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Reichshofstraße

Wie auf Überresten aus der Steinzeit etwas Neues entsteht

BRACKEL Der Rohbau des ersten Wohngebäudes ist fast fertig, der Baubeginn des zweiten Hauses steht kurz bevor: An der Reichshofstraße lässt der Spar- und Bauverein zwei Wohnhäuser errichten. Früher stand hier ein altes Längsdeelenhaus.

Wie auf Überresten aus der Steinzeit etwas Neues entsteht

An der Brackeler Reichshofstraße entstehen zwei Neubauten.

Seit Herbst vergangenen Jahres entstehen 21 neue Wohnungen. Es handelt sich um zwei Gebäude mit je zwei Vollgeschossen und ausgebauten Dachgeschossen. Rund zwei Drittel der Wohnungen sind barrierearm geplant. Das erste Gebäude soll gegen Jahresende fertig sein, das Hauptgebäude ein halbes Jahr später.

Funde aus der Bronzezeit

Das alte Gebäude an dieser Stelle hieß Hellmannshof, wurde aber auch Hof Rusche genannt. „Bauer Rusche war der Besitzer des um 1900 entstandenen Hauses“, erklärte Dr. Henriette Brink-Kloke von der Denkmalbehörde der Stadt. Das Haus stand zwar unter Denkmalschutz, verfiel aber durch Leerstand immer mehr. Schließlich hätten für eine Instandsetzung alle Originalteile ausgetauscht werden müssen, wodurch der Denkmalschutz erlosch.

Als das Längsdeelenhaus Ende 2015 abgerissen wurde, wurden bedeutsame Relikte aus der Bronzezeit gefunden. Erwartet wurden beim Abbruch des Hofes eigentlich Spuren des mittelalterlichen Reichshofs Brackel. Stattdessen kamen unterhalb der Kellersohle Überreste von Hölzern und röhrenartige Einbauten, vermutlich von einer Wasserstelle, zum Vorschein. Auf die Bronzezeit lassen einzelne grobe Gefäßscherben schließen, die typisch für die Zeit von 1200 bis 800 v. Chr. sind.

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Die Tränke dürfte mindestens 3000 Jahre alt sein, stammt also aus der Steinzeit. Die Funde befinden sich bei der Denkmalbehörde. „Sie werden aufgezeichnet. Später werden sie auch ausgestellt“, sagt Dr. Henriette Brink-Kloke. „Eine solche Hofstelle wurde hier zum ersten Mal entdeckt.“

Satteldach reinigt Luft

Die Neubauten sollen nachhaltigen Gesichtspunkten genügen. Eine Kombination aus Wärmepumpen mit Geothermie und Solaranlage wird eingesetzt. Erwartet werden geringe Wärmekosten und ein niedriger Energieverbrauch. Davon sollen laut Spar- und Bauverein vor allem die Bewohner profitieren, wodurch sich die höheren Investitionen lohnen sollen.

Das geplante Satteldach soll zwei Funktionen erfüllen. Zum einen fügt sich der Bau dadurch besser in die bauliche Umgebung ein. Zum anderen spielt auch Umweltschutz eine Rolle. Das Unternehmen setzt innovative Dachsteine ein, die Schadstoffe neutralisieren und so die Luft reinigen. Dies soll durch eine besondere Oberfläche möglich sein, die Titanoxid enthält, das als Katalysator vor allem Stickoxide in unschädliche Stoffe umwandelt.


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