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Straßenmusiker in Dortmunder Innenstadt

Protest-Bögen gegen Dauerbeschallung am Westenhellweg

Dortmund Für die meisten Passanten gehören die Straßenmusiker am Westenhellweg einfach fest zum facettenreichen Bild in der Dortmunder Innenstadt. Doch was was für die Kunden der Dortmunder Geschäfte nur ein flüchtiger und unterhaltsamer Eindruck ist, ist vielen Anwohnern und Beschäftigten am Westenhellweg ein Dorn im Auge. Viele von ihnen haben ihrem Ärger jetzt Luft gemacht.

Protest-Bögen gegen Dauerbeschallung am Westenhellweg

Gerit Funke (l.) von der Antonia Verlagsgesellschaft überreichte 177 Bögen von Geschäftsleuten und Anwohnern an Planungsdezernent Ludger Wilde und Rechtsdezernentin Diane Jägers. MENNE Foto: Dieter Menne Dortmund

Ein einsamer Straßenmusiker nutzte am Donnerstag das noch trockene, warme Wetter. Er saß dort, wo es für Straßenmusiker am lukrativsten ist: auf dem Westenhellweg, in diesem Fall vor dem Herrenausstatter Anson’s.

Was Passanten eher als angenehm denn störend empfinden, kommt bei Anwohnern und Beschäftigten völlig anders an: Donnerstagabend überreichte Gerit Funke von der Antonia Verlagsgesellschaft, ansässig an Dortmunds Einkaufsmeile, 177 Bögen von Geschäftsleuten und Anwohnern an die zuständigen Dezernenten der Stadt. Die Unterzeichner fühlen sich von lauter Straßenbeschallung gestört.

Störung für Angestellte

Der Streit schwelt schon lange. Wenn an trockenen Sommertagen mehrere Einzelmusiker und Gruppen gleichzeitig in kurzen Abständen spielen, können sich Büroangestellte schlecht konzentrieren, dringt der Lärm durch offene Türen in die Geschäfte.

Rechtsdezernentin Diane Jägers und Planungsdezernent Ludger Wilde wollen die Bögen prüfen und einfließen lassen in eine mögliche, ordnungspolitische Neuordnung zur Straßenmusik.

Eine Verwaltungsvorlage für die politischen Gremien soll es aber frühestens Anfang 2018 geben. Dass die alte Regelung, nach der Musiker nicht länger als 30 Minuten (ab der vollen Stunde) an einem Ort spielen dürften und dann mindestens 150 Meter weiterziehen müssen, reicht Anrainern nicht aus. Anwohner Michael Weiss, der Ende Januar eine Online-Petition gestartet hatte, kritisierte wiederholt, die Vorgabe zum Ortswechsel werde nicht eingehalten.

Westenhellweg wie ein Schalltrichter

Seit Juli 2016 werden die Beschwerden zur Straßenmusik statistisch festgehalten. „Es waren nicht viele“, sagt Jägers. 14, genauer gesagt, in der ersten Jahreshälfte 2017. Dann folgte ein verregneter Sommer.

Am Westenhellweg kämen zwei Dinge zusammen, so Wilde. Für Straßenmusiker sei dies ein besonders attraktiver Raum, aber durch die architektonischen Besonderheiten der fast lückenlosen, hohen Bebauung wirke der Westenhellweg wie ein Schalltrichter.

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