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Graf-Konrad-Grundschule

Neues Projekt: Gesundheitstipps für geflüchtete Kinder

EVING Das Gesundheitsamt hat vor einiger Zeit in einigen Dortmunder Schulen das Projekt "Gesundheitsförderung in Willkommensklassen" ins Leben gerufen. Eine der ersten Schulen, die sich daran beteiligten, war und ist die Graf-Konrad-Schule am Grävingholz in Eving.

Neues Projekt: Gesundheitstipps für geflüchtete Kinder

Silvia Heptner und Ursula Brinkmann (v.l.) setzen sich an der Graf-Konrad-Grundschule für das Projekt „Gesundheitsförderung in Willkommensklassen“ des Gesundheitsamtes ein.

Grundgedanke bei dem Projekt ist, wie Lehrerin Silvia Heptner erläutert, Menschen, die aus den Krisengebieten dieser Welt nach Deutschland kommen, einige grundlegende "Verhaltensnormen" nahezubringen. Einige Kinder, die von dort kommen – viele von ihnen sind aufgrund der Kriegserfahrungen traumatisiert – seien unterernährt, andere in Folge von falscher Ernährung erheblich zu dick.

Einige Kinder haben noch nie eine Zahnbürste gesehen, andere beherrschen nicht das Essen mit Messer und Gabel. Wieder andere wirken in Erkältungszeiten anfälliger als Kinder, die in Deutschland aufgewachsen sind. Man möge das bitte nicht als Kritik verstehen, schränkt Schulleiterin Ursula Brinkmann ein. Wer täglich ums nackte Überleben kämpfe, habe verständlicherweise wenig Sinn zum Beispiel für die richtige Zahnhygiene. 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Wichtig sei bei aller Aufklärung der Kinder die Zusammenarbeit mit den Eltern. Schließlich könne niemand vom Schulpersonal dabei sein, wenn es abends vor dem Schlafengehen ans Zähne putzen gehe. Deswegen finden etwa alle sechs Wochen Infoveranstaltungen statt, zu denen auch die Eltern eingeladen sind. Die Graf-Konrad-Schule, die über einen Anteil von 80 Prozent an Kindern mit Zuwanderungshintergrund verfügt, arbeitet zu diesem Zweck auch mit Dolmetschern zusammen.

Derzeit gibt es an der Schule an der Grävingholzstraße zwei Willkommensklassen mit insgesamt rund 40 Schülern – viele davon aus Syrien oder Afghanistan, andere aus Südosteuropa. Auch Sinti und Roma oder Afrikaner sind dabei. Seit 2015 gibt es das Projekt nun schon am Grävingholz, und Silvia Heptner sieht durchaus Erfolge. Die Kinder wirken insgesamt stabilisierter, so sagt sie, und auch sicherer im Umgang untereinander – wobei die Graf-Konrad-Schule auch schon vor der „Gesundheitsförderung in Willkommensklassen“ Wert auf eine gesunde Ernährung gelegt habe, wie Ursula Brinkmann erklärt.

"Etwas Befriedigendes"

Der Unterricht in den Willkommensklassen sei übrigens trotz aller Schwierigkeiten (Sprache, unterschiedliche Vorkenntnisse) auch für Lehrer etwas Befriedigendes, sagt Silvia Heptner. Man müsse sich nicht strikt an irgendwelche Richtlinien und Lehrpläne halten, sondern könne mit den Kindern das machen, von dem man selbst glaube, dass es ihnen am meisten nützt.

Das könne auch mal ein Einkauf im Supermarkt sein, um Äpfel, Birnen und Bananen kennenzulernen und richtig zu benennen. Die Kinder würden einem dafür enorm viel an Dankbarkeit entgegenbringen.

 

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