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Terroranschläge in Paris

Bataclan-Attentate: Spur führte nach Dortmund

DORTMUND Nach den Terroranschlägen vor zwei Jahren in Paris mit 130 Toten führte auch eine Spur nach Dortmund. Es geht um vier Handynummern und mysteriöse Telefonverbindungen.

Bataclan-Attentate: Spur führte nach Dortmund

Die Pariser Konzerthalle Bataclan, in der am 13. November 2015 die meisten der 130 Toten der Anschläge von Paris starben. Foto: dpa (Archivbild)

Nach den Terroranschlägen vor zwei Jahren in Paris mit 130 Toten, vor allem in der Konzerthalle Bataclan, führte auch eine Spur nach Dortmund – allerdings in „eine Sackgasse“, wie am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion die Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, Frauke Köhler, Recherchen der „Welt“ bestätigte.

Im Fokus der Ermittlungen stand die Person „Kala Nithi“ – möglicherweise eine Scheinidentität. Auf Kala Nithi waren vier Handy-Nummern registriert, die gleich von drei festgenommenen Terrorverdächtigen rund um die Paris-Attentate angerufen worden waren.

Mehrere Prepaid SIM-Karten liefen auf Kala Nithi

Unter Angabe von unterschiedlichen Geburtsdaten und Wohnanschriften in Dortmund und Hamm waren auf den Namen Kala Nithi mehrere Prepaid-SIM-Karten angemeldet. Bis heute allerdings „konnte keine Person dazu ausgemacht werden“, so Frauke Köhler. In Dortmund jedenfalls, sei Kala Nithi nicht registriert, sagt auch Stadtsprecherin Heike Thelen.

Nach den Anschlägen in Paris hatten Fahnder in einer Flüchtlingsunterkunft bei Salzburg und in Brüssel mehrere Nordafrikaner festgenommen, die zur Terrorzelle des sogenannten Islamischen Staats gehören oder diese unterstützt haben sollen.

Rolle im IS-Netzwerk bleibt unklar

Die Ermittler stellten fest, dass drei der Terrorverdächtigen wohl unabhängig voneinander vor und nach den Paris-Anschlägen, zwischen November 2015 und März 2016, mit den vier Handynummern von Kala Nithi in Verbindung standen. Doch die Rolle der Person „Kala Nithi“ im IS-Netzwerk bleibt unklar. Für die Ermittler deuten die Indizien stark auf eine Koordinierungs- und Führungsfunktion hin.

Paris. Seit fast zwei Jahren gilt in Frankreich der Ausnahmezustand, nun soll er übernächste Woche auslaufen. Doch ein neues Anti-Terror-Gesetz sorgt dafür, dass die Behörden bisherige Sonderrechte im Kern behalten - zumindest vorerst.mehr...

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