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Zuweisung durch Bezirksregierung

Dortmund muss wieder neue Flüchtlinge unterbringen

DORTMUND Die Ruhepause ist vorbei: Seit Anfang November werden Dortmund von der Bezirksregierung wieder Flüchtlinge zugewiesen. Wie viele die Stadt künftig unterbringen muss und welche Folgen das für die Übergangsquartiere hat, sind nur zwei von vielen offenen Fragen.

Dortmund muss wieder neue Flüchtlinge unterbringen

Viele Übergangsquartiere der Stadt für Flüchtlinge, wie hier in Brackel, wurden inzwischen aufgegeben. Foto: Schaper Foto: Foto: Oliver Schaper

Seit Anfang November weist die Bezirksregierung der Stadt Dortmund pro Woche 30 Flüchtlinge zu, teilte Stadtsprecherin Anke Widow Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion mit. Ab Beginn des Jahres 2018 rechnet die Stadt wöchentlich mit 40 neu zugewiesenen Flüchtlingen.

Damit geht eine seit Sommer 2016 andauernde Phase zu Ende, in der fast keine neuen Asylbewerber mehr nach Dortmund geschickt wurden. Die Stadt hat dementsprechend zahlreiche Übergangseinrichtungen und Notquartiere geschlossen - bis hin zum Abbau von sechs Traglufthallen, die mit Millionenaufwand angeschafft worden waren, von denen aber nur zwei überhaupt genutzt wurden.

Noch neun Quartiere

Von einst 20 städtischen Einrichtungen zur Unterbringung von Flüchtlingen sind noch neun in Betrieb. Sie bleiben wohl auch weiter „am Netz“, erklärte Sozialdezernentin Birgit Zoener. Ein Teil der Kapazitäten wird aktuell allerdings auch dazu genutzt, Bewohner des geräumten Hannibal-Hochhauses unterzubringen.

Für sie, wie auch für in Dortmund lebende Flüchtlinge, sucht die Stadt händeringend nach Wohnungen. Insgesamt leben inzwischen rund 9000 Flüchtlinge in Dortmund, der Großteil davon in eigenen Wohnungen.

Warten auf Vorgaben des Landes

Ob die vorhandenen Plätze in den Übergangsquartieren ausreichen, hängt von Entscheidungen des Landes ab. Dabei geht es um die Frage, wie die Aufnahme-Quote, die Dortmund erfüllen muss, mit der Zahl der Flüchtlinge mit Wohnsitzauflage verrechnet wird.

Nach bisherigem Stand müsste Dortmund rund 1100 Flüchtlinge in 2018 neu aufnehmen. Ein großer Teil der Verpflichtung ist eine Folge der Aufgabe der Erstaufnahme für Flüchtlinge an der Buschmühle. Sie war Ende Juni 2017 geschlossen worden.

Abhängig von den erwarteten neuen Vorgaben des Landes will die Stadt flexibel darüber entscheiden, ob im nächsten Jahr weitere Übergangsquartiere geschlossen werden – oder ganz im Gegenteil bereits aufgegebene wieder geöffnet werden müssen..

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