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Spezialkameras

Feuerwehr-Drohne kann Unfallopfer aufspüren

DORTMUND Eine zu Forschungszwecken entwickelte Drohne hat es in den Einsatzdienst der Feuerwehr geschafft: Der Octocopter kann nicht nur von A nach B fliegen, sondern auch brandgefährliche Gefahren aufspüren und im Dickicht verborgene Unfallopfer erkennen. Ein weiterer Drohnen-Typ ist noch in der Experimentierphase. Er ist spektakulär.

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Norbert Pahlke vom Fernmeldezug der Dortmunder Feuerwehr steuert die Drohne mit einer Fernbedienung.

Die Drohne der Dortmunder Feuerwehr kann mit der Digitalkamera (rechts, ein Lumix-Modell) Bilder aufnehmen und live übertragen und mit der Infrarotkamera (links) Wärmequellen aufspüren.

Um unter Trümmern liegende Glutnester aufspüren und vermisste Personen erkennen zu können, kann die Dortmunder Feuerwehr eine Drohne über Einsatzorte steuern und Bilder aufnehmen. Die live übertragenen Daten geben den Einsatzleitern einen guten Überblick. Das Zoomobjektiv einer handelsüblichen Digitalkamera kann Details scharf heranziehen.

Um verdeckte Feuergefahren oder im Dickicht verborgene Unglücksopfer erkennen zu können, sucht die Feuerwehr ein Areal mit der Infrarotkamera der Drohne ab - die Kamera erkennt Wärmequellen und überträgt die Bilder ebenfalls live.

Feuerwehr-Drohne kann verunglückte Patienten orten

Norbert Pahlke vom Fernmeldezug der Dortmunder Feuerwehr steuert die Drohne mit einer Fernbedienung.
"Selber zu sehen, wohin man fliegt, ist das kleinste Problem. Das größte Problem ist, selber gesehen zu werden":Dr. Hauke Speth von der Dortmunder Feuerwehr leitet das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie.
Rechts die nicht handelsübliche Drohne der Dortmunder Feuerwehr, links eine DJi Mavic Pro.
Zubehör im großen Koffer der Feuerwehr-Drohne.
Rechts eine Digitalkamera, links die Infrarotkamera.
Rückansicht auf die Drohne: Unten eine Antenne, die Daten überträgt. Der blaue Stecker (rechts neben 07/16) zeigt die Akku-Leistung an.
Kunststoff und Karbon bilden den Corpus der Drohne.
30 000 Euro kostet der kleine Flieger, den die Feuerwehr über Einsatzorte steuert, um mit der Optik wichtige Informationen aufzunehmen.
Die Drohne der Dortmunder Feuerwehr kann mit der Digitalkamera (rechts, ein Lumix-Modell) Bilder aufnehmen und live übertragen und mit der Infrarotkamera (links) Wärmequellen aufspüren.
Der Octocopter der Feuerwehr im Gegenlicht: Acht Rotoren organisieren von der Bordelektronik angeleitet den stabilen Flug.
Die Einsatz-Drohne vor einem Fahrzeug der Dortmunder Feuerwehr.
Übersichtlich organisiert: Das "Cockpit" der Feuerwehr-Drohne.
Dieser unbemannte Flieger erinnert mit seinen Tragflächen an ein Modellbau-Flugzeug. Kameratechnik nimmt für die Feuerwehr wichtige Daten auf.
Diesen unbemannten Flieger hat das Institut für Flugsystemdynamik der RWTH Aachen entwickelt. Das Modell kann 45 Minuten fliegen ist mit Tragflächen schneller als klassische Copter-Drohnen.
Luftbild von einer Einsatzstelle der Feuerwehr nach einem Großbrand in Witten: Die roten Felder im blauen Feld zeigen Glutnester. Eine Infrarotkamera visualisiert die Wärmequellen - die Feuerwehr kann also auch bei Einsturzgefahr eine Halle zuverlässig inspizieren, um Gefahren orten zu können.

Tragflächen wie ein Flugzeug

Die Einsatzdrohne ist nicht der einzige Flieger, den die Dortmunder Feuerwehr mit entwickelt hat. Das Institut für Feuerwehr- und Rettungstechnologie ist mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen, der Deutschen Telekom und der Deutschen Flugsicherung für einen neuen Drohnen-Typ an den Start gegangen.

Das unbemannte Flugobjekt nutzt, wie Quadro- oder Octocopter, zwar Rotoren, setzt aber Tragflächen wie ein Flugzeug ein und kann deshalb schneller fliegen. Auch optisch erinnert der Flieger eher an ein Modellflugzeug als an eine der handelsüblichen Kamera-Drohnen.

Dieser Videofilm stellt das Projekt vor:

 

 

 

Der auf Phoenix-West in Hörde getestete Flieger hat allerdings keine Serienreife. Er muss insgesamt robuster werden. Einsetzen kann die Feuerwehr ein späteres Modell, wenn der Luftraum besser überwacht werden kann. "Selber zu sehen, wohin man fliegt, ist das kleinste Problem. Das größte Problem ist, gesehen zu werden", sagt Dr. Hauke Speth von der Dortmunder Feuerwehr. Denn der Verkehr mit Drohnen wird in Deutschland weiter steigen.

Eine Drohne mit größerer Reichweite kann die Feuerwehr vorschicken, um Einsatzorte aus der Luft bewerten zu können. Zum Beispiel bei einem Unfall in einem Autobahnkreuz. Häufig können Zeugen nicht genau sagen, auf welcher Fahrbahn sich der Unfall ereignet hat. Wenn die Drohne die genaue Position durchgibt, kann die Feuerwehr ohne Umwege und Zeitverluste anfahren.

DORTMUND Seit 2010 erforscht die Dortmunder Feuerwehr den Einsatz von Drohnen, die bei gefährlichen Einsätzen wichtige Daten aufzeichnen und an den Boden liefern. Die moderne Technik könnte schnell wieder Geschichte sein - warum, erklären wir in einem Fragen und Antworten.mehr...

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Norbert Pahlke vom Fernmeldezug der Dortmunder Feuerwehr steuert die Drohne mit einer Fernbedienung.

Die Drohne der Dortmunder Feuerwehr kann mit der Digitalkamera (rechts, ein Lumix-Modell) Bilder aufnehmen und live übertragen und mit der Infrarotkamera (links) Wärmequellen aufspüren.

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