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Stadt bestreitet Fehlverhalten

Blitzerwagen als "Falschparker" unterwegs

LINDENHORST Ein silberfarbener Kleintransporter steht in Lindenhorst im Einmündungsbereich einer Kreuzung. Für den Dortmunder Peter Stempke ein Aufreger - nicht weil es sich um einen Radarwagen der Stadt handelt, sondern weil der Blitzer "eine zusätzliche Gefahrenstelle schafft". Die Stadt bestreitet ein Fehlverhalten. Doch die Polizei hat so ihre Zweifel.

Blitzerwagen als "Falschparker" unterwegs

Dieser Radarwagen an der Fürst-Hardenberg-Allee/Ecke Lindnerstraße in Lindenhorst war laut Stadt nicht verkehrsbehindernd geparkt. Die Polizei hat da allerdings – nach Ansicht des Fotos – ihre Zweifel.

Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Mittwoch an der Fürst-Hardenberg-Allee/Ecke Lindnerstraße. An der Stelle ist seit wenigen Tagen eine Baustelle eingerichtet und die Höchstgeschwindigkeit deshalb auf Tempo 30 reduziert.

Als Stempke den Blitzer wahrnimmt, weist er laut eigener Aussage den Stadtmitarbeiter im Auto „freundlich“ darauf hin, dass dieser eine Gefahr darstelle, so nicht stehen dürfe und dass es sicher nicht in seinem Sinne sei, „Verkehrsteilnehmer zu reglementieren und selbst gegen die Regeln zu verstoßen“. Ob er jetzt mit ihm diskutieren wolle, habe der Stadtmitarbeiter erwidert und dann die Scheibe hochgefahren, berichtet Stempke.

Stadt: Messfahrzeug wurde "ohne jegliche Behinderung" aufgestellt

Auf Anfrage dieser Redaktion, ob der Radarwagen tatsächlich – wie von Stempke im Foto festgehalten – parken dürfe, erklärte Stadtsprecher Maximilian Löchter nach Vorlage des Fotos und Rücksprache mit dem Ordnungsamt: „Das Messfahrzeug wurde in der Verlängerung des Grünstreifens der Lindnerstraße ohne jegliche Behinderung und nicht mitten in einer Straßenmündung aufgestellt – der kombinierte Geh- und Radweg wurde ebenso wenig beeinträchtigt, wie auch der Fahrzeugverkehr auf der Straße.“

Getarnt geblitzt worden

Polizei erwischt Stinkefinger-Raser

DORTMUND Da staunte die Polizei nicht schlecht: Provozierend grüßend streckte ein Autofahrer die Mittelfinger in die Höhe, als er an einer Blitzeranlage in Huckarde vorbeiraste, um sich dabei fotografieren zu lassen. Obwohl sich der Mann mit abgedeckten Kennzeichen und einer heruntergeklappten Sonnenblende tarnte, konnte die Polizei den Mann ermitteln.mehr...

Und zur Frage, ob sich Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung nicht an die Verkehrsregeln halten müssen, sagte Löchter: „Für die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung gelten wie für jeden anderen Verkehrsteilnehmer die Regeln der Straßenverkehrsordnung. Dazu gehört auch, dass kein Fahrzeug verkehrsbehindernd parken darf.“

Polizei: 10 Euro Verwarnungsgeld

Für die Polizei ist die Situation nicht so eindeutig wie für Löchter und das Ordnungsamt. Nach Rücksprache mit der Polizeidirektion Verkehr sagte Polizeisprecher Kim Ben Freigang, man müsse sich zwar die Situation vor Ort ansehen, doch nach dem Foto zu urteilen, könne man Paragraph 12, Absatz 3, Nr. 1 der Straßenverkehrsordnung heranziehen.

Soll heißen: Der Fahrzeugführer muss beim Parken einen Mindestabstand von 5 Metern zur Einmündung halten. Verwarnungsgeld bei Zuwiderhandlung laut Bußgeldkatalog: 10 Euro. Zudem könne dieses Parken beim Abbiegen zu Behinderungen führen und es wegen eingeschränkter Sicht zu „brenzligen Situationen für Fußgänger und Radfahrer kommen“, führt Freigang aus.

ADAC: Auto muss "sicherheitsneutral" stehen

Dr. Peter Meintz vom Automobilklub ADAC wollte sich nicht zum konkreten Fall äußern, sagte aber, „grundsätzlich sollten Überwachungsfahrzeuge nicht zusätzliche Gefahren heraufbeschwören und sicherheitsneutral abgestellt werden.“

DORTMUND Verwirrung über angeblichen Amok-Blitzer: Über den Starenkasten an der B1 Richtung Bochum haben sich am Freitag mehrere Autofahrer beschwert. Das Ding blitze dauernd und grundlos, also müsse es kaputt sein. Die Stadt zog den Blitzer aus dem Verkehr - nur um am Montag festzustellen: Er funktioniert tadellos.mehr...

DORTMUND Erst rosarot, dann golden, jetzt orangefarben – Dortmunds Starenkästen erfahren mehr Aufmerksamkeit, als es ihrem Zweck dienlich wäre. Der frisch umlackierte Blitzer an der Mallinckrodtstraße ist jetzt bereits der dritte mit auffälliger "Sonderbemalung" innerhalb eines guten Jahres.mehr...

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