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Drogenszene

Neuer Druckraum statt Straße

DORTMUND Bei der Stadt denkt man über die Einrichtung eines zweiten oder gar dritten Drogenkonsumraums nach. "Das Ziel ist, den Drogenkonsum von der Straße zu kriegen", erklärt Ordnungsdezernentin Diane Jägers. Sie hat auch schon eine Idee für einen möglichen Standort.

Neuer Druckraum statt Straße

Bislang gibt es in Dortmund einen Drogenkonsumraum.

Vor allem in der Nordstadt – im Umfeld des Nordmarkts und der Münsterstraße – ist der Drogenkonsum auf offener Straßen ein zunehmendes Problem. Es ist gewissermaßen der Fluch der guten Tat. Denn die Stadt hat – wie zuletzt an der Mallinckrodtstraße – inzwischen zahlreiche verwahrloste Problemhäuser aufgekauft und lässt sie sanieren. Oft dienten die Häuser allerdings zuvor Drogenabhängigen als Unterschlupf. 

Drogenszene hat sich verlagert

Die Folge: Die Drogenszene hat sich mehr und mehr auf Straßen und Plätze verlagert. „Das ist jetzt eine sozialpolitische Herausforderung“, sagt Diane Jägers. Nachzudenken sei etwa über einen weiteren Druckraum, in dem Drogenabhängige unter Aufsicht und hygienischen Bedingungen Drogen konsumieren könnten oder auch an ein Hospiz. Denn es gebe inzwischen viele ältere Drogenabhängige, die sterbenskrank seien, erklärt die Dezernentin. 

Vorbild ist die Stadt Frankfurt, die der Ausschuss für öffentliche Ordnung 2016 besucht hat. Dort setzt man beim Umgang mit der Drogenszene mit dem bundesweit beachteten „Frankfurter Weg“ auf eine Mischung aus Repression und Hilfe – und hat inzwischen vier Drogenkonsumräume eingerichtet.

Zum Streitpunkt dürfte vor allem die Frage werden, wo ein weiterer Drogenkonsumraum eingerichtet wird. Bei einem Ortstermin der CDU-Fraktion mit Diane Jägers erinnerte der Nordstadt-Ratsvertreter Thomas Bahr gleich an den langen Kampf der Nordstadt-Politik gegen einen Druckraum in ihrem Stadtbezirk. Für Diane Jägers sind die Positionen klar abgesteckt: „Es gibt die fachliche und die politische Sicht. Fachlich ist die klare Maßgabe, den Druckraum da einzurichten, wo die Menschen sind, die man erreichen will. Und das Drogenproblem ist ein Problem der Nordstadt.“

Beifall für Vorstoß

Bei Szene-Experten stößt der Vorstoß für mindestens einen weiteren Drogenkonsumraum auf Beifall. Denn der Bedarf ist groß. „Wir stoßen zunehmend an unsere Belastungsgrenzen“, berichtet Jan Sosna als Leiter des von der Aids-Hilfe getragenen Cafés Kick am Eisenmarkt, zu dem der bislang einzige Drogenkonsumraum in Dortmund gehört. Selbst in den Sommermonaten habe man zuletzt steigende Nutzerzahlen verzeichnet – möglicherweise ebenfalls eine Folge des „Aufräumens“ in der Nordstadt. 

Auf offene Ohren stößt Diane Jägers auch in der Politik. Ein weiterer Drogenkonsumraum könne sowohl den Abhängigen als auch der Allgemeinheit helfen, ist die CDU-Ratsfrau und Vorsitzende des Ausschusses für öffentliche Ordnung, Christiane Krause, nach dem Nordstadt-Rundgang ihrer Fachfraktion überzeugt. Zu diskutieren sei, wo der Druckraum eingerichtet werde. In dem Punkt stellte auch Diane Jägers klar: „Am Ende entscheidet die Politik.“

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