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An der Zeche Zollern

Neues Kinderhospiz entsteht mit Wald zum Toben

BÖVINGHAUSEN Gegenüber der Zeche Zollern entsteht ein weiteres Hospiz. Gebaut wird es für todkranke Kinder und junge Leute. Der Grundstückskauf ist unter Dach und Fach. Baustart des neuen Kinderhospizes soll 2019 sein. Das ist das Ziel des Teams um Stiftungsgründerin Elisabeth Grümer. Jetzt geht‘s noch ums Geld.

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So sieht einer der ersten Entwürfe für das neue Hospiz an der Bockenfelder Straße aus. Nun wollen die Planer sich aber erst noch inspirieren lassen und gehen auf Besuchs-Tour.

Architekt Klaus Winkelmann zeigt Elisabeth Grümer die erste Vorplanung fürs Hospiz.

Bei der Stadt Dortmund, berichtet Elisabeth Grümer im Gespräch mit unserer Zeitung, seien die Pläne für ein erstes Kinderhospiz in Dortmund sehr positiv aufgenommen worden. Sowohl von der Verwaltung als auch der Politik. Auch die Sparkasse habe Unterstützung signalisiert. „Wir brauchen alles an Hilfe, was wir kriegen können“, sagt die 70-Jährige. Bei 4 Millionen Euro liegt die Summe, um das neue Hospiz in direkter Nachbarschaft zum im Juni 2012 eröffneten Hospiz realisieren zu können.

Kinderhospiz entsteht mit acht Plätzen

Die Pläne vom Architekturbüro Winkelmann/Jarzina/Ruttkowski liegen auf dem Tisch. „Die ersten drei Entwürfe“, sagt Klaus Winkelmann. Die könnten noch verfeinert, verbessert, angepasst werden an das, was sie vielleicht an Positivem mitnehmen, wenn sie sich andere Kinderhospize anschauen. Einrichtungen in Berlin und Hamburg stehen auf der Besuchsroute. „Wir wollen bei uns das Bestmögliche realisieren“, sagt Elisabeth Grümer.

Die vielen Nachfragen beim Hospiz St. Elisabeth nebenan hätten den neuen Plan reifen lassen. „Wir mussten immer Nein sagen, wenn wir gefragt wurden, ob wir auch todkranke Kinder aufnehmen würden“, sagt Elisabeth Grümer. Entstehen wird wieder ein sehr helles und luftiges Gebäude mit acht Plätzen, Einzelzimmern um die 20 Quadratmeter groß, ebenerdig, alle ins Grüne ausgerichtet. Mit viel Platz für Bewegung, für Musik, für Sport und Entspannung.

„Und einem Wald zum Toben direkt vor der Tür“, sagt Josef Küpper, stellvertretender Stiftungsvorsitzender. Dazu kommt eine Wiese zum Spielen. In die erste Etage kommen noch mal acht Zimmer für Eltern, Geschwister oder Freunde zum Übernachten für einen Tag oder eine Woche. Auch Kindertagespflege soll angesiedelt werden – damit Eltern, die ihre schwerstkranken Kinder pflegen, sich mal eine Auszeit nehmen können.

Kinderhospiz ist auf Spenden angewiesen

Die Aufnahmebedingungen für das neue Hospiz sind andere als in der bestehenden Einrichtung an der Bockenfelder Straße: Handelt es sich beim Hospiz St. Elisabeth um Menschen mit einer Lebenserwartung von weniger als 28 Tagen, ist das bei Kindern und Jugendlichen anders. „Voraussetzung für eine Aufnahme ist hier eine deutlich verkürzte Lebenszeit“, erklärt Josef Küpper. Und fügt hinzu: „Also eine Krankheit, die zum Tod führt.“

Es könne also durchaus so sein, dass jemand vielleicht mit 16 Jahren das erste Mal für vier Wochen aufgenommen werde und er vielleicht mit 25 Jahren wiederkomme. Aber das gehört alles zum Grundkonstrukt. Elisabeth Grümer rührt jetzt erst einmal die Werbetrommel, um Spenden zu sammeln. Jede Menge Grafiken, zum Teil von bekannten Künstlern, warten auf neue Besitzer. Für den 4. November ist ein Aktionstag geplant.

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So sieht einer der ersten Entwürfe für das neue Hospiz an der Bockenfelder Straße aus. Nun wollen die Planer sich aber erst noch inspirieren lassen und gehen auf Besuchs-Tour.

Architekt Klaus Winkelmann zeigt Elisabeth Grümer die erste Vorplanung fürs Hospiz.

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