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Musik-Video von Dortmunder Band

Riesen mit Laseraugen zerstören Dortmund

DORTMUND Ein Ufo fliegt über den RWE-Tower, der U-Turm explodiert, von der Westfalenhalle bleiben nur noch Trümmer übrig: Die Dortmunder Band "Hope to meet Jagger" geht in einem Musikvideo wenig zimperlich mit ihrer Heimatstadt um. Das Video hat große historische Vorbilder.

Riesen mit Laseraugen zerstören Dortmund

Ein riesiger Holga Rosen zerstört im Video mit seinem Laserstrahlen-Blick die Westfalenhalle.

Holga Rosen ist ein Mann mit vielen Interessen. Neben seinem Hauptjob als Cartoonist (seine Cartoons erscheinen unter anderem in den Ruhr Nachrichten) betreibt der 46-jährige Dortmunder auch noch das Programmkino Roxy in der Nordstadt und ist Sänger einer Band. Nun hat er sich auch als Kurzfilmer versucht - und prompt Dortmund zerlegt.

Der etwas über vier Minuten lange Film ist gleichzeitig das Musikvideo zum Song "They take this planet" seiner Band "Hope to meet Jagger". Unter diesem Namen macht Rosen seit 1990 mit seinem Schulfreund Marcus Meyensieck Musik, aktuell ist auch Leonhard Schuppar als Gitarrist dabei.

Die Story und der Stil des Videos lehnt sich an die Godzilla- und Fliegende-Untertasse-Filme der fünfziger Jahre an: Die Musiker ziehen als Schwarz-Weiß-Riesen durch Dortmunds Innenstadt. Mit Laserstrahlen, die aus ihren Augen schießen, zerstören sie fein säuberlich nacheinander die Wahrzeichen Dortmunds.

 

 

Doch warum musste Dortmund dran glauben? Rosen hat eine pragmatische Antwort: "Ich dachte mir: 'Warum sollte ich jetzt irgendwelche Bilder aus New York oder Hollywood nehmen, wenn ich alles vor meiner Tür selbst drehen kann?" Insgesamt saß Rosen fast ein Jahr an dem Film. Als Komparsen halfen ihm die Laiendarsteller des Nordstadt-Theaters. Für die Dreharbeiten wurde die Filmbühne des Roxy für einen Abend zum Filmstudio. 

Gekostet hat der Film Rosen nichts - bis auf etliche Stunden seiner Arbeitszeit: "Das ist ein Null-Euro-Budget-Projekt, nur einen Kasten Bier gab es ab und zu für die Helfer."

Rosen will weitere Videos machen

Rosen ist jedenfalls auf den Geschmack gekommen. Er will weitere Musik-Videos machen. "Wir haben noch einige alte Songs, die wir aufwärmen können." Auch "They take this planet" ist schon etwas älter, von 1999, um genau zu sein.

Die Videos werden die einzige Möglichkeit bleiben, "Hope to meet Jagger" zu hören. Live-Auftritte sind nicht geplant, meint Rosen: "Wir sind gar nicht scharf darauf, auf die Bühne zu gehen. Das ist eher so ein Spaß-Projekt."

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