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Ärger um Dauerbaustelle

Die unsichtbaren Bauarbeiter von der Hagener Straße

Rennighausen Bis 2020 sollen die Arbeiten an der Hagener Straße dauern. Vor der Baustelle entstehen lange, nervende Staus, vor allem auf der Zillestraße. Gestresste Anwohner kritisieren, kaum Bauarbeiter zu sehen. DEW hat eine überraschende Erklärung dafür.

Die unsichtbaren Bauarbeiter von der Hagener Straße

Eine Umleitung für die Hagener Straße ist eingerichtet, aber auf der staut sich allmorgendlich der Verkehr. Foto: Falko Bastos

Die Bauarbeiter sind vor Ort, man sieht sie nur nicht.

Das ist das Ergebnis der jüngsten Anfrage bei der Dortmunder Netz GmbH (Donetz) zu den Bauarbeiten an der Hagener Straße und der Sperrung zwischen Zille- und Mergelteichstraße. Auf die wiederholte Berichterstattung dieser Zeitung meldeten sich weitere genervte Anwohner und sagten, Arbeiter vor Ort seien Mangelware, kein Wunder, dass das Unternehmen zwei Jahre für die Bauarbeiten brauche. Und warum an einer so großen Straße nicht im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet werde?

DEW21: Jeden Tag sind vier bis sechs Arbeiter vor Ort

Jana-Larissa Marx vom Dortmunder Entsorger DEW21, der Muttergesellschaft von Donetz, entgegnet auf die Kritik zur zeitlichen Länge der Baustelle und den damit nicht enden wollenden Staus: „Wir machen das nicht, um die Dortmunder zu ärgern. Die Bauarbeiten sind im Sinne der Versorgungssicherheit notwendig.“ Jeden Tag seien vier bis sechs Mitarbeiter vor Ort. Ihre „Unsichtbarkeit“ liege daran, sagte Marx, dass sie überwiegend in den zweieinhalb bis drei Meter tiefen Baugruben arbeiteten.

Auf die Kritik eines Anwohners, da sei schön der Brückentag durch Nichtstun vor den letzten beiden Feiertagen „mitgenommen“ worden, erwidert sie, das stimme, am Brückentag sei nicht, dafür aber in der Woche zuvor länger gearbeitet worden. Übliche Arbeitszeiten seien von montags bis donnerstags, 7.30 bis 16 Uhr, freitags von 7.30 bis 14 Uhr. Natürlich gehörten Bau- und Materialbesprechungen zur Arbeitszeit, weshalb nicht immer alle Mitarbeiter vor Ort seien.

Aktuell arbeitet Donetz auf 90 Metern im Baustellenbereich an der Hagener Straße an einer Wassertransportleitung. Drei, vier Wochen dauere dies noch, sagte die DEW-Sprecherin. Im Gehwegsbereich seien zunächst Stromleitungen verlegt worden, jetzt arbeite man in der östlich gelegenen Fahrbahn. Danach würden auf der anderen Fahrbahnseite die Gas- und Versorgungsleitungen erneuert.

Dazwischen wird es ein Treffen mit Vertretern des Tiefbauamtes geben, auch zur Verkehrssituation. Ob sich dann aber der Wunsch vieler Anwohner erfüllt, die Einbahn-Lösung lieber stadteinwärts statt -auswärts zu wählen, steht auf einem anderen Blatt. Donetz fühlt sich nicht verantwortlich: Das müssten Stadt und Verkehrsbetriebe ausmachen, so Marx.

Noch längeres Warten

Die Hoffnung auf eine Einbahnlösung in umgekehrter Richtung, so wie sie etliche Bürger wünschen, dürfte gering bleiben. Stadtsprecherin Heike Thelen dazu: Sollte die Einbahnstraße umgedreht werden (also in Richtung City, Anm. d. Red.), müsste der Verkehr auf dem Rückweg von der Ardeystraße rechts auf die Stockumer Straße abbiegen, dann wieder links – unsignalisiert – in die Straße Am Hombruchsfeld und wiederum unter Beachtung des Gegenverkehrs bis zur Ampelkreuzung links auf die Zillestraße.

Hierbei wären noch mehr Staus und noch längere Wartezeiten während der Rush-Hour in Kauf zu nehmen.

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