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Westfalenpark

Rettung für das Sonnensegel ist in Sicht

DORTMUND Totgesagte leben länger, lautet ein Sprichwort. Das gilt auch für das Sonnensegel im Westfalenpark. Bei der Stadt hatte man die Hoffnung, die besondere Holzkonstruktion mit dem "fliegenden Dach" zu retten, fast aufgegeben. Doch jetzt ist Rettung in Sicht.

Rettung für das Sonnensegel ist in Sicht

Seit fast fünf Jahren ist das Sonnensegel gesperrt. Jetzt ist eine Sanierung in Sicht.

Retter in der Not ist in diesem Fall die Wüstenrot-Stiftung, die sich für den Erhalt von Denkmälern einsetzt. So wie jetzt für das Sonnensegel. Das war im Januar 2013 gesperrt worden, weil die Standfestigkeit infrage stand. Feuchtigkeit hatte die Holzkonstruktion faulen lassen. Gutachten machten wenig Hoffnung auf einen Erhalt, nachdem die Stützen des Holzsegels schon 2008/09 mit einem Stahlkorsett verstärkt worden waren.

Dann sprang die Wüstenrot-Stiftung ein und finanzierte eine weitere Machbarkeitsstudie. „Es ging darum, einen Abriss zu verhindern“, erklärt Stiftungs-Geschäftsführer Philip Kurz. Denn der besondere Wert des Sonnensegels, das 2015 vorläufig unter Denkmalschutz gestellt wurde, ist unstrittig: „Es ist ein wertvolles Denkmal der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“, erklärt Kurz.

Sonnensegel war Vorstudie für das Olympiastadion

Die Holzkonstruktion war zur Euroflor-Garten-Schau 1969 im Westfalenpark gebaut worden – als Geschenk. „Es ist ein experimentelles Gebäude, mit dem die Holzindustrie zeigen wollte, was sie kann“, erklärt der Dortmunder Architekt Gunnar Ramsfjell, der an der Machbarkeitsstudie beteiligt war.

Entwickelt worden war das Sonnensegel vom Stuttgarter Architekten Günter Benisch, der später das Dach des Olympiastadions in München konstruierte. Das Sonnensegel gilt als Vorstudie dazu.

Stiftung beteiligt sich mit 875.000 Euro

Gründe genug für die Wüstenrot-Stiftung jetzt den Rettungsanker zu werfen: Sie will sich mit 875.000 Euro an den ermittelten Sanierungskosten von 1,75 Millionen Euro beteiligen. „Das ist sehr seriös gerechnet“, versichert Philip Kurz. Zehn Prozent der Sanierungskosten wurden so bereits für „Unvorhergesehenes“ eingeplant.

Die Stadt müsste nur die Hälfte der Sanierungskosten übernehmen, dazu Kosten für den Abbruch alter Einbauten und gärtnerische Arbeiten in Höhe von 250 000 Euro, insgesamt also 1,125 Mio. Euro.

Nutzung ab Herbst 2018 möglich - aber nicht für Konzerte

Wenn der Rat am 28. September die Sanierung beschließt, sollen die Rettungsarbeiten wegen der nötigen Temperaturen von mindestens 17 Grad im nächsten Sommer stattfinden. Im Herbst 2018 könnte das erneuerte Sonnensegel wieder genutzt werden. Allerdings nicht mehr als Veranstaltungsort für Konzerte oder Tanzabende, sondern als überdachter Spielbereich für Kinder und Familien. „Wir arbeiten generell an einem neuen Spielkonzept im Park“, erklärte Westfalenpark-Leiterin Annette Kulozik am Dienstag.

Im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit stieß eine rigorose Einschränkung der Nutzung des Sonnensegels am Dienstag auf Kritik. Der Sanierungsplan selbst fand allerdings viel Beifall.

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