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Kundgebungs-Marathon in Dorstfeld

Polizei warnt vor Einschränkungen am Demo-Samstag

DORSTFELD/HUCKARDE Personenkontrollen, Parkverbote, Störungen im öffentlichen Verkehrsnetz - der Demo-Samstag wird für Teile des Dortmunder Westens und der Innenstadt erhebliche Einschränkungen mit sich bringen. Die Polizei informiert die Anwohner nun mit Flugblättern und einem Bürgertelefon über die Kundgebungen von Neonazis, Hooligans und Nazi-Gegnern.

Polizei warnt vor Einschränkungen am Demo-Samstag

Demonstration der "autonomen Nationalisten" am 2. September 2010 in der Dortmunder Innenstadt. Zuvor hatte Dortmunds Polizeipräsident Hans Schulze einen Aufmarsch von 1500 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet verboten. Mitglieder der antifaschistischen Szene protestierten lautstark gegen die Kundegbung von ca. 80 Neonazis.

Die Polizei verteilt in den kommenden beiden Tagen Flugblätter an Anwohner im Dorstfelder Ortszentrum und entlang der Rheinischen Straße. Darin warnt Polizei-Präsident Gregor Lange vor Beeinträchtigungen im Straßenverkehr und im öffentlichen Verkehrsnetz bereits ab dem frühen Vormittag. "Stellen Sie sich bitte darauf ein und planen Sie gegebenenfalls Zeitreserven vor. Informieren Sie sich rechtzeitig über veränderte Verkehrsregelungen, insbesondere über Parkverbote in Ihrem Wohnumfeld", so Lange.

Darüber hinaus kündigt die Polizei im gesamten Dortmunder Westen und der Innenstadt Personenkontrollen an. An den Dortmunder Bahnhöfen und Haltepunkten sollten sich Reisende auf kurzfristige Sperrungen einstellen. Die Bundespolizei hat bekannt gegeben, dass sie mit zahlreichen Einsatzkräften im Einsatz sein werde.

Dorstfeld steht im Zentrum der Kundgebungen

Zum zehnten Jahrestag der Tötung des Dortmunder Punkers Thomas Schulz am 28. März 2005 werden am Samstag sowohl Neonazis und Hooligans auf der einen und Nazi-Gegner auf der anderen Seite auf die Straße gehen. Im Zentrum der Kundgebungen wird Dorstfeld stehen.

Die Rechtsradikalen planen einen Protestzug von Huckarde nach Dorstfeld und ein anschließendes Rechtsrock-Konzert. Die genauen Orte der rechtsradikalen Kundgebungen will die Polizei noch nicht nennen. Sie würden noch nicht endgültig feststehen.  Die antifaschistische Union  will ab 14 Uhr vom S-Bahnhof Dorstfeld über den Wilhelmplatz und die Rheinische Straße bis zum Ort der Tötung, die U-Bahnstation Kampstraße, ziehen. Ebenfalls auf dem Wilhelmplatz ist ab 14 Uhr ein demokratisches Familienfest geplant. 

In der City gibt es zuvor zwei Gedenkveranstaltungen. Das Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechts gedenkt mit fünf Särgen und Rosen an Todesopfer rechtsextremer Gewalt in Dortmund. 185 Transparente zeigen zusätzlich die Namen von Todesopfern aus ganz Deutschland. Start für diesen Zug ist um 13 Uhr am Museum am Ostwall. Ebenfalls um 13 Uhr gibt es ein Gedenken am Tatort U-Bahnstation. Dort starb vor 10 Jahren Thomas Schulz.

Gericht schmettert Verbot ab

Die Polizei hatte vergeblich versucht, die Nazi-Kundgebungen mit Verweis auf das symbolträchtige Datum zu verbieten. Doch das Oberverwaltungsgericht Münster hob das Verbot mit Verweis auf die Versammlungsfreiheit auf.

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