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Malerbetrieb gegründet

Darum machte sich dieser junge Haltener selbstständig

HALTEN Der junge Halterner Bastian Wenzel hat sich als Malermeister selbstständig gemacht. Zusammen mit seiner Frau Ella Wenzel und seinem Mitarbeiter Marcel Heinisch erledigt er seit dem 1. Oktober von seinem Malerbetrieb an der Münsterstraße 451 in Sythen Aufträge im gesamten Ruhrgebiet. Wir haben das zum Anlass genommen, um mit ihm über die Selbstständigkeit zu sprechen.

Darum machte sich dieser junge Haltener selbstständig

Bastian Wenzel (l.) hat sich als Malermeister selbstständig gemacht. Sein Mitarbeiter Marcel Heinisch unterstützt ihn. Foto: Foto: Benjamin Glöckner

Warum haben Sie den Schritt in die Selbstständigkeit gemacht?

Ich habe 13 Jahre als Maler und Lackierer gearbeitet. Zuerst als Auszubildender, dann als Geselle und Vorarbeiter und schließlich habe ich mich dazu entschieden, meinen Meister zu machen. Dann habe ich als angestellter Meister bei einem Halterner Betrieb gearbeitet. Und ich wusste schon auf der Meisterschule, dass ich mich selbstständig machen werde. Nur der Zeitpunkt stand noch nicht fest. Der Malerberuf ist aber mein Ding. Den lebe ich einfach. Vor ein paar Monaten habe ich mich dann entschieden, diesen Schritt zu gehen. Zuerst wollte ich ihn alleine machen, aber dann habe ich Marcel Heinisch ins Boot geholt. Wir haben schon zusammen in meinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Wir haben den gleichen Arbeitsstil und sind beide 28 Jahre alt. Das passt einfach.

Konkret gefragt: Wie lange hat es gedauert von der Idee bis zur Selbstständigkeit?

Ich habe drei Monate intensiv geplant. Von der Frage, welches Firmenfahrzeug nehme ich, bis zur Büroplanung. Es musste ja alles stehen, wenn ich anfange.

Haben Sie dafür externe Hilfe in Anspruch genommen?

Man bekommt einen Zuschuss über die Handwerkskammer. Sonst habe ich alles alleine in die Hand genommen und geplant.

Aber bedeutet Selbstständigkeit nicht auch viel mehr Arbeit?

Na klar. Früher hatte ich einen Achteinhalb-Stunden-Job auf der Baustelle. Heute führt mich mein Weg morgens erst einmal ins Büro, dann gehe ich auf die Baustelle und abends setze ich mich wieder an den Schreibtisch. Dann arbeitet man schon länger als achteinhalb Stunden. Aber das wusste ich vorher und das macht mir auch nichts aus.

Aber dann muss auch schon die Familie mitspielen, oder?

Meine Frau hilft im Büro mit und unterstützt mich bei meiner Arbeit. Wir haben natürlich vorher darüber gesprochen, denn es war klar, dass für die Arbeit mehr Freizeit draufgehen wird.

Sie sind ja Malermeister. Da besteht Ihre Arbeit sicherlich nicht nur aus dem Verschönern von Wänden in Wohnzimmern. Was machen Sie noch?

Neben den normalen Maler- und Lackierarbeiten im Innen- und Außenbereich kümmern wir uns auch um Dachüberstände und komplette Fassaden mit Verputzarbeiten. Wir bieten neu an, auch Grundreinigungen der Objekte nach dem Anstrich zu übernehmen. Noch etwas, was nicht jeder macht: Mitte Oktober haben wir einen Balkonboden mit Steinteppich versehen. Optisch ist dieser ein echter Hingucker und auch frostsicher. Wir wollen einfach mit guten Ideen und Experimentierfreude unseren Kunden zur Seite stehen.

Die Konjunktur ist gut. Die Auftragsbücher der Handwerker sind voll. Können Sie nur von Aufträgen aus Haltern am See leben?

Nein. Wir sind ja am 1. Oktober gestartet. Und seitdem haben wir schon Aufträge aus dem gesamten Ruhrgebiet übernommen – beispielsweise in Oberhausen, Gelsenkirchen, Dortmund oder Wuppertal. Aber natürlich auch in Haltern. Denn ich als gebürtiger Halterner arbeite gerne in meiner Heimatstadt. Wir sehen natürlich auch zu, dass wir Aufträge annehmen, die wir zu zweit oder alleine gut erledigen können. Wichtig ist uns, dass unsere Kunden wie bisher und auch weiterhin mit unserer Arbeit zufrieden sind.

Wo sehen Sie sich denn in fünf Jahren?

Wir wollen auf unserem Grundstück zusätzliche Lagerflächen aufbauen. Im Moment habe ich nicht vor, ein Großunternehmen aufzubauen, alles Weitere wird die Zukunft zeigen. Vielleicht kommt irgendwann ein Mitarbeiter dazu. Aber zurzeit steht das nicht zur Debatte. Wir wollen ein kleiner und flexibler Betrieb sein.


www.malerbetrieb-wenzel.de

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