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Umzug für 2016 geplant

Bergmann-Brauerei will auf Phoenix-West brauen

HÖRDE Es wäre die Wiederbelebung einer jahrhundertealten Tradition: Nach dem Abschied der Stifts-Brauerei soll in Hörde ab 2016 wieder im großen Stil Bier gebraut werden. Die Bergmann-Brauerei will vom Hafen auf das Gelände von Phoenix-West ziehen. Das kleine Dortmunder Unternehmen hat große Pläne.

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Gelungener Strukturwandel: Über die alten Hochöfen auf dem Phoenix-West-Gelände mit Platz für neues Gewerbe und das Hörder Zentrum hinweg geht der Blick bis zum Phoenix-See. Bei einem Rundflug über Dortmund hat unser Fotograf Oskar Neubauer diese Aussicht festgehalten.

Brauerei-Chef Thomas Raphael.

Thomas Raphael, der die alte Marke Bergmann-Bier in Dortmund zu neuem Genuss geführt hat, ist ein vorsichtiger Mann. Allzu sehr ins Detail gehen möchte er noch nicht, „zumal das Finanzierungskonzept im Kleinen noch nicht abgeschlossen ist.“

Nach intensiver Suche ist der neue Standort gefunden: „Im Frühjahr 2016“ will die Bergmann-Brauerei mit einer eigenen Immobilie auf Phoenix-West Flagge zeigen, in enger Nachbarschaft zur Phoenix-Halle, die zu einer Konzertarena umgebaut wird.

Hier soll demnächst Bergmann-Pils gebraut werden:

Standort soll nicht allein aus Braukesseln bestehen

2200 Quadratmeter misst das Grundstück, auf dem Raphael und seine zwei Mitgesellschafter die Bergmann-Brauerei in Szene setzen möchten. Der Entwurf für das Gebäude stammt aus dem Dortmunder Architekturbüro WP Winkler und Partner; ein Kubus-förmiger Bau, den der Gestaltungsbeirat der Stadt bereits abgesegnet hat.

Das Innenleben der Immobilie soll aber nicht allein aus Braukesseln bestehen. Vielmehr sollen auf Phoenix-West alle Standorte der Bergmann-Brauerei gebündelt werden: Die Produktionsanlagen, die sich derzeit an der Schäferstraße befinden, das Büro an der Speicherstraße und das Lager in Lindenhorst. Der 50er-Jahre-Kiosk am Hohen Wall, bislang der Brauereiverkauf, wird aber weiter betrieben.

Neubau soll Aushängeschild werden

Der Neubau auf Phoenix soll das Aushängeschild werden: mit Brauanlage, Gastronomie, Shop, Lager und Büros. „An der Schäferstraße fehlen uns Parkplätze“, nennt Raphael einen weiteren Grund für den Umzug. Obendrein müsste sein Unternehmen dort kräftig investieren, um strengen Hygieneanforderungen der EU gerecht zu werden. Dann lieber gleich neu bauen.

Das Ziel der kleinen Bergmann-Brauerei ist, ein Prozent des Dortmunder Biermarktes zu erobern. Das wären rund 7000 Hektoliter pro Jahr – ein ehrgeiziges Ziel. Zurzeit stößt seine kleine Brauerei etwas mehr als 3000 Hektoliter pro Jahr aus. „Wir streben weiterhin ein Wachstum von 20 Prozent jährlich an“, sagt Raphael.

Erinnerungen an Bergmann-Bier

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Brauerei-Chef Thomas Raphael.

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