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Maskottchen des Hauptfriedhofs

Trauerschwan Albert stirbt nach Hundebiss

WAMBEL Mitarbeiter und regelmäßige Besucher des Hauptfriedhofs trauern um Albert. Viele Jahre hat der Trauerschwan seine Runden auf dem großen Teich im Schatten der Trauerhalle gedreht. Der Hund eines Friedhofmitarbeiters hat die gefiederte Institution letztlich ins Jenseits geschickt.

Trauerschwan Albert stirbt nach Hundebiss

Trauerschwan Albert, gern angriffslustig wie hier am Hosenbein seines Betreuers Karl-Heinz Jander, wurde nun selbst Opfer einer Bissattacke durch den Hund eines Friedhofsmitarbeiters. Albert ist an den Folgen gestorben.

Albert, 29 Jahre alt, ist am Dienstag infolge einer Infektion gestorben. Ein tragisches Ende. „Der Hund war zuvor in keiner Weise auffällig“, versichert Ulrich Heynen, stellvertretender Betriebsleiter der Friedhöfe Dortmund.

Weil der große Teich zurzeit saniert wird, musste Albert – wie sonst auch immer in Zeiten der Vogelgrippe – in den Innenhof der Friedhofsverwaltung ausweichen.  Dort hatte er ein Gehege mit einem rund vier mal drei Meter großen Wasserbecken, das mit einem Bauzaun gesichert war.

Gitter war nicht abgeschlossen

Im Zuge Im Zuge der Teichsanierung waren dort auch Fische untergebracht, die später wieder in den großen Teich zurückkehren sollen. Weil der Teich im Innenhof aber auf Dauer zu wenig Wasser hatte, wurden die Fische in den Teich eines Friedhofsmitarbeiters umgesiedelt.

„Bei dieser Umsetzaktion muss das Gitter nicht abgeschlossen gewesen sein, und der Hund ist ins Gehege gelangt“, berichtet Heynen. Der Hund war mit Frau und Kind eines Mitarbeiters gekommen, um den Mann abzuholen. „Es war schon nach Feierabend“, sagt Ulrich Heynen. Im Gehege kämpfte der Hund mit Albert und biss ihn in den Flügel.

Heißer Schnabel war verdächtig

Vorsorglich fuhr der Friedhofsmitarbeiter mit dem Schwan und Karl-Heinz Jander (66), der den Schwan seit fast 25 Jahren betreute, zum Tierarzt. Der gab aber Entwarnung, konnte nichts finden.

Ein anderer Friedhofsmitarbeiter, der sich mit Wildvögeln auskennt und dem der heiße Schnabel von Albert zwei Tage nach dem Tierarztbesuch verdächtig vorkam, traute der Diagnose nicht. Um auf Nummer sicher zu gehen, fuhren sie mit Albert zu einem zweiten Tierarzt. Seine Diagnose: dreifacher Flügelbruch.

WAMBEL Füttert da wirklich gerade ein Schwan einen Schwarm Karpfen? Diesen Eindruck bekommen die Besucher des Dortmunder Hauptfriedhofs, wenn sie morgens Trauerschwan Albert am zentralen Wasserbecken beobachten. Wir haben die skurrile Szene als Beweisvideo. Unsere Redakteurin Gaby Kolle erklärt die Hintergründe.mehr...

Zur weiteren Behandlung wurde Albert nach Paasmühle, der renommierten Pflegestation für Wildvögel am Stadtrand von Hattingen gebracht. Doch für eine Behandlung sei es zu spät gewesen, sagt der dortige Tierpfleger Lars Weiser auf Nachfrage, „die Infektion war zu weit fortgeschritten“.

Albert selbst tötete Partnerinnen

Albert selbst war zu Lebzeiten auch nicht ohne. Typisch für Trauerschwäne in Gefangenschaft war er extrem angriffslustig und aggressiv. Selbst bei Karl-Heinz Jander, der ihn täglich mit Salat oder Löwenzahn beglückte, schnappte Albert gern zu oder zerrte an seinen Hosenbeinen.

Auch Schwanendamen, die ihm wiederholt aus dem Zoo zur Seite gestellt wurden, überlebten die offensichtlichen Beziehungskrisen nicht. Deshalb lebte Albert die letzten Jahre mit Plastikschwänin Petra zusammen. In Paasmühle hoffte man auch, eine robuste Partnerin aus Fleisch und Blut für Albert zu finden. Das hat sich nun erledigt.

Schwan wird auf Tierfriedhof begraben

Albert wird still auf dem Tierfriedhof am Rennweg  begraben. Die Kosten für die Pflege übernimmt die Genossenschaft der Friedhofsgärtner. Wenn im Sommer die Sanierung des Teichs abgeschlossen ist, soll dort wieder ein Trauerschwanenpaar schwimmen, kündigt Ulrich Heynen an. Es tritt in große Ruderstapfen – Ruder, so heißen die Füße von Schwänen.

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