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Ausgezeichnetes Schüler-Projekt

Outdoor-Sportpark in den Startlöchern

Dorsten Ihr Outdoor-Sportpark hat beim Wettbewerb „Förderturm der Ideen“ 50.000 Euro gewonnen. Am Freitag (1.12.) besprachen die Schüler des Paul-Spiegel-Berufskollegs mit der Stadt die Umsetzung ihrer Ideen.

Outdoor-Sportpark in den Startlöchern

Die Schüler stellten ihren Outdoor-Sportpark Fürst Leopold am Freitag den Vertretern der Stadt vor. Foto: Foto: Jennifer Riediger

Begeisterung – die war in allen Gesichtern der Vertreter der Stadt zu lesen. Und auch Bewunderung für das, was die angehenden Freizeitsportleiter des Paul-Spiegel-Berufskollegs sich in den vergangenen Monaten als Bereicherung für die Stadt Dorsten überlegt hatten: In der Nähe des „Leo“ sollen auf dem Grundriss des Ruhrgebiets zunächst fünf Trainingskomplexe entstehen, die jeweils nach bekannten Fördertürmen der Region benannt sind wie die Zeche Zollern, Zollverein und natürlich Fürst Leopold. Infotafeln zu den Zechen sollen dort ebenfalls stehen, auf denen für weitere Hintergrundinfos ein QR-Code zu finden sein soll, den man mit dem Handy einscannen kann.

Bänke zum Verweilen

Bänke zum Verweilen sollen das Angebot ergänzen, ebenso Tischtennisplatten und auch kleine Trampoline. „Denn alle Altersgruppen sollen hier zusammenkommen“, betonen die Schüler immer wieder in ihrer Präsentation für die Stadt. So kann an einer Stange, an der ein Sportler seine Oberarme trainiert, auch ein Kind eine Rolle machen.

Begrenzt werden soll der Sportpark durch vier Graffiti-Wände. „Das hat den positiven Nebeneffekt, dass weniger Häuser verschmutzt werden, weil die Jugendlichen hier ihr Hobby ausleben können, ohne anderen zu schaden“, macht Schüler André den Vertretern der Stadt die Idee schmackhaft. „Kreativitäts- und Gesundheitsförderung statt Kohleförderung“, ist das Motto des Projektes.

Viele Details

Detailliert schlüsselten die Schüler die Kosten auf, berichteten von Angeboten, die sie bereits eingeholt hatten, um realistisch mit der zur Verfügung stehenden Summe von 50.000 Euro kalkulieren zu können. Welcher Boden soll unter den Geräten sein? Woraus sollen die Infotafeln bestehen? Aus Edelstahl oder Plexiglas? Sollen es Säulen oder Pfeiler sein, soll die Schrift eingraviert werden?

All diese Fragen stellten die Schüler zur Diskussion. „Das ist der Hammer, wie sie das hinbekommen haben – mit so vielen Gedankenspielen, Lösungsmöglichkeiten und Alternativen“, sagte Sportkoordinator Michael Maiß sichtlich beeindruckt. „Ihr seid auf einem richtig guten Weg“, rief er den Schülern zu.

Deswegen gaben er und seine Kollegen sich alle Mühe, die Ideen nicht madig zu machen, hatten aber Fragen, die sie mit den Schülern für die weitere Planung besprechen wollten. So gab Nicole Kruse vom Bauordnungsamt zu bedenken, dass die Graffiti-Wände einen Abstand von drei Metern zur Grundstücksgrenze einhalten müssen, daher nicht direkt eine Begrenzung des Sportparks sein können.

Nur auf den ersten Blick eine Einschränkung. „Denn so können die Wände von beiden Seiten besprüht werden“, nickten die Schüler erfreut. Martin Hollstegge, Leiter der Grünflächenabteilung, klärte die Schüler über falldämpfende Untergründe auf, die unter den Turngeräten sein müssten. Denn Sicherheit stünde nun einmal an erster Stelle.

Kurze Dienstwege

Im Gespräch ging es auch um die Übernahme von Verantwortung: Wer stellt den Bauantrag? Wer vergibt die Aufträge an ausführende Firmen? Stadt, Lehrer, Schüler und die RAG-Stiftung „Förderturm der Ideen“ vereinbarten kurze Dienstwege, die vor allem schnell gegangen werden sollen. „Denn 2019 machen diese Schüler ihr Abitur“, nannte Michael Maiß den spätesten Zeitpunkt für die Fertigstellung des Outdoor-Sportparks.

Eher wäre natürlich besser, finden die Schüler, und die Krönung ihrer Arbeit, die sich aber auch jetzt schon gelohnt hat. „Es ist unglaublich, diese Erfahrung zu machen, dass wir mit diesem Enthusiasmus so zusammenarbeiten können“, ist Moritz begeistert von der Gemeinschaft der zwei Klassen.

Sie werden sich weiter ins Zeug legen, um ihre Idee zu verwirklichen. Davon ist auch Lukas überzeugt. „Wie werden weitere Sponsoren suchen, die das Projekt unterstützen“, blickt er voraus. Denn die Schüler denken größer: Sie haben sich schon zusätzliche Zechen ausgesucht, die ebenfalls durch Sportgerät und Infotafel weitere Stationen bilden könnten.

Schüler haben Wettbewerb gewonnen

Die Schüler haben auch eine Internetseite programmiert, auf der Interessierte Fortschritte nachlesen können: Hier geht es zum Projekt

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