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Vor Fußballmuseum in Dortmund

Unbekannte beschädigen zwei Figuren jüdischer Sportler

DORTMUND Auch jüdische Sportler waren im Nationalsozialismus nicht vor Verfolgung sicher. Diesem Thema widmet sich eine Ausstellung vor dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. 17 Figuren jüdischer Sportler standen dort – zwei davon haben Unbekannte am Wochenende beschädigt. Die Polizei ermittelt und wertet Überwachungsvideos aus.

Unbekannte beschädigen zwei Figuren jüdischer Sportler

Die Figuren jüdischer Sportler vor dem Deutschen Fußballmuseum zählen zur Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“. Zwei Figuren sind am Wochenende beschädigt worden. Foto: Michael Schnitzler

Zahlreiche Besucher gehen am Reformationstag (31. Oktober) im Deutschen Fußballmuseum ein und aus. Viele von ihnen bleiben interessiert an den lebensgroßen Figuren stehen, die auf dem Vorplatz des Museums verteilt sind: Sie erinnen an jüdische Sportler, zählen zur Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung“. Von 17 Figuren sind nur noch 15 zu sehen – zwei wurden am Wochenende von Unbekannten beschädigt.

Zwei Figuren jüdischer Sportler beschädigt

Die beiden Aufsteller lagen abgebrochen auf dem Boden, wie die Dortmunder Polizei der dpa am Montagabend bestätigte. Die Polizei ermittelt und wertet Videos von Überwachungskameras aus. Gemeldet wurde der Vorfall bereits am Sonntagmorgen. Zunächst berichtete die „Bild“ online darüber.

Museumsdirektor Manuel Neukirchner nannte den Vorfall „schockierend“. „Er hält uns aber nicht davon ab, dass wir uns intensiv mit diesem Kapitel deutscher Geschichte auseinandersetzen“, sagte er der „Bild“.

Die Schau „Zwischen Erfolg und Verfolgung“ wird gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache noch bis zum 19. November gezeigt. Sie ist ganztägig frei zugänglich. Die Wanderausstellung ist als Zusammenarbeit des Zentrums deutscher Sportgeschichte und der Universitäten Potsdam und Hannover entstanden.

Schau vor dem Fußballmuseum zeigt jüdische Sportler

Auf der einen Seite jedes Aufstellers vor dem Fußballmuseum ist ein Bild des Sportlers zu sehen; auf den Rückseiten ist die Geschichte der Sportler und ihrer Verfolg nachzulesen.

Die Schau porträtiert jüdische Sportidole wie Helene Meyer (1928 Olympiasiegerin im Fechten), die ebenso den Nazis entkam wie Schach-Weltmeister Emanuel Lasker. Die Deutsche Tennis-Meisterin von 1925, Nelly Neppach, nahm sich 1933 das Leben, weil sie in Deutschland keine sportliche Zukunft mehr hatte. (mit dpa)

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