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Müllvermeidung

Ein zweites Leben für ausrangierte Gegenstände

Dorsten Kaputte Elektrogeräte, ausgelesene Bücher und abgelegte Kleidungsstücke müssen nicht im Müll landen. In Dorsten gibt es viele Abnehmer.

Ein zweites Leben für ausrangierte Gegenstände

Michael Wolf vom Repair-Café Wulfen, Werner Schott vom Repair-Café Dorsten, Ursula Eickmeier vom Entsorgungsbetrieb Dorsten, Ruth Pettenpohl und Mechthild Clever-Schmitz von der Verbraucherzentrale freuen sich gemeinsam mit Jürgen Erhardt von der Dorstener Arbeit (v.l.) über ein zweites Leben für Föhn, Toaster und Mixer. Foto: Riediger Foto: Foto: Jennifer Riediger

Rund 1200 kaputte Elektrogeräte sind in den vergangenen drei Jahren ins Repair-Café Dorsten gebracht worden. Eine beeindruckende Zahl. „Und 1000 von ihnen konnten wir wieder in Ordnung bringen“, sagt Werner Schott stolz. Er und andere ehrenamtliche Helfer haben Toaster, Föhn und Co. ein zweites Leben geschenkt. Mit ihnen kämpfen noch weitere Akteure in Dorsten gegen Müllberge und Ressourcenverschwendung. Die Verbraucherzentrale brachte sie, im Rahmen der Aktion „MehrWert“, alle an einen Tisch.

Tauschen und verschenken

Auf den Tausch- und Verschenkmarkt zur Müllvermeidung wies Ursula Eickmeier vom Entsorgungsbetrieb bei dem Treffen hin. „Nehmen wir mal an, jemand hat ein Damenfahrrad abzugeben. Dann kann er es auf dieser Internetseite (www.dorsten.internet-verschenkmarkt.de ) anbieten. Entweder zum Verschenken oder zum Tausch, zum Beispiel gegen zwei Flaschen Sekt“, erklärt Ursula Eickmeier das einfache Prinzip. Da der Markt von den Abfallberatern kreisweit „beschickt“ wird, können Suchende auch in Gladbeck oder Haltern fündig werden. „In Zukunft können wir dort auch auf Flohmärkte und Repair-Cafés hinweisen“, meint Ursula Eickmeier.

Und die Repair-Cafés auf den Tausch- und Verschenkmarkt. „Denn manchmal bringen uns Menschen Dinge, die leicht zu reparieren sind, die sie aber eigentlich nicht brauchen. Sie bieten uns dann an, sie zu behalten“, sagt Michael Wolf vom Repair-Café Wulfen. Bisher musste er die netten Angebote ablehnen; das Repair-Café lagert nichts ein. Nun könnten die Menschen die Geräte, natürlich nach der Reparatur, bei dem Internet-Markt verschenken.

Auch in den beiden Kaktus-Läden der Dorstener Arbeit in Hervest und Barkenberg freut sich man sich über funktionstüchtige Haushaltsgeräte, genauso wie über Möbel, Bücher und Bekleidung. „Die Sachen können bei uns abgegeben werden. Was nicht getragen werden kann oder ins Auto passt, holen wir auch ab“, sagt Geschäftsführer Jürgen Erhardt. Gerne nehmen die Mitarbeiter auch schöne Kleidung und Stoffe entgegen, bei denen zum Beispiel der Reißverschluss kaputt ist. „Für unser Upcycling-Projekt.“ Knistertücher für Babys, Etuis und Taschen entstehen daraus und können im Dorsten Treff, Lippestraße 41, gekauft werden.

Richtiger Container

Wenn Kleidung schon entsorgt werden müsse, dann sei die richtige Wahl des Altkleidercontainers wichtig, betont Jürgen Erhardt. „Die Container von uns, dem DRK und der Awo haben einen grünen Aufkleber, sind von der Stadt bewilligt und die Erlöse gehen in gemeinnützige Projekte in Dorsten“, sagt Erhardt. Wer ein Loch in seiner Lieblingshose hat, das er nicht stopfen kann, ist auch beim Repair-Café Dorsten richtig. „Im Team sind zwei Schneiderinnen“, sagt Werner Schott.

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