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Nicht angemeldete Demo

Fan-Protestmarsch: Polizei ermittelt gegen Unbekannt

DORTMUND Die Polizei bewertet den für Samstag geplanten Protestmarsch von BVB-Fans als Demonstration und sucht einen offiziellen Anmelder. Ein Fan-Bündnis der Südtribüne will mit ihm ein Zeichen gegen die Vereinspolitik von RB Leipzig setzen. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen einer Straftat.

Fan-Protestmarsch: Polizei ermittelt gegen Unbekannt

Fans der Südtribüne und Ultra-Gruppen rufen zur Teilnahme an einem Fanmarsch auf.

Aktualisierung Freitag, 12:14 Uhr: Verstoß gegen das Versammlungsgesetz

Die Polizei bewertet den Fanmarsch gegen RB Leipzig als Demonstration. Rechtliche Grundlage dafür ist das Versammlungsgesetz. Weil die Demonstration nicht rechtzeitig angemeldet und dennoch öffentlich zur Teilnahme aufgerufen worden ist, versucht die Polizei nun, an die Organisatoren der Demonstration heranzukommen und ermittelt gegen Unbekannt. Der Aufruf zu einer nicht angemeldeten Demonstration ist eine Straftat. Die Polizei kann Demonstrationen nicht genehmigen, allerdings Verbote und Auflage aussprechen.

Der Polizei ist nicht bekannt, über welche Straßen der Fanmarsch ziehen wird, und wie viele Fans an der Protestaktion teilnehmen. "Wir müssen flexibel reagieren", sagte eine Polizeisprecherin. Welche Straßen zur Sicherheit der Demonstranten gesperrt sein werden, kann nicht gesagt werden, weil bisher niemand mit der Polizei über die Route gesprochen hat. Möglich sind Hohe Straße - Ardeystraße - Strobelallee oder Hohe Straße - Kreuzstraße - Wittekindstraße.

Anwohner und Autofahrer sollten in diesen Bereich ab 16 Uhr mit Staus und Wartezeiten durch Straßensperren rechnen.

Kaum Parkplätze, Fanmarsch, Kontrollen

Die wichtigsten Fan-Infos zum BVB-Spiel gegen RB Leipzig

DORTMUND Der 8. Spieltag der Bundesliga steht in Dortmund unter besonderen Vorzeichen. Beim BVB-Heimspiel gegen RB Leipzig am Samstag will die Polizei erneute Gewalt wie im Februar 2017 verhindern. Dortmunder Fans planen einen Protest gegen RB Leipzig. Dazu wird es wird eng in der Stadt. Unsere Übersicht vor einem "Hochrisikospiel".mehr...

So haben wir am Donnerstag berichtet: Polizei wird Fanmarsch wohl nicht auflösen

Ultras und andere Fans von Borussia Dortmund weichen in ihrer Kritik am Kommerz bei RB Leipzig nicht einen Deut zurück und rufen am 8. Spieltag in der Fußball-Bundesliga zu einem Protestmarsch auf. Treffpunkt ist um 15 Uhr beim Fanprojekt an der Hohen Straße / Dudenstraße in der Dortmunder Innenstadt, der Start um 16 Uhr.

Die Dortmunder Polizei bewertet den Protest auf den Straßen zwischen Fanprojekt und Stadion als Demonstration. Grundlage dafür ist das per Grundgesetz garantierte Versammlungsrecht - und sie sucht einen Demonstrations-Anmelder, der einen Versammlungsleiter benennt und Ordner einsetzt. Die Polizei kann Auflagen erteilen und muss auf Pflichten hinweisen: So sind Alkoholkonsum und Pyrotechnik verboten. 

Und die Polizei muss die Demonstration schützen. Mit Protest gegen die Demonstration durch RB Leipzig-Fans ist nicht zu rechnen, allerdings ist der Verkehr zu regeln. Dafür muss die Polizei die Demo-Route kennen. Doch selbst wenn die Polizei keinen Anmelder findet, wird der Fanmarsch stattfinden. Dass die Polizei die Versammlung am Samstag auflöst, ist unwahrscheinlich. "Eine Demonstration bringt Pflichten mit sich", sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag.

Thilo Danielsmeier vom Dortmunder Fanprojekt geht davon aus, dass die Teilnehmer des Fanmarschs friedlich bleiben. "Da ist der harte Kern der Ultraszene unterwegs. Dieser harte Kern war im Februar an den Ausschreitungen auf der Strobelallee nicht beteiligt, sondern längst im Stadion", sagte der Leiter des Fanprojekts.

DORTMUND Wenn der BVB am Samstag (18.30 Uhr) RB Leipzig zum Bundesliga-Topspiel empfängt, kommen zwangsläufig Erinnerungen an den 4. Februar dieses Jahres auf. Vor dem damaligen Aufeinandertreffen der beiden Klubs war die Lage eskaliert und mündete in der Sperrung der Südtribüne. Das Bündnis "Südtribüne Dortmund" plant für den Spieltag einen Protestmarsch.mehr...

DORTMUND Nach den Ausschreitungen im Februar wollen die Dortmunder Polizei und Borussia Dortmund beim nächsten BVB-Heimspiel gegen RB Leipzig erneute Gewalt gegen friedliche Fans und Polizisten verhindern. Die Polizei kündigt eine Null-Toleranz-Strategie an und verweist auf hohe Geldstrafen.mehr...

Vereinsrettung vor zehn Jahren

BVB-Fanmarsch mit 2200 Teilnehmern

DORTMUND "Niebaum, Meier, Pleitegeier": Mit dieser Parole bahnten sich vor zehn Jahren 1500 BVB-Fans ihren Weg vom Friedensplatz zum Stadion. Kurze Zeit später schaffte es Borussia Dortmund, die Insolvenz doch noch zu vermeiden. Zum zehnten Jahrestag marschierten am Samstagnachmittag die Fans erneut in Richtung Stadion - es waren sogar mehr als 2005.mehr...

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