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Maßarbeit in Dorsten

Riesenkran brachte neues Heizwerk ins Krankenhaus

Dorsten Das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Dorsten hat ein neues Blockheizkraftwerk geliefert bekommen - aus der Luft. Ein Riesenkran brachte das tonnenschwere Kraftpaket in die richtige Position.

Riesenkran brachte neues Heizwerk ins Krankenhaus

Am 63 Meter langen Ausleger des Krans hängt der Heizkraftwerkblock. Es erfordert Augenmaß und Geschick, um den Koloss auf das Krankenhausdach zu hieven. (Foto: Anke Klapsing-Reich) Foto: Foto: Anke Klapsing-Reich

Wer am Freitagvormittag am Dorstener Krankenhaus vorbeispazierte, könnte befürchtet haben, er sei in einer Zeitmaschine 150 Millionen Jahre zurückgeschleudert worden. Doch der gewaltig lange Hals, der sich zwischen den Baumkronen regte, gehörte nicht zu einem pflanzenfressenden Brachiosaurus, sondern war der bis auf 72 Meter ausfahrbare Ausleger eines riesigen Lastkranes, der in besonderer Mission sein Werk verrichtete: „Er hievt über den vorderen Gebäudeteil des Krankenhauses hinweg das neue Blockheizkraftwerk mit den dazugehörigen Teilen an den vorgesehenen Standort“, beobachtete Dirk Grundmann, stellvertretender technischer Leiter, das Spektakel vom Hospitaldach aus.

Technik hat sich bereits bewährt

Im St.-Sixtus-Hospital in Haltern, das ebenfalls im Verbund des Katholischen Klinikums Ruhrgebiet-Nord (KKRN) organisiert ist, hat sich der Einsatz der energiesparenden Technik bereits bewährt. Jetzt wird das Blockheizkraftwerk (160 KW elektrische und 168 KW thermische Leistung) in Dorsten installiert: „Das Kraftwerk funktioniert wie ein Automotor“, erklärt Grundmann das „Zwei-Fliegen-mit-einer-Klappe-Prinzip“: „Die durch die Gasverbrennung freigesetzte Abwärme kann für das warme Wasser in den Duschen und in der Schwimmbadtechnik benutzt werden. Und den erzeugten Strom nimmt auch das Krankenhaus selber ab.“ Dabei werden Energie und CO2-Emission gleichzeitig eingespart. Ein System, das sich nach den Berechnungen der Fachleute schnell amortisieren wird.

Vorsichtig setzt der Kranhals seine fast fünf Tonnen schwere „Beute“ vor der herausgebrochenen Lücke in der Dachwand ab. Ob das passt? Die Arbeiter haben nur zwei Zentimeter Platz, um das schwere Teil durch das Loch zu rangieren. Geschafft. Dirk Grundmann ist froh, dass das aufwendige Manöver geklappt hat. Doch bis das Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen wird, gehen noch einige Tage ins Land: „Ich denke, Anfang Dezember ist es soweit“, hofft Grundmann.

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