr. Und: Zäune und Tore sollen zur Sicherung des ASG-Schulhofes im hinteren Bereich errichtet werden. Dabei geht es wieder um Zugänge von der Viktoria- und Schillerstraße.

„Dringend und unmittelbar notwendig“

„Aufgrund der andauernden und aktuellen Vorkommnisse von Vandalismus“, so die Verwaltung, „sieht das Immobilienmanagement die vorgeschlagenen Maßnahmen als dringend und als unmittelbar notwendig an.“ Bei Ortsterminen mit EUV, Schulverwaltung und Grünflächenamt habe man die Maßnahmen besprochen. Sie könnten „einzeln und noch mehr in ihrer Gesamtheit geeignet sein“, heißt es weiter, „Schule, Schulhof und Umfeld vor weiteren Vandalismusschäden zu schützen.“

Im Gespräch mit unserer Redaktion unterstrich der Technische Beigeordnete Heiko Dobrindt Donnerstag: „Wir wollen uns jetzt von der Politik beauftragen lassen.“ Und EUV-Chef Michael Werner ergänzte, dass die Nachtabsenkung der Straßenbeleuchtung schon ausgesetzt sei: Nun ist es deutlich heller dort“, so Werner. Dazu beitragen soll ein Flutlicht an der alten ASG-Aula, das über den Leoplatz strahlt.

Heiko Dobrindt sagte zu den Fotos vom 4./5. November nur: „Ähnliche hätte man in den vergangenen Jahren öfter machen können.“ Die kommende Woche wird zeigen, ob die Politik diesen möglichen Schlussstrich der Verwaltung nun unterstützt.

Diese Bilder der Stadt dokumentieren die Situation rund ums ASG 4./5. November:

Stadt will möglichen Schlussstrich an ASG und Leoplatz

Stadt will möglichen Schlussstrich an ASG und Leoplatz

Stadt will möglichen Schlussstrich an ASG und Leoplatz
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