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Diethelm Textoris

Mengeder wanderte 40.000 Kilometer durch 22 Länder

MENGEDE Wenn man alles addiert, hat Diethelm Textoris in 40 Jahren ein Mal den Äquator umrundet. Mehr als 40.075 Kilomete. Zu Fuß. Und der 69 Jahre alte ehemalige Studiendirektor wandert immer noch. Uns hat er erzählt, was er auf seinen Reisen erlebt hat - und wie seine Begegnung mit einem Bären ausging.

Mengeder wanderte 40.000 Kilometer durch 22 Länder

Diethelm Textoris ist trotz seines Alters von 69 Jahren gut zu Fuß. Rund 22 Länder hat er in seiner 40-jährigen Laufbahn unter die Wanderstiefel genommen und dabei auch keine Angst vor luftiger Höhe, sowie hier in der Hohen Tatra (Slowakei), gezeigt.

Mengeder wandert ein Mal um die Welt

Diethelm Textoris wandert seit über 40 Jahren. Hier überquert er 1975 die Alpen.
Auch nach über 40.000 Kilometern Wanderschaft zieht es ihn auf immer neue Touren - wie diese auf Korsika.
Dort stieg er in den "Kessel der Einsamkeit" hinunter.
Auf dem Jakobsweg löste sich bei Textoris auf einmal eine Netzhaut ab. Eine spanische Augenklinik half ihm.
In der Hohen Tatra war Textoris auch schon wandern.
In der Hohen Tatra war Textoris auch schon wandern.
Bisher war Textoris in 22 Ländern - hier in der marokkanischen Sahara.

Angefangen hatte alles 1973, als er ein Schild entdeckte, auf dem zu einer Rhein-Ruhr-Wanderung mit dem Ziel Königswinter eingeladen wurde. Textoris gefiel die Wanderung so gut, dass er sie bis nach Altenahr verlängerte. Vier Jahrzehnte später kann er von sich behaupten, Routen in ganz Deutschland und halb Europa unter die Wanderschuhe genommen zu haben. Weitere Touren führten ihn auf die Insel Reunion, Marokko oder Amerika. Insgesamt hat Textoris 22 Ländern zu Fuß „abgeklappert“. Durchschnittlich 50 Tage und rund 1000 km im Jahr.

„Aufregende Abenteuer habe ich nicht erlebt und überfallen worden bin ich zum Glück auch nie“, erinnert sich Textoris. Einen heiklen Fall gab es allerdings: Als er in der kalifornischen Sierra Nevada unterwegs war. „Weil es dort keine Einkaufsmöglichkeiten gab, musste ich Verpflegung für knapp drei Wochen mitnehmen. Trotzdem hatte ich am 19. Tag nur noch Brotkrümel, zwei Maggi-Würfel und zwei Beutel Tee – aber noch fünf Stunden zu laufen.“

Und dann war da noch die Sache mit dem Bären: „Um seine Vorräte zu sichern, musste man die hoch in einen Baum hängen.“ Doch Textoris hatte seine nicht hoch genug gehängt: „In der Nacht, als ich im Zelt lag, hörte ich Geklapper und Geknurre.“ Das Ergebnis am Morgen: Ein Schwarzbär hatte versucht Beute zumachen und dabei eine stabile Aluminium-Trinkflasche durchgebissen. Den Bären hat Textoris zwar nicht gesehen, doch die lädierte Flasche mit den zwei großen Löchern, hat er als „Souvenir“ aufgehoben.

Zweimal hatte sich der wanderlustige Mengeder durch Stürze Brüche zugezogen. Ein ernsthafteres Problem erlebte er auch auf dem spanischen Jakobsweg: „60 km vor Santiago hatte ich plötzlich einen dunklen Fleck im rechten Auge.“ Eine Netzhautablösung, die aber in einer spanischen Spezialaugenklinik hervorragend behandelt wurde. Textoris: „Seitdem habe ich keine Probleme mehr.“ Und auch seine Wanderlust ist ungebrochen. Derzeit ist er auf dem Arminiusweg – von der Porta Westfalica nach Kalkriese – unterwegs, wo nach neueren Forschungen die Varusschlacht stattgefunden haben soll.

Und sonst? „Ich möchte noch einmal über die Alpen, von Meran bis nach Verona und weitere Mittelgebirgswanderungen unternehmen. Aber das ist eine Frage der Gesundheit.“ Noch ist die kein Problem. Fit hält ihn sein Australischer Schäferhund „Cooper“: „Der braucht täglich drei bis vier Stunden Auslauf.“ 

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