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Über 600 verschwundene Werke

CDU und Grüne haben drängende Fragen zum Kunstschwund

DORTMUND Möglicherweise werden sich die städtischen Rechnungsprüfer noch mit dem Kunstschwund bei den Kulturbetrieben der Stadt beschäftigen. Einen entsprechenden Antrag plant die CDU-Fraktion, heute im Kulturausschuss auf den Weg zu bringen. Die Grünen haben nach der Berichterstattung unserer Redaktion gleich einen ganzen Fragenkatalog an die Kulturverwaltung.

CDU und Grüne haben drängende Fragen zum Kunstschwund

Das Foyer des Museums Ostwall in der vierten Etage des Dortmunder U: dem Museum fehlen Bilder.

Zur Erinnerung: Wie berichtet, geht aus internen E-Mails und Protokollen der Verwaltung hervor, dass nicht nur aus dem städtischen Kunstarchiv offiziell 528 von 4034 Werken verschwunden oder aufgrund von Beschädigungen nicht mehr vorhanden sind, sondern dass auch im Museum Ostwall 111 Kunstwerke mit einem Gesamtankaufswert von knapp 66.000 Euro fehlen – ein Umstand, den der Leiter der Kulturbetriebe, Kurt Eichler, in einer vorangegangenen Kulturausschusssitzung zum Thema Kunstschwund nicht für erwähnenswert hielt.

Die Grünen wollen heute im Kulturausschuss unter anderem wissen, wann Kurt Eichler von fehlenden Kunstwerken im Museum Ostwall wusste und warum er sie in seiner Stellungnahme – auch in der nicht öffentlichen Sitzung am 21. März 2017 – nicht erwähnt hat. Ebenso wenig wie den Hinweis aus einer Mail der Leitung des Naturkundemuseums, dass es dort bei der Buchinventur ein Minus von 1,6 Millionen Euro gegenüber der Eröffnungsbilanz von 1995 gab.

Kosten für Ausgrabungen wurden nachträglich berechnet

In einer Stellungnahme vom 2. Juni hatte auch die Stadt keine Silbe zu den verschwundenen Kunstwerken verloren, aber betont, dass der Wirtschaftsprüfer den Jahresabschluss 2016 ohne Einschränkungen testiert habe.

Man kann davon ausgehen, dass die Stadt in der heutigen Sitzung des Kulturausschusses darauf abheben wird, dass der Kunstschwund bilanziell zu keinen Verlusten geführt haben soll; denn im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) wurden jetzt 600.000 Euro und für das Naturkundemuseum 1,7 Millionen Euro an sogenannten aktivierten Eigenleistungen unter anderem für Präparationen, Ausgrabungen und wissenschaftliche Erschließungen der Exponate ausgewiesen – bei einem Sammlungsbestand von 4,7 Millionen Euro beim MKK und 2,4 Millionen Euro im Naturkundemuseum. 

Reaktionen auf Berichterstattung

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