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Wo man in Dortmund noch günstig mieten kann

DORTMUND Die Lage am Dortmunder Wohnungsmarkt ist und bleibt angespannt, die Mieten steigen und steigen. Das geht aus dem neuen Wohnungsmarktbericht der Stadt hervor. Doch wo sind die Mieten noch relativ erschwinglich - und mit welchem Viertel muss man sich gar nicht erst befassen? Der große Stadtteil-Vergleich.

Für ihren aktuellen Wohnungsmarktbericht hat die Stadt für die Jahre 2015 und 2016 Wohnungsinserate in Dortmund nach Unterbezirken aufgeschlüsselt zusammenrechnen lassen. Aus den Angebotsmieten für neuen Wohnungen und schon bestehenden Wohnungen entstand aus mittleren Angebotsmieten ein vergleichbares Mietniveau. Bei einigen Unterbezirken kam jedoch keine ausreichende Zahl an Wohnungsinseraten zustande, um ein Mietniveau zu bilden.

Das Ergebnis: Richtig günstig lässt es sich noch in Kurl wohnen. Lediglich 4,6 Euro pro Quadratmeter beträgt dort die mittlere Nettokaltmiete - der billigste Wert aller Dortmunder Stadtteile, in denen ausreichend Angebote zur Auswertung zusammenkamen. In der erweiterten Innenstadt sind die Mieten in Unterdorstfeld, in der Nordstadt zwischen Born- und Gronaustraße und im westlichen Unionviertel noch am günstigsten (5 bzw. 5,3 und 5,4 Euro der Quadratmeter).

Am anderen Ende der Skala liegen das teure Kreuzviertel (7,9 Euro), das daran anschließende Tremoniaviertel (8,3 Euro) und etwas überraschend der westliche Teil der City innerhalb des Walls (9,1 Euro).

Interaktive Karte: Alle Stadtteile im Überblick

Klicken Sie auf die Flächen, um den genauen mittleren Quadratmeterpreis angezeigt zu bekommen. In den weiß eingefärbten Gebieten gab es keine ausreichende Datengrundlage. Desktop-Nutzer: Mit "+/-" können Sie rein- bzw. rauszoomen. Orientierungsschwierigkeiten? Sie können auch in das Suchfeld oben rechts ihre Straße oder ihr Viertel versehen mit dem Zusatz "Dortmund" eingeben.

 

Quelle: Stadt Dortmund auf Grundlage der empirica-Preisdatenbank (empirica-systeme.de)

 

Die angegebenen Mietpreise sind der sogenannte "Median" aller Angebote für Neu- bzw. Wiedervermietungen im betreffenden Gebiet. Der Median ist ein Mittelwert, der etwas anders funktioniert als der klassische Durchschnitt. Gibt es beispielsweise hundert Angebote, bildet das 50.-teuerste bzw. 50.-billigste Angebot den Median. So soll der Mittelwert nicht durch extrem teure oder billige Angebote verzerrt werden. Angegeben wird die Nettokaltmiete, was die Kaltmiete ohne alle Nebenkosten ist. 

Die Anspannung, die am Dortmunder Wohnungsmarkt herrscht, kam nicht aus dem Nichts, erste Anzeichen für einen Wandel setzten 2011 ein.

Auf Seite 2: So haben sich die Mieten in den vergangenen Jahren entwickelt:

Ab da ging es, von kleinen Ausschlägen abgesehen, stetig nach oben. Denn die Gründe dafür wurden nicht weniger. Die Bevölkerung wuchs, was natürlich mit geflüchteten Menschen zusammenhängt, aber zum Beispiel auch mit den Studenten. 2008 lebten 11.000 Studierende in der Stadt, heute sind es 22.000. Beides Gruppen, die auf preiswerten Wohnraum angewiesen sind.

Hinzukommt, dass seit Jahren das Geld an den Kapitalmärkten billig ist: Das hat verschiedene Effekte. Einerseits wird mehr investiert, was letztlich mehr höherpreisigen Wohnraum produziert. Die Zahl der Baugenehmigungen ist laut Wilde 2016 im Vergleich zu 2015 um 33 Prozent gestiegen, nur ist eine Baugenehmigung noch kein fertiger Wohnraum. „Bei den Fertigstellungen müssen wir nachziehen“, sagt Wilde.

Billigerer Wohnungsraum wird renoviert und teurer

2016 wurden 1016 Wohnungen fertig. Langfristig bräuchte man, sagte Wilde am Montag, über mehrere Jahre 2000 bis 3000 neue Wohnungen. Billiges Geld auf den Kapitalmärkten hat aber noch einen weiteren Effekt: Billigerer Wohnraum wird renoviert und teurer.

Julia Meininghaus von der Stadt beobachtet den Wohnungsmarkt. Ihr zufolge spiegelt sich das gestiegene Mietniveau in steigenden Immobilienpreisen wider. Der Median der Nettokaltmieten erhöhte sich innerhalb eines Jahres von 6,00 Euro auf 6,33 pro Quadratmeter. Die Preise von Neubauten liegen deutlich darüber, bei aktuell 10,16 Euro.

DORTMUND Ärger mit dem Vermieter ist derzeit im Kreuzviertel ein großes Thema. Im Mittelpunkt stehen zwei der größten Vermieter Dortmunds, die Wohnungsgesellschaft LEG und Vonovia. Es geht um ständige Modernisierungen, Bauarbeiten - und satte Mieterhöhungen. Mieter befürchten, dass alteingesessene Kreuzviertler aus dem Quartier gedrängt werden sollen.mehr...

Das zeigt auch der Blick in die Stadtteile: Hier führt die westliche City Tabelle der steigenden Preise an. Um atemberaubende 3,6 Euro stieg dort der Quadratmeterpreis bei Neu- oder Wiedervermietungen, was sicher auf der einen Seite mit großen Neuvermietungsobjekten wie dem Hansa 101 an der Oper auf der einen und dem relativ geringen Wohnungsbestand auf der anderen Seite zu tun hat.

Es gibt aber auch Stadtteile, wo die Neuvermietungspreise runtergegangen sind. So sanken die Preise in Sölderholz 2016 im Vergleich zu 2014 um 0,4 Euro den Quadratmeter.

Interaktive Karte: Alle Veränderungen in den Stadtteilen im Überblick

Klicken Sie auf die Flächen, um den genauen mittleren Quadratmeterpreis angezeigt zu bekommen. In den weiß eingefärbten Gebieten gab es keine ausreichende Datengrundlage. Für Desktop-Nutzer: Mit "+/-" können Sie rein- bzw. rauszoomen. Orientierungsschwierigkeiten? Sie können auch in das Suchfeld oben rechts ihre Straße oder ihr Viertel versehen mit dem Zusatz "Dortmund" eingeben.

 

Quelle: Stadt Dortmund auf Grundlage der empirica-Preisdatenbank (empirica-systeme.de)

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