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Stadt wertet Beschwerden aus

"Musikterror": Das ist aus der Petition gegen Straßenmusiker geworden

DORTMUND 162 Menschen haben seit Januar Michael und Harald Weiss' Petition unterschrieben. Eine Petition gegen den "Lärm" von Straßenmusikern auf dem Westenhellweg, wie Michael Weiss sagt. Die Stadt wollte die Beschwerde bis Mai auswerten. Doch bis heute ist nichts passiert.

"Musikterror": Das ist aus der Petition gegen Straßenmusiker geworden

Die Straßenmusik auf dem Westenhellweg gefällt Michael Weiss gar nicht. Er hat eine Petition gegen den "Lärm", wie er ihn nennt, gestartet.

Wer in die Stadt zieht, kann nicht mit Totenstille rechnen. Das taten Michael und Harald Weiss auch nicht, als sie vor drei Jahren aus der bayrischen Landeshauptstadt mitten auf die Dortmunder Einkaufsmeile zogen. Was sie seither unter den Fenstern der Wohnung am Westenhellweg erleben, nennen sie "durch Lärm verursachte, stressbedingte Krankheitssymptome". Gegen Straßenmusiker sammelte Harald Weiss seit dem 25. Januar 162 Unterschriften bei einer Online-Petition.

"Musiker" in Gänsefüßchen

In Abwandlung des Kant-Zitats: "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt", schreibt Michael Weiss: "Die Freiheit der Musiker hört auf, wo sie die Freiheit der Anwohner einschränkt." Und das Wort Musiker setzt er dabei in Gänsefüßchen, denn das, was er täglich von unten in seine Wohnung schallen hört, bezeichnet Weiss als "Lärm" von "ziemlich talentfreien Musikern".

Michael und Harald Weiss wollen erreichen, dass die Stadt den politischen Gremien ein anderes Konzept als das seit 2015 hier gültige vorschlägt. Sie verweisen auf München. Dort seien zum Beispiel Trommeln und Trompeten nicht erlaubt, dort müssten Straßenmusikanten erst drei verschiedene Stücke bei der Münchner Stadtinformation vorspielen, und erst dann würde entschieden, ob die Musik anderen auf Dauer zuzumuten sei.

30-Minuten-Regel

Die in Dortmund vorgeschriebene 30-Minuten-Regelung' tag=' werde zwar eingehalten, so Harald Weiss, die Vorgabe zum Ortswechsel im 150-Meter-Abstand aber nicht. "Und so schallt und trommelt es gegebenenfalls von 12 bis 21 Uhr (wenn das Amt nicht mehr kontrollieren möchte) lautstark rund um Karstadt", schreibt der genervte Anwohner, über dessen Petitionsstart diese Zeitung Ende Januar berichtete. Weiss will Lautstärken von 60 bis 108 Dezibel gemessen haben, wie es in seinem Internet-Auftritt "Schluss mit dem Musikterror der Straßenmusiker in Dortmund" heißt.

Für Mai, so hieß es im Januar bei der Stadt, sei eine Auswertung der bisherigen Regeln geplant. Inzwischen ist es Mitte Juni. Stadtsprecher Maximilian Löchter vertröstet auf den Herbst: "Bis dahin wird die Entwicklung inklusive der eingehenden Beschwerden und der ergriffenen Maßnahmen beobachtet, erfasst und ausgewertet."

Das Ordnungsamt zählt

Seit Juli 2016 werden die Beschwerden zur Straßenmusik statistisch festgehalten. Bis Ende 2016 gingen beim Ordnungsamt 26 ein, von Januar bis zum 12. Juni dieses Jahres waren es 14. Maximilian Löchter dazu: "Vor der Modifizierung der Spielregeln für Straßenmusik im Mai 2015 hatten wir nach bisheriger Einschätzung mehr Beschwerden."

DORTMUND Wer öfter auf dem Westen- und Ostenhellweg flaniert, sieht und hört immer wieder dieselben Straßenmusiker: Mit Panflöte, Akkordeon oder der klassischen Gitarre. Anwohner des Westenhellwegs haben jetzt eine Online-Petition gegen die Dauerbeschallung durch Straßenmusik gestartet. Nervig oder eine Bereicherung? Was meinen Sie?mehr...

 

 

 

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