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Verbindungsprobleme

Scharnhorster 1&1-Kundin hat seit vier Monaten kein Telefon

SCHARNHORST Politiker fordern oft eine schnellere Digitalisierung. Irma Reiswich wäre schon froh, wenn sie nach vier Monaten endlich Telefon und Internet bekäme. Woran das liegt, dafür gibt es verschiedene Erklärungen.

Scharnhorster 1&1-Kundin hat seit vier Monaten kein Telefon

Es funktioniert einfach nicht: Das Festnetztelefon ist für Irma Reiswich seit dem 20. Juli nur eine Attrappe. Foto: Oliver Schaper

Ihre Gemütsverfassung fasst sie so zusammen: „Ich bin verzweifelt und wütend zugleich.“ Sie fühlt sich von den Verantwortlichen allein gelassen. „Man bekommt von niemandem eine Antwort“, macht sie ihrem Ärger Luft.

Diese Redaktion hatte über den Fall schon berichtet: Irma und Waldemar Reiswich aus dem Wambeler Holz haben am 20. Juli von Vodafone zu 1&1 gewechselt. Doch Telefon und Internet funktionieren nicht – und das bis heute.

Rund 200 bis 300 Mails und Telefonate habe sie in den letzten Monaten geschrieben und geführt, schätzt Nachbarin Brigitte Oetzel, die Irma Reiswich in dieser Sache hilft. Zunächst waren die Techniker von einer fehlerhaften Leitung ausgegangen, da eine Schaltung nicht möglich war. Doch die Installation mehrerer neuer Router brachte nichts.

Brigitte Oetzel hat schon viele Fehlerdiagnosen gehört

„Da kommt zu viel Power an, hat ein Techniker uns gesagt“, gibt Brigitte Oetzel eine der vielen Fehlerdiagnosen wieder. Doch dann habe er gemeint, dass in der 20.000er Leitung nur 6000 Bits pro Minute ankommen würden. Das sei doch ein Widerspruch zu seiner vorherigen Aussage. Er sei dann zum Schaltkasten an der Flughafenstraße gefahren und habe von dort aus mitgeteilt, dass er nichts weiter unternehmen könne.

Ärgerlich finden Irma Reiswich und Brigitte Oetzel auch, dass jeweils angekündigte Techniker diverse Male nicht erschienen sind. Und jedes Mal, wenn ein neuer Termin vereinbart sei, müsse man als Kunde ein Zeitfenster von sechs Stunden bereithalten, da er auch später kommen könne.

Zu dem Frust über den fehlenden Festnetzanschluss treten bei Irma Reiswich die erhöhten Kosten für ihr Handy, da dies ja seit dem Sommer ihr einziges Telefon ist. Da sie auf ihrer gewohnten Festnetz-Nummer nicht zu erreichen ist, hat 1&1 ihr für die Übergangszeit eine andere Nummer gegeben. Die eingehenden Anrufe werden dann auf Irma Reiswichs Handy umgeleitet. „Das ist dann für die Anrufer natürlich teurer“, kritisiert Brigitte Oetzel.

Unternehmen will Leitungswechsel vornehmen

Ihr Unternehmen bedauere den bisher ausbleibenden Erfolg der Umstellung und habe sich bei Familie Reiswich entschuldigt, teilt Kerstin Corea, Sprecherin von 1&1, auf Anfrage dieser Redaktion mit. „Damit der Anschluss unserer Kunden wieder funktioniert, werden wir einen Leitungswechsel vornehmen und den Anschluss über das Netz der Deutschen Telekom realisieren.“ Als Termin sei der 5. Dezember vorgesehen.

1&1 werde die Situation weiter begleiten, „um sicherzustellen, dass alles Weitere funktionieren wird“. 1&1 habe Familie Reiswich kostenfrei einen Surf-Stick für die Nutzung des mobilen Internets zur Verfügung gestellt und werde die Gebühren für den DSL-Anschluss ab dem Zeitpunkt der Störung stornieren und verrechnen, versicherte die Sprecherin.

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