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Stadt ist auf Investorensuche

Wird das alte Gesundheitsamt zum Hotel?

DORTMUND Seit 15 Jahren versucht die Stadt, das denkmalgeschützte Gebäude des Gesundheitsamtes an der Hövelstraße zu verkaufen. Jetzt gibt es mit der Aachener Landmarken AG einen heißen Kandidaten für die Übernahme. Sie will ein Hotel entwickeln – und mehr.

Wird das alte Gesundheitsamt zum Hotel?

Das Gesundheitsamt an der Hövelstraße soll als Hotel, Kindertagesstätte und für Büros genutzt werden. Foto: Tilman Abegg

Noch schweigt die Stadt zum Interessenbekundungs-Verfahren, das sie vor Monaten für den Verkauf der Gesundheitsamts-Immobilie gestartet hat. Das Verfahren ist abgeschlossen, die Ideen der Bewerber sind gewogen und bewertet.

Wie unsere Redaktion erfuhr, haben sich die Verwaltungsspitzen auf das Konzept der Aachener Landmarken AG festgelegt – ein Projektentwickler, der unter anderem in Herne, Münster, Paderborn und Bochum engagiert ist, in Dortmund bislang aber nicht auftrat. Die Aachener wollen das Gebäude in ein Hotel umbauen. Ein weiterer Teil des Komplexes soll zu Büros umfunktioniert werden, auch eine Kindertagesstätte ist vorgesehen. Ob es Wohnungen geben soll, war nicht zu erfahren.

Das ließ sich auch Kolja Linden, Sprecher der Landmarken AG, auf Nachfrage nicht entlocken. „Wir möchten uns erst äußern, wenn wir die Zusage der Stadt haben.“ Die liege noch nicht vor.

Politik soll entscheiden

Kann sie auch nicht. Das letzte Wort bleibt den politischen Gremien vorbehalten. Ihnen wollen die Verwaltungsspitzen das Konzept im Februar 2018 präsentieren. Winkt die Politik das Vorhaben durch, geht es an die Detailplanung. Dabei muss die Landmarken AG noch ein großes Problem lösen: Wo sollen die notwendigen Stellplätze gebaut werden? Angaben, wie viele Parkplätze bei diesem Vorhaben fällig werden, gab es gestern nicht.

Klar ist: Der öffentliche Raum lässt in diesem Viertel der City für weitere Parkflächen keinen Platz. So bleibt vorläufig offen, ob die Landmarken AG eine (teure) Tiefgarage baut oder ob sie versucht, die Stellplatzfrage mit Hilfe des Parkhauses von ECE, dem Betreiber der Thier-Galerie, zu lösen.

Hoher Investitionsbedarf

Allein der Umbau des Gesundheitsamts-Komplexes dürfte eine hohe zweistellige Millionensumme erfordern. Das Gebäude wurde 1955 bis 1957 nach den Plänen von Will Schwarz entwickelt und steht unter Denkmalschutz. Die Immobilie hat eine Bruttogeschossfläche von 13.500 Quadratmetern; sie besteht aus mehreren Gebäudeteilen, die sich rund um Hövelstraße, Kuhstraße und Eisenmarkt gruppieren.

Voraussichtlich 2018 soll das Haus leergezogen werden. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes wechseln ins frühere Postgiroamt am Hiltropwall, das zurzeit hergerichtet wird. Die Verwaltung geht davon aus, dass auch das Café Kick mit dem Drogenkonsumraum von der Kuhstraße in den Innenhof des früheren Postgiroamtes zieht.

Darüber entscheiden allerdings die Verwaltungsrichter: Die Anwohner des alten Postgiroamtes wehren sich gegen die neuen Nachbarn.

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