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Geld von Bezirksvertretung

Sportplatz am Bärenbruch bekommt eine Tribüne

KIRCHLINDE Gleich drei Vereine durften sich über die Sanierung des Sportplatzes an der Straße Bärenbruch freuen. Es gab einen Kunstrasen für die Fußballer und eine Tartanbahn für die Leichtathleten. Nur Zuschauer haben bislang das Nachsehen. Das soll sich aber ändern.

Sportplatz am Bärenbruch bekommt eine Tribüne

Noch müssen die Zuschauer stehen, wenn sie sich ein Fußballspiel anschauen wollen. Und wenn‘s ganz schlecht läuft, werden sie auch nass, weil es keine überdachte Tribüne gibt. Noch nicht. Foto: Michael Nickel

Es könnte so schön sein: Man fährt sonntags zum Sportplatz, schaut sich ein Spiel an, die Sonne scheint, es ist nicht zu warm, nicht zu kalt. Klingt perfekt, gibt es so aber nur ziemlich selten. Meistens ist es beim Fußball-Gucken grau, windig oder kalt – oder alles gleichzeitig. Plus Regen, versteht sich. Für Zuschauer, die sich auf dem Sportplatz am Bärenbruch bald Fußball oder Leichtathletik anschauen, ist konkrete Besserung in Sicht. Möglich macht das ein Beschluss der Bezirksvertretung Huckarde vom Mittwochnachmittag. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

Was hat die Bezirksvertretung (BV) denn beschlossen?

Ganz kurz und knapp: Die Bezirksvertretung hat noch Geld übrig. Die längere Fassung: Für das laufende Haushaltsjahr sind ohnehin noch 40.000 Euro übrig. Hinzu kommen rund 50.000 Euro, die extra frei geworden sind. Möglich gemacht haben das Rücknahmen von Beschlüssen, die mitunter vor vier Jahren getroffen, aber nie umgesetzt worden sind. So hat die BV 2013 16.000 Euro für die Aufwertung des Rahmer Waldes zur Verfügung gestellt.

Aber weil laut SPD-Fraktionschef Stefan Keller die Dortmunder Stadtverwaltung keinen Handlungsbedarf sehe und man dadurch „keinen Deut“ voran komme, wurde der Beschluss nun zurückgenommen. Auch 20.000 Euro für die Sanierung des Schulhofes der Grafen-Grundschule, 2014 abgesegnet, sind wieder zurück im Budget. Weil das Geld nun aus dem landesweiten NRW-Förderprogramm „Gute Schule 2020“ kommen soll.

Wie viel Geld fließt nun in den Sportplatz?

40.000 Euro aus dem Haushalt kommen dem Sportplatz zugute.

Für wen wird das hier überhaupt gemacht?

Drei Vereine sind am Bärenbruch aktiv. Neben Westfalia Kirchlinde und dem VfR Kirchlinde, die hier Fußball spielen, bietet der TSV Kirchlinde Leichtathletik an. Neben einem Kunstrasenplatz gibt es eine Tartanlaufbahn sowie eine Sprunggrube. Bis vor wenigen Wochen lag auf dem Fußballplatz noch Asche, auch die Laufbahn ist seit dem Umbau, der durch die Stadt finanziert wurde, deutlich aufgewertet. Offiziell eingeweiht ist die Anlage noch nicht. Der Oberbürgermeister soll aber noch vorbeischauen und das übernehmen. Fußball gespielt wird hier seit Oktober.

Und was genau soll bald verbessert werden?

Die Sportanlage soll eine Tribüne erhalten. Bislang sind nämlich nur die Trainerbänke überdacht. Die Zuschauer hingegen stehen im Regen. Und im Wind. Denn Sitzplätze gibt es auch keine. Die Bezirksvertretung unterstützt mit dem 40.000-Euro-Zuschuss nun den Bau einer Tribüne, die 50 Menschen Platz bietet. Es gibt Sitzschalen und ein Dach. Entstehen soll die Konstruktion voraussichtlich auf der gegenüberliegenden Seite der Trainerbänke – also vom Haupteingang aus gesehen links. Wann genau es losgeht mit dem Bau, steht noch nicht fest

Wie kommt der Tribünen-Plan denn so an?

Burkhard Dieckmann ist Vorsitzender von Westfalia Kirchlinde. Er erachtet den Bau einer überdachten Tribüne als „sinnvoll“. Er weiß nur zu gut, wie es derzeit um das Befinden der Zuschauer bei schlechtem Wetter bestellt ist. „Wenn der Wind weht, weht er hier waagerecht über den Platz.“ Für Marcel Haubrock, den zweiten Vorsitzenden vom Leichtathletik-Verein TSV Kirchlinde, ist die Tribüne das „i-Tüpfelchen. Wir freuen uns aber vor allem über die neue Tartanbahn, die ist super für uns“. Haubrock drückt den beiden Fußballklubs die Daumen, dass mehr Zuschauer kommen. Der TSV selbst nutzt die Anlage als Trainingsort, Wettkämpfe finden dagegen eher im Stadion Rote Erde statt.

Wofür wird die Bezirksvertretung außerdem Geld ausgeben?

Das städtische Begegnungszentrum für Senioren an der Parsevalstraße darf sich über 30.000 Euro freuen. Vorgesehen ist das Geld unter anderem für neue Stromanschlüsse, Defibrillatoren und die Umgestaltung des Außenbereiches. Auf Wunsch der Grünen gibt es für 15.000 Euro neue LED-Laternen auf der Grünfläche zwischen Parsevalstraße und Burgheisterkamp. Für 15.000 Euro sollen zudem neue Bänke angeschafft werden (die genauen Orte stehen noch nicht fest), 12.500 Euro gibt es für ein Spielmobil des Frauenzentrums.

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